Wirtschaft

Herber Rückschlag für ausländische Banken in der Schweiz

Aktualisiert am 26.05.2010 2 Kommentare

Die ausländischen Banken in der Schweiz mussten 2009 einen Rückgang des Gewinns um 38 Prozent hinnehmen. Die Zahl der Beschäftigten nahm deutlich ab.

Grösster ausländischer Vermögensverwalter in der Schweiz: HSBC Privatbank.

Grösster ausländischer Vermögensverwalter in der Schweiz: HSBC Privatbank.
Bild: Keystone

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Die ausländischen Banken haben einen Gewinnrückgang von 1,95 Milliarden Franken erlitten. Die Gruppe, die rund 45 Prozent der Banken auf dem Schweizer Finanzplatz repräsentiert, plagten Abschreibungen und ein rückläufiges Zins- und Kommissionsgeschäft.

Die Zahl der Beschäftigten sei um 8 Prozent auf 20'000 gesunken, teilte der Verband der Auslandsbanken in der Schweiz am Mittwoch in Zürich mit. Zwar mehrten sich die verwalteten Privatkundenvermögen in den 155 dem Verband angeschlossenen Institute von 940 Milliarden auf 980 Milliarden Franken, doch flossen auch über 10 Milliarden Franken Kundengelder ab.

Einführung einer Abgeltungssteuer

Die Auslandsbanken unterstützen angesichts der Steuerdiskussionen zwischen der Schweiz und anderen Ländern die Einführung einer Abgeltungssteuer für ausländische Bankkunden, wie Verbandspräsident Alfredo Gysi vor den Medien sagte.

Die Banken halten damit an der Alternative zum von der EU geforderten automatischen Informationsaustausch fest. Mit der Abgeltungssteuer blieben die ausländischen Bankkunden weiterhin anonym. Die EU und zahlreiche Länder lehnen das Schweizer Ansinnen allerdings ab.

HSBC Privatbank an der Spitze

Der Verband hat 2009 ein Mitglied dazugewonnen. Nach eigenen Angaben erwirtschaften die Auslandsbanken 2 Prozent des Schweizer Bruttoinlandprodukts und beschäftigen einen Fünftel in Banken tätigen Arbeitskräfte.

Grösster ausländischer Vermögensverwalter in der Schweiz ist die HSBC Privatbank in Genf, die jüngst von einer Datenklau-Affäre betroffen war. Wichtige Mitglieder des Verbands sind auch die Schweizer Filialen der Deutschen Bank, der französischen Crédit Agricole und der Liechtensteiner Fürstenbank LGT. (sam/sda)

Erstellt: 26.05.2010, 11:52 Uhr

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2 Kommentare

Roland Peter

26.05.2010, 12:14 Uhr
Melden

Und? Muss man jetzt Mitleid haben? Es gibt eben fette und magere Jahre! Antworten


Thomas Bisang

27.05.2010, 15:44 Uhr
Melden

@Roland Peter Keiner verlangt Mitleid, will aber auch keine Häme! Ich persönlich freue mich wenn Firmen gut verdienen, Dividenden und Löhne bezahlen und Steuern abliefern... Antworten



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