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«Die Schweiz steckt zu sehr in der Defensive»

Lieber spät als nie: Die Schweizer Börsenbetreiberin SIX Group unternimmt einen neuen Versuch, die Akteure des Schweizer Finanzplatzes in den aktuellen Steuerkonflikten zu einen. Mehr...


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18 Kommentare

Michael Höchli

16.04.2012, 08:04 Uhr
Melden 2 Empfehlung 1

Hätte die Schweizer (Aussen)politik, historisch rückblickend, jemals so wenig Selbstbestimmungskraft und -bewusstsein gezeigt, wie sie dies heute tut, dann wäre unser Land schon seit Jahrhunderten eine Teilprovinz eines anderen europäischen Staates! Eine Diskussion über unsere bislang so hochgehaltene Souveränität wäre damit auch hinfällig. Wirklich kein Ruhmesblatt für die Geschichtsschreibung! Antworten


Franz Kaufmann

15.04.2012, 21:26 Uhr
Melden 6 Empfehlung 0

Wir haben den Alleingang gewählt, somit können wir auch nicht viel Solidarität erwarten. Wir könnten aber 'selektiv' US und GB Recht, wie z.B. Trusts übernehmen, so wären wir von D nicht angreifbar, da sie dann von GB und US das Gleiche einfordern müssen.. Ich frage mich aber immer, warum sich gewisse europäische Länder nicht mehr Gedanken machen, Schwarzgeld im eigenen Land zu bekämpfen. Jetzt wird's wohl nach Asien gehen und zukünftig eher dort investiert, aber sowas werden gewisse Politiker nie verstehen. Antworten


Sandra Bissegger

15.04.2012, 19:41 Uhr
Melden 3 Empfehlung 0

Wir haben einen finanzplatz mit unähligen arbeitsplätzen zu verteidigen. Ich sehe niemanden der dies tut. EWS und FINMA tun genau das gegenteil. Vom einknicken ist noch niemand reich geworden, wenn dann das geschäft ins ausland abgewandert ist (die haben nämlich auch eigene interessen) dann bezahlen dann beamte für unseren reichtum!? Antworten


Linus Huber

15.04.2012, 17:05 Uhr
Melden 5 Empfehlung 0

1. Saemtliche Laender sollen gleich behandelt werden und ausnahmslos (keine Ausnahmen)
2. Unsere Rechtsstaatlichkeit darf nie in Frage gestellt werden
3. Wir muessen bereit sein, etwelche negative kurzfristige Auswirkungen zu verkraften
4. Klare und einfache Richtlinien moegen uns zwar kurzfristig Probleme bereiten, jedoch langfristig Vorteile, da wir dadurch berechenbar sind.
Antworten


Hannes Müller

15.04.2012, 18:14 Uhr
Melden 13 Empfehlung 0

.. und wenn wir schon durch reine Macht zu etwas gezwungen werden, dann soll das offensichtlich sein und nicht dank vorauseilendem Gehorsam aussehen wie ein Vertrag. - Unsere Politiker sollten endlich begreifen, dass die Konsenspolitik, die im Landesinneren funktioniert, eben nicht geht mit anderen Staaten. Da geht nur Interessenpolitik, und da muss man mit interessierten Verbündeten arbeiten.


Richard Kunz

15.04.2012, 16:26 Uhr
Melden 21 Empfehlung 0

Es soll sich nun bitte niemand beklagen wenn die ganze CH Politik den Bach runter geht. Ihr habt ja diese superfähige Regierung gewollt. Ob bei der Zuwanderung, bei den Angriffen gegenüber Bankenplatz ect. Die CH haben irgendwie nicht begriffen, dass die heutigen Ankläger und Angreiffer selbst mehr Dreck vor der eigenen Haustüre haben. Beispiel Steueroasen USA und GB. Man will hier Joghurtpolitik! Antworten


Kurt Aegeri

15.04.2012, 13:58 Uhr
Melden 5 Empfehlung 0

Die Banken haben zu lange bestimmt, wo's lang geht. Es wird Zeit, dass die Politik und damit der Staat wieder das Sagen hat. Es ist offensichtlich, dass man in Bankenkreisen immer noch nicht begriffen hat, dass man sich ab jetzt an staatliche Vorgaben zu halten hat. Ginge es nach mir, müssten viel schneller viel griffigere Regulierungen her. Antworten


Daniel Hauser

16.04.2012, 00:25 Uhr
Melden 3 Empfehlung 0

@Müller: Was heisst hier richtig? Die Regulierungen müssen moralisch vertretbar sein und nationalem und internationalem Recht entsprechen. Reine Interessenbefriedigung einzelner Marktteilnehmer ist hier nicht gefragt.


