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Facebook-Aktie fällt unter 29 Dollar – Anleger wetten auf Sinkflug
Aktualisiert am 30.05.2012 44 Kommentare
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Die Facebook-Aktie fällt und fällt. (Video: Reuters )
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Elf Tage nachdem Facebook (FB 26.25 0.46%) an die Börse gegangen ist, ist die Aktie des sozialen Netzwerks zum ersten Mal unter 29 US-Dollar gerutscht. Das Papier verlor gegen den Markttrend 9,6 Prozent auf 28.84 Dollar. Die Anleger der ersten Stunde hatten 38 Dollar je Anteilsschein gezahlt. Ihr Verlust liegt damit bei 24 Prozent. Der niedrigste Wert, den die Facebook-Aktie am Dienstag erreichte, lag bei 28.65 Dollar.
Nicht einmal ein Bericht der «New York Times» über ein anstehendes Facebook-Smartphone konnten der Aktie Auftrieb geben. Das Gerät könnte demnach im kommenden Jahr herauskommen.
365'000 Facebook-Optionen gehandelt
Nach der grossen anfänglichen Aufregung über den Börsengang von Facebook ist der momentane Abwärtstrend der Aktie überraschend. «Das ist ziemlich verblüffend», sagt der erfahrene New Yorker Aktienhändler Keith Bliss gegenüber dem «Wall Street Journal». «Ich kann mich an einen solchen drastischen Umschwung der Stimmungslage in 15 Jahren nicht erinnern.»
Am Dienstag wurde das Papier erstmals auf dem Optionsmarkt gehandelt. Solche Termingeschäfte ermöglichen Investoren, mit weniger Kapitaleinsatz und damit einem geringeren Verlustrisiko auf den künftigen Kurs der Facebook-Aktien zu setzen. Das Interesse war denn auch enorm. Laut dem WSJ verzeichneten die Facebook-Optionsscheine den zweitgrössten Handelsumsatz hinter Apple. Bis gestern Abend wurden 365'000 Facebook-Optionen gehandelt.
Bereits kurz nach Handelsbeginn machte sich eine eher pessimistische Einstellung der Investoren bemerkbar. Einige Anleger setzten auf den Kursanstieg auf 65 Dollar bis Januar 2014. Der Grossteil glaubt jedoch, dass die gehandelten Optionsscheine bis Mitte Juli auf einen Preis von 25 Dollar je Aktie fallen.
Der Zorn der Anleger
Facebook war am Freitag vorletzter Woche an die Börse gegangen. Es sollte ein Triumph werden; es wurde ein Desaster mit technischen Pannen zum Handelsstart und anhaltenden Kursverlusten. Der grösste Internet-Börsengang aller Zeiten beschäftigt inzwischen auch die Gerichte, die Finanzaufsicht und die Politik. Anleger werfen Facebook und den beteiligten Banken vor, ihnen wichtige Informationen vorenthalten zu haben. Das Geschäft wachse langsamer als gedacht.
Der Zorn der Anleger ist auch deshalb so gross, weil das Unternehmen und dessen Alteigentümer beim Börsengang rund 16 Milliarden Dollar eingenommen hatten. Auch Gründer Mark Zuckerberg versilberte einen Teil seiner Aktien und nahm dabei gut 1,1 Milliarden Dollar ein.
Angereichert mit Material der Nachrichtenagentur SDA. (wid)
Erstellt: 30.05.2012, 10:03 Uhr
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