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Diskussion
«Die Schweiz steckt zu sehr in der Defensive»
Lieber spät als nie: Die Schweizer Börsenbetreiberin SIX Group unternimmt einen neuen Versuch, die Akteure des Schweizer Finanzplatzes in den aktuellen Steuerkonflikten zu einen. Mehr...
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18 Kommentare
Hätte die Schweizer (Aussen)politik, historisch rückblickend, jemals so wenig Selbstbestimmungskraft und -bewusstsein gezeigt, wie sie dies heute tut, dann wäre unser Land schon seit Jahrhunderten eine Teilprovinz eines anderen europäischen Staates! Eine Diskussion über unsere bislang so hochgehaltene Souveränität wäre damit auch hinfällig. Wirklich kein Ruhmesblatt für die Geschichtsschreibung! Antworten
Wir haben den Alleingang gewählt, somit können wir auch nicht viel Solidarität erwarten. Wir könnten aber 'selektiv' US und GB Recht, wie z.B. Trusts übernehmen, so wären wir von D nicht angreifbar, da sie dann von GB und US das Gleiche einfordern müssen.. Ich frage mich aber immer, warum sich gewisse europäische Länder nicht mehr Gedanken machen, Schwarzgeld im eigenen Land zu bekämpfen. Jetzt wird's wohl nach Asien gehen und zukünftig eher dort investiert, aber sowas werden gewisse Politiker nie verstehen. Antworten
Wir haben einen finanzplatz mit unähligen arbeitsplätzen zu verteidigen. Ich sehe niemanden der dies tut. EWS und FINMA tun genau das gegenteil. Vom einknicken ist noch niemand reich geworden, wenn dann das geschäft ins ausland abgewandert ist (die haben nämlich auch eigene interessen) dann bezahlen dann beamte für unseren reichtum!? Antworten
1. Saemtliche Laender sollen gleich behandelt werden und ausnahmslos (keine Ausnahmen)
2. Unsere Rechtsstaatlichkeit darf nie in Frage gestellt werden
3. Wir muessen bereit sein, etwelche negative kurzfristige Auswirkungen zu verkraften
4. Klare und einfache Richtlinien moegen uns zwar kurzfristig Probleme bereiten, jedoch langfristig Vorteile, da wir dadurch berechenbar sind.
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.. und wenn wir schon durch reine Macht zu etwas gezwungen werden, dann soll das offensichtlich sein und nicht dank vorauseilendem Gehorsam aussehen wie ein Vertrag. - Unsere Politiker sollten endlich begreifen, dass die Konsenspolitik, die im Landesinneren funktioniert, eben nicht geht mit anderen Staaten. Da geht nur Interessenpolitik, und da muss man mit interessierten Verbündeten arbeiten.
Es soll sich nun bitte niemand beklagen wenn die ganze CH Politik den Bach runter geht. Ihr habt ja diese superfähige Regierung gewollt. Ob bei der Zuwanderung, bei den Angriffen gegenüber Bankenplatz ect. Die CH haben irgendwie nicht begriffen, dass die heutigen Ankläger und Angreiffer selbst mehr Dreck vor der eigenen Haustüre haben. Beispiel Steueroasen USA und GB. Man will hier Joghurtpolitik! Antworten
Die Banken haben zu lange bestimmt, wo's lang geht. Es wird Zeit, dass die Politik und damit der Staat wieder das Sagen hat. Es ist offensichtlich, dass man in Bankenkreisen immer noch nicht begriffen hat, dass man sich ab jetzt an staatliche Vorgaben zu halten hat. Ginge es nach mir, müssten viel schneller viel griffigere Regulierungen her. Antworten
@Müller: Was heisst hier richtig? Die Regulierungen müssen moralisch vertretbar sein und nationalem und internationalem Recht entsprechen. Reine Interessenbefriedigung einzelner Marktteilnehmer ist hier nicht gefragt.
Und woher wissen Sie, dass Ihre Regulierungen richtig sind, heute und morgen?
Die eher schlechte Entwicklung der Schweizer Börse in den letzten Jahren, ist nicht zuletzt auf den Abzug von ausländischen Gelder zurückzuführen! Welcher ausländische Investor will noch Schweizer Aktien kaufen - wenn er nie weiss, ob ihn die linken Politiker + der Bundesrat anschliessend an ausl. Steuereintreiber verraten? Der Bundesrat ruiniert mit seiner Politik nur die Guthaben des BVG! Antworten
Nein, wir meinen, dass die Schweizer Unternehmen, welche für internationale Investoren attraktiv sind, bereits an den Börsen von NYLon kotiert sind - die SIX wird wegen der Weissgeldstrategie zur Regionalbörse, da NYLon bald das Duopol über Steuervermeidungsvehikel ausüben können. Die Schweizer/innen werden für ihre Naivität den gerechten Lohn (= europ. Zinsnievau) erhalten. NYLon = N.Y. + London
Sie sind der Meinung, dass Schweizer Unternehmen und Schweizer Aktien nur als Steuerhinterziehungsvehikel attraktiv sind? ich denke, es gibt durchaus eine Realwirtschaft in der Schweiz, die Kompetitiv ist ohne kriminelle Machenschaften. Und es ist eine Beleidigung gegenüber den98%, welche ausserhalb der Schmarotzer'struktur' ihrem Erwerb nachgehen.
welcher Investor hat noch einen Grund, überhaupt eine Aktie (in- oder ausländisch) an der SIX zu erwerben, wenn seine Gelder zukünftig in London oder in den USA verwaltet werden? Urs Rüegsegger will einem Pferd die Sporen geben, welches bereits auf dem Weg in den Schlachthof ist.
Eine noch sehr nette Umschreibung der skandalösen Zustände im Finanzdepartement. Die Unfähigkeit der Bündnerin müsste eigentlich unerträglich sein. Als grösste Ankündigungssirene von Europa, wurstelt sie vor sich hin, und meint tätsächlich im Alleingang gegen alle, Lösungen erarbeiten zu können. Einen SNB Präsident haben wir aber immer noch nicht. Die Frau ist eine Landesgefahr. Wie lange noch? Antworten
Was unternehmen wir, wenn die deutsche Länderkammer die Abgeltungssteuer abschmettert?
Dann begraben wir die CH Salamitaktik und führen den automatischen Informationsaustausch ein. Die CH Steuerzahler mit Lohnausweis praktizieren das schon lange.
Antworten
Erschwerend zur Harmoniesucht kommt eine unzureichende Streitkultur. Auf der politischen Bühne fehlen Akteure, die mal reingrätschen und USA/ UK klarmachen, dass sie die grössten Steueroasen sind! Die CH Politiker haben kein Rückgrat, kippen bei Widerstand um und machen lieber Zugeständnisse statt in den Konflikt zu gehen. Diese "Weicheier" sind ein gefundenes Fressen für Verhandlungspartner.
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