Wirtschaft

General Motors steigt bei PSA Peugeot ein

Aktualisiert am 01.03.2012

Der amerikanische Autobauer beteiligt sich mit sieben Prozent an Peugeot Citroën. Die Franzosen werden dazu eine Kapitalerhöhung um eine Milliarde Euro einleiten.

General Motors


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Verbrüdern sich: Peugeot- und GM-Signete. (Bild: Keystone )

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Die Autokonzerne General Motors (GM 25.172 -1.48%) und PSA Peugeot Citroën haben eine Allianz zur Entwicklung von Fahrzeugplattformen und von Synergien beim Einkauf angekündigt. Der weltgrösste Autohersteller GM will im Zuge der Zusammenarbeit sieben Prozent Anteile an dem französischen Autobauer erwerben. Peugeot wird damit eine Milliarde Dollar frisches Kapital einnehmen.

Beide Unternehmen streben durch die Zusammenarbeit Synergieeffekte an, die ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem europäischen Markt stärken soll. Der europäische Zweig von GM machte im vergangenen Jahr einen Verlust von 523 Millionen Euro. Gemeinsam können beide Konzerne gegenüber Zulieferern mit einem Einkaufsvolumen von 125 Milliarden Dollar (93 Milliarden Euro) auftreten. Geplant ist auch die gemeinsame Nutzung von Fahrzeugarchitekturen, Komponenten und Modulen.

In der gemeinsamen Mitteilung der beiden Unternehmen hiess es, beide Hersteller würden weiterhin ihre eigenen Fahrzeuge verkaufen und dabei auch zueinander in Konkurrenz stehen.

Langfristig profitabel

«Diese Partnerschaft bietet beiden Unternehmen riesige Chancen», sagte GM-Vorstandsvorsitzende Dan Akerson. «Die Synergien aus der Allianz, gemeinsam mit unseren eigenen Plänen, versetzen GM in die Position, in Europa auch langfristig profitabel zu sein.»

Philippe Varin, Vorstandsvorsitzender von PSA, sagte, in der Partnerschaft stecke viel Potenzial. «Mit der starken Unterstützung unserer historischen Anteilseigner und der Ankunft eines neuen, berühmten Mitbesitzers, ist die gesamte Gruppe mobilisiert, um vollen Nutzen aus dieser Einigung zu ziehen», sagte er.

Arbeitnehmervertreter sehen Chancen und Risiken

Das europäische Arbeitnehmerforum von General Motors und seiner Tochtermarken Opel und Vauxhall sieht in der vereinbarten Kooperation Chancen und Risiken. Vor allem langfristig sehen die Arbeitnehmervertreter Vorteile beim Einkauf und Chancen für Opel und Vauxhall bei der Entwicklung von Motoren und Fahrzeugarchitekturen.

Besorgt äusserten sie sich allerdings darüber, wie die Kooperation in bereits bestehende Verträge eingepasst werde. Der Vorsitzende des Arbeitnehmervertretergremiums, Wolfgang Schäfer-Klug, forderte Mitbestimmung. Die Verteilung der Chancen und Risiken müsse ausser im Aufsichtsrat auch in den Mitbestimmungsgremien diskutiert werden, teilte er mit. Durch die Allianz dürften «keine Nachteile für die Beschäftigten insbesondere in den europäischen Entwicklungs- und Produktionsstandorten entstehen und die Identität der Marken Opel und Vauxhall erhalten» bleiben. (kpn/AFP)

Erstellt: 29.02.2012, 19:54 Uhr

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