Wirtschaft

Gegen Persilscheine für die ehemaligen UBS-Chefs

Aktualisiert am 16.12.2009 6 Kommentare

Kleinaktionärs-Vertreter Hans-Jacob Heitz droht mit Klagen gegen frühere UBS-Manager – und nennt das Verhalten der Schweizer Behörden «rein opportunistisch».

Schon bei der Swissair-Aufarbeitung im Rampenlicht: Jacob Heitz.

Schon bei der Swissair-Aufarbeitung im Rampenlicht: Jacob Heitz.
Bild: Keystone

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Den Entscheid der Zürcher Justiz und des UBS-Verwaltungsrats vom Dienstag, Verantwortliche der Grossbank aus der «Ära Ospel» vorerst straf- und zivilrechtlich nicht zu verfolgen, kritisiert der Männerdorfer Jurist scharf. «Man gewinnt ganz den Eindruck, dass bei den Strafuntersuchungsbehörden Berührungsängste gegenüber grossen Publikumsgesellschaften bestehen», schrieb Heitz am Mittwoch in einer Mitteilung. Der Entscheid der Behörden sei «nicht nachvollziehbar» und «rein opportunistisch».

Er denke daher über die Gründung einer Schutzvereinigung für Aktionäre und Kunden der UBS (UBSN 11.15 -0.89%) nach, so Heitz weiter. Diese wären im Gegensatz zu einer politischen Partei klar zu einer Strafanzeige legitimiert. Im August hatte die SP eine Klage gegen die alte UBS- Führung eingereicht.

Im Visier der Justiz standen die früheren UBS-Spitzenleute wegen den Milliardenverlusten und dem Steuerdebakel der Grossbank in den USA. Nach der Zürcher Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte hatte am Dienstag auch der UBS-Verwaltungsrat bekannt gegeben, auf rechtliche Schritte gegen die ehemaligen Manager zu verzichten. (raa/sda)

Erstellt: 16.12.2009, 11:58 Uhr

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6 Kommentare

albert ulrich

16.12.2009, 11:55 Uhr
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Es ist schon angebracht, dass auch Direktionsmitglieder von grossen Unternehmen bei Missmanagement zur Rechenschaft gezogen werden. Unser Rechtsstaat liegt eh schon im Argen. Geld regiert die Welt. Dies ist im Bereich von Versicherungen gängiger Alltag. Nun soll bei den Banken das selbe Untrecht gelten. Ich wünsche Herrn Heitz viel Mut, Geduld und Kraft. Antworten


Otto Kunz-Torres

16.12.2009, 12:27 Uhr
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Jeder Ladendieb riskiert in Handschellen abgeführt zu werden. Verantwortliche für Milliardenverluste riskieren gar nichts! Sie haben während Jahren millionenschwere Managersaläre und Bonis kassiert. Die Zeche für ihre Fehler zahlen die Angestellten, die privaten und institutionellen Anleger und der Staat. Kein Wunder werden da Zweifel über unser Rechtssystem laut. Antworten



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