Wirtschaft

Die Post führt Strafgebühr ein

Aktualisiert am 05.12.2010 35 Kommentare

Mit einer neuen Massnahme möchte die Post Mehreinnahmen in Millionenhöhe generieren: Für Rücknahmen soll der Kunde künftig eine Strafgebühr zahlen. Diese fällt verhältnismässig hoch aus.

Wenn der Briefträger zweimal fahren muss, wirds teurer: Postangestellter bei der Arbeit.

Wenn der Briefträger zweimal fahren muss, wirds teurer: Postangestellter bei der Arbeit.
Bild: Keystone

Mit einem neuen Zuschlag will die Post Mehreinnahmen von 40 Millionen Franken hereinholen: Geschäftskunden sollen künftig ein Art Strafgebühr zahlen, wenn sie B-Post-Briefe mit nicht korrekten Adressen verschicken. Dies berichtet die Zeitung «Der Sonntag».

Für sogenannte Rücknahmen will die Post neu bis zu 81 Rappen berechnen – also fast so viel wie der Versand des Briefes (85 Rappen) kostet. Auch für die Entsorgung des Briefs verrechnet sie 10 Rappen. Das geht aus einem Schreiben hervor, das die Post am Montag Geschäftskunden geschickt hatte und der Zeitung «Der Sonntag» vorliegt.

Einführung im April 2011

Die Post schreibt weiter, dass die Kosten für die Rücknahmen rund 40 Millionen Franken pro Jahr betragen und in Zukunft von den Kunden übernommen werden müssen. Besonders stark betroffen sind Unternehmen und Organisationen, die eine grosse Zahl von Briefen verschicken wie etwa Händler, Verlage und Hilfsorganisationen.

Die Post will diese Strafgebühr nächsten April einführen. Der Bundesrat muss die Anpassung noch bewilligen. Heute kosten Retouren die Unternehmen nichts.

Erstellt: 05.12.2010, 19:01 Uhr

35

Kommentar schreiben







 Ausland





Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

35 Kommentare

Sam Brown

06.12.2010, 07:58 Uhr
Melden

Soetwas nennt sich Service Public. Diese Idee ist eine Frechheit gegenüber dem Volk. Solange die Post nicht fähig ist, Briefe korrekt zuzustellen (Bericht im K-Tipp) sollte sie sich zuerst um diese Probleme kümmern. Sollte diese Idee vom BR genehmigt werden, dann beginne ich auch Bussen bein der Post einzutreiben und zwar für nicht zugestellte, falsch zugestelte und zu spät zugestelte Sendungen Antworten


Franz Bütler

06.12.2010, 08:10 Uhr
Melden

Ich glaube, dass die Post die Zustellungsqualität massiv verbessern muss. Wir jedenfalls bekommen in unserer Firma bis zu 30 Briefe pro Monat retour, dies angeblich mit der Begründung, dass der Briefkasten nicht angeschrieben sein soll. In Wahrheit sind diese angeschrieben. Ich nehme an der Bundesrat beschliesst, wir in diesem Falle auch entschädigt werden für die Umtriebe - hat er daran gedacht?? Antworten



Wirtschaft

Populär auf Facebook Privatsphäre


DIE AGENDA

Informieren Sie sich über aktuelle Kulturveranstaltungen in der Stadt und Umgebung.

Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Online-Wettbewerb

Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!