Wirtschaft

Hilfe für Griechenland ist höher als bisher bekannt

Aktualisiert am 16.03.2012 10 Kommentare

Die letzte Finanzspritze für Griechenland belief sich offenbar auf 172,7 Milliarden – 8,3 Milliarden mehr als bisher berichtet. Beim IWF wachsen die Zweifel. Die Rede ist von einem «untragbaren Schuldensystem».

«Kein Raum für Abweichung»: IWF-Chefin Christine Lagarde.

«Kein Raum für Abweichung»: IWF-Chefin Christine Lagarde.
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Nachdem der Internationale Währungsfonds (IWF) Griechenland gestern weitere 28 Milliarden Euro zugesagt hat, scheint die Rettung des Krisenstaats vor dem finanziellen Kollaps immer wahrscheinlicher. Wie die «Frankfurter Allgemeine» berichtet, waren dafür aber weitaus höhere Finanzhilfen nötig als bislang bekannt.

Die zugesagten Kredite und Garantien der Eurostaaten und des Internationalen Währungsfonds belaufen sich zusammen auf 172,7 Milliarden Euro. Dies bestätigt eine Sprecherin des IWF gegenüber dem Onlineportal der Zeitung.

Frisches Geld und Restkredite

Der Betrag ist um 8,3 Milliarden Euro höher als die 164,4 Milliarden Euro, über die in Brüssel bislang diskutiert worden ist. Laut dem Bericht beträgt die Gesamtsumme 138 Milliarden Euro «frisches» Geld für Athen und 34 Milliarden Euro Restkredite aus den früheren Programmen der Eurostaaten und des IWF.

Davon trägt der IWF die gestern zugesagten 28 Milliarden Euro und die Eurostaaten die Restsumme von 144,7 Milliarden Euro.

Ein «untragbares Schuldensystem»

Beim IWF machen sich langsam Zweifel breit. «Die Risiken des Programms sind extrem hoch, es gibt keinen Raum für Abweichungen», erklärte IWF-Chefin Christine Lagarde laut Faz.net. Auch der IWF-Missionschef Poul Thomsen sprach nach dem Beschluss von einem «untragbaren Schuldensystem», falls Griechenland die Reformauflagen nicht erfülle.

Überraschend ist, dass bei Stellungnahmen von IWF und Eurostaaten lediglich die Rede von 164,4 Milliarden Euro war. Der Grund dafür ist laut IWF in den verschiedenen Laufdauern der Anpassungsprogramme von IWF und Eurostaaten zu suchen. Das Programm der Europäer läuft bis Ende 2014, dasjenige des IWF über insgesamt vier Jahre. So werden Kredite über 8,3 Milliarden Euro des IWF erst nach 2014 fällig, wenn das europäische Programm bereits beendet ist.

(wid)

Erstellt: 16.03.2012, 10:04 Uhr

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10 Kommentare

Jean Roth

16.03.2012, 12:20 Uhr
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Ist - die Hilfe höher, oder - war - sie höher, oder weiss man es nicht. Oder will man es nicht genau wissen? Unbegreiflich, da sind teuer bezahlte Spitzenfachleute am Reden und Erklären und am unterstreichen, was zu tun ist und am Schluss besteht ein solches Durcheinander, dass die Herrschaften möglicheweise ihren eigenen Namen nicht mehr wissen.
Der nächste Zaubertrick wird erwartet.
Antworten


werner hueppi

16.03.2012, 12:49 Uhr
Melden 26 Empfehlung 0

Fass ohne Boden. Andere Laender versinken auch immer mehr in den Schulden (Spanien, Ungarn, Portugal usw. alles EU Laender). Antworten



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