Hannes Müller

15.04.2012, 15:53 Uhr
Melden 11 Empfehlung 0

Und woher wissen Sie, dass Ihre Regulierungen richtig sind, heute und morgen?


Andreas Meier

15.04.2012, 13:20 Uhr
Melden 18 Empfehlung 0

Die eher schlechte Entwicklung der Schweizer Börse in den letzten Jahren, ist nicht zuletzt auf den Abzug von ausländischen Gelder zurückzuführen! Welcher ausländische Investor will noch Schweizer Aktien kaufen - wenn er nie weiss, ob ihn die linken Politiker + der Bundesrat anschliessend an ausl. Steuereintreiber verraten? Der Bundesrat ruiniert mit seiner Politik nur die Guthaben des BVG! Antworten


Ali Ferkous

15.04.2012, 18:51 Uhr
Melden 5 Empfehlung 0

Nein, wir meinen, dass die Schweizer Unternehmen, welche für internationale Investoren attraktiv sind, bereits an den Börsen von NYLon kotiert sind - die SIX wird wegen der Weissgeldstrategie zur Regionalbörse, da NYLon bald das Duopol über Steuervermeidungsvehikel ausüben können. Die Schweizer/innen werden für ihre Naivität den gerechten Lohn (= europ. Zinsnievau) erhalten. NYLon = N.Y. + London


urs berger

15.04.2012, 18:15 Uhr
Melden 5 Empfehlung 1

Sie sind der Meinung, dass Schweizer Unternehmen und Schweizer Aktien nur als Steuerhinterziehungsvehikel attraktiv sind? ich denke, es gibt durchaus eine Realwirtschaft in der Schweiz, die Kompetitiv ist ohne kriminelle Machenschaften. Und es ist eine Beleidigung gegenüber den98%, welche ausserhalb der Schmarotzer'struktur' ihrem Erwerb nachgehen.


Ali Ferkous

15.04.2012, 14:27 Uhr
Melden 15 Empfehlung 0

welcher Investor hat noch einen Grund, überhaupt eine Aktie (in- oder ausländisch) an der SIX zu erwerben, wenn seine Gelder zukünftig in London oder in den USA verwaltet werden? Urs Rüegsegger will einem Pferd die Sporen geben, welches bereits auf dem Weg in den Schlachthof ist.


Hans Käslin

15.04.2012, 11:40 Uhr
Melden 26 Empfehlung 1

Eine noch sehr nette Umschreibung der skandalösen Zustände im Finanzdepartement. Die Unfähigkeit der Bündnerin müsste eigentlich unerträglich sein. Als grösste Ankündigungssirene von Europa, wurstelt sie vor sich hin, und meint tätsächlich im Alleingang gegen alle, Lösungen erarbeiten zu können. Einen SNB Präsident haben wir aber immer noch nicht. Die Frau ist eine Landesgefahr. Wie lange noch? Antworten


Victor Heldner

15.04.2012, 11:39 Uhr
Melden 11 Empfehlung 0

Was unternehmen wir, wenn die deutsche Länderkammer die Abgeltungssteuer abschmettert?
Dann begraben wir die CH Salamitaktik und führen den automatischen Informationsaustausch ein. Die CH Steuerzahler mit Lohnausweis praktizieren das schon lange.
Antworten


Hannes Müller

15.04.2012, 12:46 Uhr
Melden 33 Empfehlung 1

Wenn Frau Widmer Schlumpf nicht mal mit den Chefs der Grossbanken gesprochen hat (siehe Interview Grübel), dann ist wohl eine Strategie überfällig. Antworten


Matthias Krauer

15.04.2012, 12:45 Uhr
Melden 38 Empfehlung 1

Die Unterwürfigkeit und Harmoniesucht von CH-Politiker und auftraglechzenden Wirtschaftsheinis und haben uns überall in die Defensive geführt. Es ist unglaublich Antworten


Reiner Heim

15.04.2012, 14:25 Uhr
Melden 27 Empfehlung 0

Erschwerend zur Harmoniesucht kommt eine unzureichende Streitkultur. Auf der politischen Bühne fehlen Akteure, die mal reingrätschen und USA/ UK klarmachen, dass sie die grössten Steueroasen sind! Die CH Politiker haben kein Rückgrat, kippen bei Widerstand um und machen lieber Zugeständnisse statt in den Konflikt zu gehen. Diese "Weicheier" sind ein gefundenes Fressen für Verhandlungspartner.



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