Die am meisten überbezahlten Manager
Aktualisiert am 13.12.2011 100 Kommentare
Replik von OC Oerlikon
OC Oerlikon zeigt sich nicht einverstanden mit dem Inhalt der Studie. Das Unternehmen hat dazu folgende Replik verfasst:
«Bestandteil Ihres Artikels ‹Die am meisten überbezahlten Manager› war eine Tabelle, in der das Unternehmen OC Oerlikon mit den CEOs seit 2008, Uwe Krüger, Hans Ziegler und Michael Buscher, aufgeführt war und der Gesamtlohn auf CHF 9,9 Millionen beziffert wurde.
Diese Auflistung ist nicht korrekt. Laut Geschäftsberichten setzt sich der CEO Gesamtlohn von CHF 9,9 Millionen wie folgt zusammen: Uwe Krüger, CHF 8,6 Millionen; Hans Ziegler, CHF 1,3 Millionen Michael Buscher, der seit Mai 2010 das Unternehmen leitet, wurde irrtümlicherweise in der Auflistung erwähnt. Nach uns vorliegenden Informationen liegt sein Salär eher unter marktüblichen Konditionen.»
Umfrage
Laut einer statistischen Analyse besteht bei Managerlöhnen in den grössten Schweizer Firmen kein Zusammenhang zwischen Leistung und Entschädigung. Sind sie damit einverstanden?
Ja, Manager übernehmen viel Verantwortung.
Nein, alles hat seine Grenzen.
Ich masse mir nicht an, das zu beurteilen.
3098 Stimmen
Erläuterungen zur Tabelle
Leistung: Die Prozentzahl zeigt den Anteil an Mitbewerbern, den die Firma von 2008 bis 2010 beim operativen Gewinn und er Aktienentwicklung übertroffen hat.
Verdienter Lohn: Ergibt sich aus dem Vergleich der Position der Firma im Performance-Ranking mit den anderen Schweizer Firmen derselben Grössenordnung.
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Die CS leistet sich den teuersten Manager der Schweiz. Brady Dougan kassierte in den Jahren 2008 bis 2010 gut 95 Millionen Franken. Wäre seine Leistung nach den Standards der anderen Schweizer Multis entlöhnt worden, hätte er nur 53 Millionen verdienen dürfen. Gemäss den Berechnungen der «SonntagsZeitung» auf Basis des Performance-Rankings der Zürcher Finanz-Research-Firma Obermatt ist Dougan für die Zeit von 2008 bis 2010 damit der am meisten überbezahlte Unternehmenschef der Schweiz.
Obermatt misst die Leistung von Unternehmen mit dem operativen Gewinn und der Aktienkursentwicklung. Die Forscher vergleichen die Zahlen der einzelnen Firmen mit ihren jeweiligen Konkurrenten. So können sie Markt- und Konjunkturschwankungen neutralisieren, die das Management der Firmen nicht beeinflussen kann.
Für Brady Dougans CS fällt dieser Vergleich positiv aus. «Seine» Bank hat besser abgeschnitten als 86 Prozent der Konkurrenten. Weil sein Lohn aber noch viel weiter über dem Durchschnitt der Mitbewerber liegt als die Leistung der CS, erhält er trotzdem den Ttitel des am meisten überbezahlten Managers.
Bindung wichtiger als Leistung
Bei andern klafft die Lücke zwischen Leistung und Lohn noch weiter auseinander als bei der CS. Spitzenreiterin ist Swiss Re. Jacques Aigrain und Nachfolger Stefan Lippe verdienten dort gemäss der Obermatt-Rechnung zwölf mal mehr als sie bei vergleichbaren Schweizer Unternehmen verdient hätten. Auch bei Novartis und Roche klaffen Lohn und Leistung weit auseinander. Bei OC Oerlikon schafften es gleich drei Manager in die unrühmliche Liste (Klarstellung des Unternehmens: Siehe Box).
Das beste Verhältnis zwischen Bezahlung und Performance weisen die Chefs des Basler Agrochemiekonzerns Syngenta, des Luzerner Liftherstellers Schindler und der Zuger Finanzboutique Partners Group aus.
Statistische Analysen der Obermatt-Daten zeigen, dass bei den 85 grössten börsenkotierten Firmen der Schweiz im Zeitraum 2008 bis 2010 kein Zusammenhang zwischen Leistung und Entschädigung besteht. Für Obermatt-Chef Stern steht dahinter System: «Die Bindung des CEO an das Unternehmen ist bei der Entschädigungspolitik wichtiger als die Leistung.» (rub)
Erstellt: 13.12.2011, 14:56 Uhr
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100 Kommentare
Den Banken und der Exportwirtschaft fehlen Milliarden, trotz Tiefststeuern und staatlichen Subventionen. Die Milliarden, die die Teppichetage in Form von Boni und Löhnen und Dividenden aus den Firmen gesogen hat.
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Gäbig, gibts das steuerzahlende Volk und die Arbeitnehmer, die für diese Misswirtschaft geradestehen müssen.
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