Wirtschaft
Glencore sichert sich Deal mit libyschen Rebellen
Aktualisiert am 05.09.2011 15 Kommentare
Zündstoff für die Revolution: Glencore-CEO Ivan Glasenberg. (Bild: Keystone )
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Nach dem Machtwechsel in Libyen ist nun auch der weltgrösste Rohstoffhändler Glencore (GLEN 3.97 -2.82%) mit dem Übergangsrat im Geschäft. Der Konzern sicherte sich einen ersten Vertrag zur Treibstofflieferung, wie heute zwei mit der Angelegenheit vertraute Branchenvertreter sagten. Bedingung sei die Aufhebung von Uno-Sanktionen gegen das Land.
Der Beginn der Auslieferungen blieb zunächst unklar. Glencore lehnte eine Stellungnahme ab. Der Vertrag ist ein weiteres Anzeichen dafür, dass der wie Glencore in der Schweiz ansässige Ölhändler Vitol seine Position als führender Lieferant der libyschen Rebellen allmählich verliert. Der Übergangsrat will die dringend notwendige Treibstoff-Versorgung auf eine breitere Basis stellen.
Russen und Franzosen im Geschäft
So schickten der russische Gunvor-Konzern und die französische Total in der vergangenen Woche ihre ersten Tankschiffe nach Libyen seit dem Ausbruch der Auseinandersetzungen zwischen den Aufständischen und dem langjährigen Machthaber Muammar al-Ghadhafi im Februar.
Der Übergangsrat braucht dringend Treibstoff, um die Infrastruktur und damit die Ordnung in Libyen wiederherzustellen. Selbst in Friedenszeiten musste das Öl produzierende Land Benzin importieren, weil es zuhause nicht über genügend Raffinerien verfügt. Der Übergangsrat will den Treibstoff aus beschlagnahmten Vermögen Gaddafis finanzieren. Vergangene Woche waren ihm 15 Milliarden Dollar an eingefrorenen Geldern zugesprochen worden.
(ami/sda)
Erstellt: 05.09.2011, 14:10 Uhr
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15 Kommentare
Die Jungs von Glencore sind schon genial, wie sie es schaffen praktisch überall ihre Deals zu machen. Sie waren es ja auch, die es fertig gebracht haben, iranisches Öl an Israel zu liefern, schon zu Zeiten tiefster Feindschaft. Vor so viel Geschäftstalent muss man Respekt haben. Antworten
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