Wirtschaft

Die Deutschen bauen die rentabelsten Autos

Aktualisiert am 11.04.2012 31 Kommentare

In Sachen Profitabilität sind die deutschen Autokonzerne spitze: Sie übertreffen ihre Konkurrenten aus den USA und Japan um ein Vielfaches. Auch beim Gewinn schwingen BMW, Daimler und VW obenaus.

Höchste Ebit-Marge der Branche: Ein BMW Gran Coupe an der International Auto Show in New York. (4. April 2012)

Höchste Ebit-Marge der Branche: Ein BMW Gran Coupe an der International Auto Show in New York. (4. April 2012)
Bild: Reuters

BMW mit neuem Monatsrekord

Neuer Absatzrekord für BMW: Der Münchner Konzern hat im März mehr Autos verkauft als je zuvor in einem Monat. Der Konzern lieferte weltweit 185'728 Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce aus, wie das Unternehmen heute in München mitteilte. Gegenüber dem Vorjahr sei dies eine Steigerung um zwölf Prozent.

BMW war damit auch erfolgreicher als die anderen deutschen Premiumhersteller: Audi lieferte im vergangenen Monat 143'500 Fahrzeuge aus, bei Mercedes-Benz waren es 142'278. (dapd)

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Die deutschen Autohersteller haben 2011 bei der Profitabilität deutlich Gas gegeben und die internationale Konkurrenz hinter sich gelassen. BMW (BMW 71.48 -2.55%) hat sich mit einer Steigerung der operativen Gewinnmarge (Ebit-Marge) von 8,5 auf 11,7 Prozent erstmals auf den ersten Platz vorgeschoben und Hyundai als profitabelsten Autobauer der Welt abgelöst, wie eine heute vorgestellte Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young besagt. Daimler (DAI 48.05 -3.31%) belegt mit 8,2 Prozent den dritten und Volkswagen mit 7,1 Prozent den fünften Platz.

Für die Studie analysierte die Beratungsgesellschaft die Geschäftsberichte der 17 grössten Automobilkonzerne aus dem Jahr 2011. Insgesamt kommen die deutschen Unternehmen auf eine durchschnittliche Ebit-Marge von 9,0 Prozent, ihre US-amerikanischen und japanischen Konkurrenten erreichen gerade mal 3,4 beziehungsweise 1,8 Prozent.

Deutsche und Koreaner geben den Takt vor

«Die deutschen Hersteller haben es geschafft, die Gewinne stärker zu steigern als den Umsatz», sagte Peter Fuss, Partner bei Ernst & Young. Das hätten ausser ihnen nur die koreanischen Hersteller geschafft. «Die deutschen und koreanischen Autokonzerne geben derzeit eindeutig den Takt vor und zeigen der Konkurrenz, was trotz schwieriger Rahmenbedingungen möglich ist», sagte Fuss.

Während die operativen Gewinne der Autokonzerne insgesamt um drei Prozent von 54,2 auf 57,2 Milliarden Euro stiegen, konnten die deutschen Hersteller ihre um 43 Prozent auf 28 Milliarden Euro anheben.

Japaner litten unter Fukushima

Volkswagen, Daimler und BMW konnten vor allem in den USA und China punkten. Die Verkaufszahlen in China gingen insgesamt um 20 Prozent in die Höhe, während die Wettbewerber aus den USA und Japan die Absatzzahlen nur um neun beziehungsweise acht Prozent steigern konnten. In den USA wurden 21 Prozent mehr Fahrzeuge «made in Germany» verkauft – die US-Konkurrenz legte um 15 Prozent zu, während die Absatzzahlen bei den japanischen Herstellern um zwei Prozent zurückgingen.

Die Japaner litten 2011 unter der Erdbeben- und Atom-Katastrophe und der Flut in Thailand. Fuss erwartet bei ihnen eine Erholung im laufenden Jahr. Die deutschen Hersteller würden beim Wachstum zwar einen Gang zurückschalten. Nach zwei hervorragenden Jahren seien sie derzeit aber in extrem guter Verfassung, sagte Fuss. (fko/dapd)

Erstellt: 11.04.2012, 11:50 Uhr

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31 Kommentare

Franz Guggenbühl

11.04.2012, 12:24 Uhr
Melden 40 Empfehlung 0

Leider bekommt man bei einem deutschen Auto für den Basispreis gerade mal das Steuerrad, vier Räder und einen schwächlichen Motor. Den Rest muss man hinzukaufen und das kostet ein halbes Vermögen, welches dann in den Taschen der deutschen Autobauer verschwindet. Da lobe ich mir eine gut ausgestattete Reisschüssel, vor allem wenn sie dann noch jahrelang ohne Probleme ihren Dienst tut. Antworten


Guido Baumann

11.04.2012, 11:45 Uhr
Melden 36 Empfehlung 0

Wie sieht es mit den Löhnen aus? Ich weiss aus sicherer Quelle, dass z.B gerade BMW einen hohen Anteil an temporären Arbeitskräften einsetzt die bis zu 40% weniger verdienen als Festangestellte. Antworten



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