Grübel in Davos: Politik muss das Problem lösen

Aktualisiert am 28.01.2010

Nach Kaspar Villiger nimmt erstmals auch der UBS-Chef zum Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts Stellung.

Hektik am WEF in Davos: Grübel eilt voraus, CS-Chef Brady Dougan hinterher.

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Bild: Keystone

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«Es geht um einen Staatsvertrag zwischen den USA und der Schweiz», weist Oswald Grübel gegenüber der «Aargauer Zeitung» Forderungen von weiten Kreisen der Schweizer Politik zurück, welche die Bank im Steuerstreit mit den USA sich selber überlassen wollen. «Als man diesen (den Vertrag, Anm. der Redaktion) abgeschlossen hat, wusste man, dass Gerichte noch entscheiden können - unter Umständen so, dass die Sache nicht so läuft, wie es vorgesehen war. Das ist jetzt passiert», so der UBS-Chef.

Für Grübel muss nun die Politik das Problem lösen. «Jetzt müssen sich die beiden Parteien, das sind die USA und die Schweiz, wieder an den Tisch setzen und sehen, wie es weitergeht. Es war bekannt, dass die Gerichte die Sache stoppen können.» Wie die «Aargauer Zeitung» weiter schreibt, hat sich Grübel entsprechend am WEF in Davos geäussert.

Bundesrat weist den Weg

Bei der Bank ist man sich aber durchaus bewusst, dass sie damit dem Bundesrat einiges auflastet. «Die damalige UBS (UBSN 11.15 -0.89%) hat die Krise verursacht», sagte jüngst Michael Willi, oberster Kommunikator der UBS gegenüber der «Neuen Zürcher Zeitung». «Leider kann sie das Problem nicht alleine lösen und braucht die Unterstützung der Schweizer Regierung.»

Gestern Mittwoch hatte der Bundesrat das weitere Vorgehen im Steuerstreit mit den USA dargelegt. Zuerst will man das Gespräch suchen. Zudem verlangt Bern Angaben über die Zahl der amerikanischen UBS-Kunden, welche sich beim US-Fiskus selber gemeldet haben. Sollte dieser Weg nicht zum Ziel führen, will der Bundesrat die Vereinbarung vom letzten August mit den USA ins Parlament bringen. (cpm)

Erstellt: 28.01.2010, 10:34 Uhr

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