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Glencore sorgt für Aufschwung im Fusionsmarkt
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Das Volumen der in der Schweiz verzeichneten Fusionen und Akquisitionen (M&A) ist im ersten Quartal 2012 stark gestiegen. Mit 71 Milliarden Franken ist bereits das Volumen der vorangehenden drei Quartale erreicht. Grund ist auch die geplante Megafusion von Glencore (GLEN 4.04 -1.03%) und Xstrata.
Kommt es zum Zusammenschluss dieser beiden Rohstoffgiganten, wäre die Transaktion mit einem Volumen über 49 Milliarden Franken eine der grössten in der Schweizer Wirtschaft der letzten Jahre, schreibt das Beratungsunternehmen Ernst & Young in ihrer am Mittwoch veröffentlichten Studie über den Schweizer M&A-Markt.
«Ein eindrucksvoller Start»
Aber auch ohne die Glencore/Xstrata-Fusion sei das Volumen der Schweizer Fusionen und Übernahmen im ersten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 22 Milliarden Franken gestiegen. «Das ist ein eindrucksvoller Start ins 2012», lässt sich Louis Siegrist, Leiter Unternehmenstransaktionen bei Ernst & Young zitieren.
Der Zuger Rohstoffhändler Glencore erscheint dabei gleich drei Mal in der Top-5-Liste der grössten Übernahmen. Nebst der geplanten Megafusion mit Xstrata hat Glencore das Agrarunternehmen Viterra für 6,9 Milliarden Franken übernommen und im Anschluss Teilbereiche der Firma für 1,6 Milliarden weiterverkauft.
Anzahl Übernahmen stabil
Insgesamt blieb die Zahl geplanter Übernahmen oder Fusionen mit 158 im Vergleich zu 161 im Vorquartal konstant. In den ersten drei Monaten 2011 hingegen waren die Schweizer Firmen mit 180 Fusionen und Akquisitionen deutlich aktiver gewesen. Das Volumen betrug damals jedoch nur 7,5 Milliarden Franken.
Gemäss Ernst & Young sei vor allem der Anteil grosser Transaktionen gestiegen. Diese machten gemäss der Studie 29 Prozent des Schweizer Transaktionsvolumens aus, 14 Prozent mehr als im vierten Quartal 2011. Am aktivsten waren die Medien-, Technologie- und Telekommunikationsunternehmen. Dieser Sektor war für 26 Prozent aller angekündigten Transaktionen verantwortlich.
Der Ausblick für 2012 falle eher verhalten aus, heisst es in der Studie. Gemäss einer Umfrage von Ernst & Young planten nur 31 Prozent der weltweit befragten Führungskräfte in den nächsten 12 Monaten eine Übernahme.
Zwar hätten sich der Zugang zu Krediten sowie die flüssigen Mittel der Firmen verbessert, jedoch sei die Motivation für Übernahmen durch Zweifel an der wirtschaftlichen Erholung getrübt, schreibt das Beratungsunternehmen. (wid/sda)
Erstellt: 02.05.2012, 18:37 Uhr
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