«Gelbe Obligation» soll Postfinance Milliarden bringen
Aktualisiert am 25.12.2011 30 Kommentare
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Die Beschaffung von rund vier Milliarden Franken neuem Eigenkapital für die Postfinance könnte teilweise auch über die Herausgabe einer so genannten «gelben Obligation» geschehen. Dies schlägt Post-Verwaltungsratspräsident Peter Hasler in einem Interview mit dem «SonntagsBlick» vor.
Die «gelbe Obligation» könnte laut Hasler Privaten, Pensionskassen, Unternehmungen und Stiftungen angeboten werden. Die Post strebe aber nicht an, dass sich Hedgefonds oder Private-Equity-Firmen an der Schweizerischen Post beteiligen. Demgegenüber findet es Hasler «sympathisch», wenn sich Einwohner der Schweiz an «ihrer Post» beteiligten könnten.
Seriöser Wert
Das Modell der «gelben Obligation» sei allerdings noch nicht spruchreif. Hasler glaubt aber, dass eine solche einen sehr hohen Anklang finden würde. Die Schweizerische Post sei einer der seriösesten Werte, die zu haben seien. So gesehen müsste die Post auch keine hohen Zinsen bezahlen.
Die Finanzdienstleistungstochter Postfinance benötigt mehr Eigenkapital, weil sie ab 2013 der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) untersteht und eine Bankbewilligung braucht. Über die Höhe der Mittel werde die Finma entscheiden. Beim Eigenkapitalaufbau werde die Post auch die Aufwertung der vorhandenen Immobilien ins Auge fassen, so Hasler.
Risikoarme Expansion
Hasler verteidigte im Interview auch das Zusammengehen der Post mit der französischen La Poste beim Ausbau des internationalen Briefpostgeschäfts. Dies habe mit den Milliarden-Ausbauplänen seines Vorgängers Claude Béglé nichts zu tun. Es würden keine Investitionen in Infrastrukturen getätigt. «Wir expandieren nur risikoarm», sagte Hasler.
Die Sanierung des heute noch defizitären Poststellennetzes soll bis 2020 abgeschlossen sein, erklärte Hasler weiter. Bis zu diesem Zeitpunkt soll das Netz auch schwarze Zahlen schreiben. Alles andere sei unverantwortlich. Das Schlimmste wäre, defizitäre Staatsfirmen durch Steuerzahler finanzieren zu lassen. (ami/sda)
Erstellt: 25.12.2011, 18:06 Uhr
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30 Kommentare
Was geschieht eigentlich mit dem Service Public, wird hier einfach alles ausser Kraft gesetzt. Sind die wahren Werte des Service Public so verkommen und werden einfach aus der Welt geschafft. Dies zeigt eine klare Balkanisierung seitens der Bundesverwaltungen auf. Antworten
Bravo, da holt man sich Milionen beim Kunden, und setzt sie dann verlustbringend im Ausland ab. Es ist müssig Beispiele aufzuzählen. Wurde nicht schon genug spekuliert? Eine Banklizenz für die Postfinance wurde abgelehnt, von der Politik vermutlich vorausahnend und wie man sieht auch gerechtfertigt. Antworten
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