Genfer Airline bestellt die gleichen Jets wie die Swiss
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Die CSeries von Bombardier
Die neue Flugzeugfamilie von Bombardier ist seit mehr als fünf Jahren in Entwicklung und umfasst die beiden Varianten CS100 und CS300 mit 110 beziehungsweise 130 Sitzen in der einklassigen Ausführung mit fünf Sitzen pro Reihe. Neben einer leichten Konstruktion, die den Treibstoffverbrauch gering hält, soll eine grosszügige Kabine einen hohen Komfort bringen – ein Argument für Airlines, die sich von Billigfliegern absetzen wollen. Die Lufthansa hatte bereits im März 2009 30 Flugzeuge des Typs CS100 für den Einsatz bei der Swiss bestellt.
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Mit der CSeries will der Hersteller Bombardier den beiden Marktführern Boeing und Airbus im Segment der Flugzeuge mit etwa 100 Sitzen in Zukunft Konkurrenz machen. Bereits im Frühling 2009 hatte die Lufthansa für ihre Tochter Swiss 30 Jets des Typs CS100 bestellt. Wie die Nachrichtenagentur Reuters und weitere Medien berichten, hat nun auch PrivatAir fünf Maschinen dieses Typs bestellt. Der Auftragswert beläuft sich laut Bombardier auf 309 Millionen Dollar. Falls die optionale Bestellung zusätzlich durchgeführt würde, seien es 636 Millionen Dollar. Als geplantes Lieferdatum nannte die Pressestelle von PrivatAir den Juni 2014.
CEO: Kein Einsatz für die Swiss vorgesehen
PrivatAir ist als Chartergesellschaft mit Sitz in Genf tätig und führt auch Aufträge für grössere Airlines wie Lufthansa, Swiss oder Gulf Air durch. Derzeit umfasst ihre Flotte neun Boeing-Maschinen aus der 737-Familie. Die neuen CSeries-Jets, so wurde CEO Greg Thomas in der Presse zitiert, «sind für unsere Pläne, die Routen zu erweitern, sehr geeignet».
Auf Anfrage von DerBund.ch/Newsnet wurden konkretere Informationen zu den Ausbauplänen nicht mitgeteilt. Ob in den kommenden Jahren einzelne Flugzeuge aus der Boeing-Flotte entfernt werden, ist laut der Airline noch offen. Die Zahl der Passagierjets der PrivatAir-Flotte sei zudem «noch unsicher», wie CEO Thomas mitteilte. Ein Einsatz für den Kunden Swiss ist laut seinen Angaben aber nicht geplant.
Treibstoffkosten als wichtiges Argument
Ein wichtiges Argument für die Bestellung der CSeries, die laut Bombardier nun 11 Kunden hat, ist laut Thomas aber die Effizienz. Das Potenzial, Treibstoffkosten einzusparen, wird von Fachleuten bislang positiv eingeschätzt – einerseits wegen der Pure-Power-Triebwerke von Pratt & Whitney, die Bombardier einbauen wird und andererseits wegen der leichten Bauweise der Modelle CS100 und CS300 mit Kohlefasern und Aluminiumlegierung, die eigens für das Marktsegment von 100 bis 150 Sitzplätzen konstruiert werden sollen. (raa)
Erstellt: 20.01.2012, 14:56 Uhr
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