Freude für Airbus, Sorge für Boeing
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Die US-Fluggesellschaft United Airlines hat am Dienstag mit 50 neuen Flugzeugen bei Airbus und Boeing (BA 74.8 -0.20%) eine der grössten Bestellungen seit Beginn der Rezession in Auftrag gegeben. Die UAL-Tochter United bestellte für rund zehn Milliarden Dollar jeweils 25 Boeing Dreamliner 787 und den Konkurrenzflieger Airbus A350XWB. Die neuen Flugzeuge sollen von 2016 bis 2019 ältere Boeing-Langstreckenmodelle ersetzen.
Die beiden Neuentwicklungen bestehen aus leichteren Materialien und sind daher sparsamer. United will damit die Spritkosten und den Abgasausstoss um ein Drittel senken. Nach Listenpreis kosten die Flugzeuge insgesamt zehn Mrd. Dollar. Rund vier Milliarden Dollar entfallen auf Boeing, sechs Milliarden Dollar auf Airbus. Überlicherweise werden bei grossen Geschäften aber deutliche Rabatte ausgehandelt.
Airbus gewährte Rabatt
Airbus-Verkaufschef John Leahy räumte ein, United einen Preisnachlass gewährt zu haben. Eine Grössenordnung nannte er jedoch nicht. Leahy wertete die United-Bestellung als den lang erwarteten Anstoss für die Erneuerung älterer Flugzeuge.
Viele Fluggesellschaften hatten sich wegen der Finanzkrise mit Neubestellungen zurückgehalten oder Auslieferungen nach hinten verschoben. Für Boeing bedeutet der Auftrag auch Rückendeckung für die 787, mit deren Entwicklung der US-Konzern seit geraumer Zeit kämpft.
Ryanair droht mit dem Rückzug einer Bestellung
Ein Rückschlag droht dagegen Boeing aus Irland. Der Chef des Billigfliegers Ryanair drohte damit, einen Auftrag über 200 Flugzeuge platzen zu lassen, sollte Boeing im Streit über Lieferbedingungen nicht bis kommende Woche einlenken. «Wir sind uns mit Boeing beim Preis weitgehend einig geworden, aber ein Abschluss ist unwahrscheinlich, weil der Konzern jetzt die Lieferbedingen ändern will», sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary. (oku/sda/)
Erstellt: 08.12.2009, 18:03 Uhr
Wirtschaft
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