Wirtschaft

Die kleinste Bank der Schweiz gibt auf

Aktualisiert am 02.11.2012 5 Kommentare

Die Sparkasse Trogen wurde vor fast 200 Jahren «zum Wohle der Armen» gegründet. Nun muss der einzige Bankschalter schliessen.

Die notwendigen Investitionen sind zu teuer: Peter Baer, Verwaltungsratspräsident der Sparkasse Trogen.

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Die kleinste Bank der Schweiz, die 1821 gegründete Sparkasse Trogen AR, gibt ihre Geschäftstätigkeit Ende Jahr auf. Das Kundengeschäft wird von der Regionalbank Acrevis in St. Gallen übernommen. Der Verkaufserlös fliesst in eine gemeinnützige Stiftung. Die Sparkasse Trogen, mit 900 Kunden und einer Bilanzsumme von 18 Millionen Franken, verfügte bisher über einen Bankschalter in der Poststelle Trogen. Nun hat die Post der Bank den Schalter gekündigt.

Damit fehle der Sparkasse das Potenzial für einen Alleingang, wie die beiden Banken mitteilen. Die notwendigen Investitionen in eigene Bankräumlichkeiten, verbunden mit einer Erneuerung der Informatik, aber auch bankenrechtliche Auflagen führten zum Entscheid aufzugeben.

«Zum Wohle der Armen» gegründet

Mit dem Liquidations- und Verkaufserlös gründet die Sparkasse eine Stiftung zur Unterstützung gemeinnütziger Tätigkeiten in Trogen. Wie viel die Acrevis Bank für die Übernahme zahlt, bleibt geheim, wie Peter Baer, Präsident der Sparkasse Trogen, auf Anfrage sagte.

Die Sparkasse Trogen war 1821 von Landammann Johann Jacob Zellweger «zum Wohle der Armen» gegründet worden. Dieser ideellen Ausrichtung wollen die Genossenschafter mit der Errichtung der Stiftung treu bleiben. (bru/sda)

Erstellt: 02.11.2012, 10:32 Uhr

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5 Kommentare

beat merkli

02.11.2012, 16:39 Uhr
Melden 46 Empfehlung 4

Eine absolute Frechheit der Post,die ja ein Bundesbetrieb ist,dieser Bank zu kündigen.Aber warscheinlich wollen sie den freien Schalter jetzt mit Ihrem Ramsch wie Notebooks,Smartphones oder Flat-TV`s auffüllen obwohl die Postangestellten null technischen background für solche Produkte hat. Antworten


Michael Kaufmann

02.11.2012, 19:46 Uhr
Melden 18 Empfehlung 0

Irgendwie sympatische Leute, und schade dass sie aufhören müssen. Deren Bankmanager hätten sicher nicht Angst vor der Abzockerinitiative haben müssen. Antworten



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