Gericht: CS-Manager förderte Steuerhinterziehung

2011 zahlte die CS in Deutschland eine Busse über 149 Millionen Euro in einem Fall von Steuerhinterziehung. Die Strafe soll deshalb so hoch ausgefallen sein, weil ein Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung darin verstrickt war.

Aktive Beihilfe zur Steuerhinterziehung: Credit-Suisse-Sitz in Frankfurt. (Archivbild)

Aktive Beihilfe zur Steuerhinterziehung: Credit-Suisse-Sitz in Frankfurt. (Archivbild) Bild: Keystone

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Die Schweizer Grossbank Credit Suisse (CSGN 25.58 2.44%) Group AG hat im Zusammenhang mit Steuerhinterziehung deutscher Kunden eine Geldbusse in Höhe von 149 Millionen Euro gezahlt. Bank-Sprecher Marc Dosch bestätigte der Zeitung «Bild am Sonntag» (Artikel online nicht verfügbar) die Zahlung bereits Ende vergangenen Jahres. Grundlage sei eine aussergerichtlichen Einigung mit der Staatsanwaltschaft Düsseldorf gewesen.

Ungeachtet der aussergerichtlichen Verständigung hat das Düsseldorfer Landgericht in einem jetzt veröffentlichten Beschluss (Az. 10 KLs 14/11) aktenkundig gemacht, wie leicht die Bank den deutschen Kunden die Steuerhinterziehung gemacht hat, schreibt das Blatt. Laut dem Beschluss sei die Strafe auch deshalb so hoch ausgefallen, weil nach Überzeugung des Gerichts in den Fall ein Mitglied der erweiterten Bank-Geschäftsleitung verstrickt war. Der Manager habe «wissentlich die Steuerhinterziehung der deutschen Kunden gefördert, anstatt sie zu unterbinden».

(mrs/dapd)

(Erstellt: 02.12.2012, 07:37 Uhr)

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