Wirtschaft
Diskussion
Die Aufholjagd der Migros
Konzernchef Herbert Bolliger über die Zukunft des Grossverteilers, Alkoholverkauf und Stellenabbau. Zum Einkaufstourismus sagt er, die Konsumenten müssten frei sein – sich der Folgen aber bewusst sein. Mehr...
Von Rahel Koerfgen und Ruedi Mäder.
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45 Kommentare
1. heissen die Ergänzungs- bzw. Sozialleistungen in D Hartz IV und nich V 2. haben wir in der CH auch ohne Einkaufstourismus 1 Mio. von rund 8 Mio. Einwohnern, die Sozialleistungen bzw. Ergänzungsleistungen beziehen müssen. Mit der weiter auseinanderklaffenden Lohnschere dürfte sich die Situation rapid verschärfen. Auch H. Bolliger ist das bekannt und erzählt trotzdem Quatsch. Antworten
Wie man die Ladenöffnungszeiten "liberalisiert" sprich verlängert und gleichzeitig Personal abbaut, soll und Herr Bolliger doch mal zeigen. Wahrscheinlich mit den super getesteten Selbstbedienungskassen und automatischen Auffüllsystemen ? Powerpoint lässt grüssen. Antworten
Sie verraten das Erbe Duttweilers indem Sie bereits heute in Migrolino Geschäften Alkohol verkaufen. Für mich war die Migros bisher immer die Nr. 1 im Detailhandel, aber ich verliere zunehmend das Vertrauen, da alles nur um des Umsatz- und Profitwillen getan wird. Antworten
Die Zahl der Grenzgänger steigt kontinuierlich. Die tragen den gesamten Lohn über die Grenze und entziehen den der Wirtschaft. Den Inländern wird vorgeworfen das der Einkaufstourismus 5 Milliarden Umsatzeinbusse ausmache, aber bei den GG dürfte der Betrag gerne das doppelte ausmachen. Genaue Zahlen erfährt man dazu nicht, hat das Gewerbe was zu verbergen? Antworten
Solange dei MIGROS Geutzli und Pflegeprodukte der eigenen Linie im nahen Ausland billiger verkauft als wir in der MIGROS bezahlen muss der Herr Bolliger nicht aufmüpfig tun. Vielleicht müsste die MIGROS sich auch von den gewünschten Margen trennen und anders rechnen. Mir egal solange die Wirtschaft mir vorlebt ware dort zu holen wo Sie am billigsten ist sehe ich keine Fehler bei meinem Verhalten Antworten
Wenn die einzige Massnahme gegen den Umsatz Personalabbau beduetet, dann muss man doch klar sagen, dass der Detailhandel noch immer nicht begriffen hat, dass entsprechende Preis-Qualität- und Mengenbegriff sich eindeutig so nicht bewerkstelligen lassen. Über Personal den Kunden dienlich zu werden ist sicherlich der falsche Weg, denn so erreicht man die frustierten Kunden nicht Antworten
Das habe ich mir schon gedacht, dass jetzt Migros scheinheilig das Allerwelt-Druckmittel „Stellenabbau“ erwähnt. So nach dem Motto: „Wir müssen leider, weil die bösen Schweizer im Ausland einkaufen.“ Ein solches Vorgehen entspricht der Migros. Einfach dilettantisch, einfallslos und heuchlerisch. Daher haben wohl einige im 1. Semester Betriebswirtschaft gepennt! Antworten
Ehrlichgesagt interessieren mich die Arbeitsplätze in der Migros absolut nichts. Ich schaue, wies mir Jahrelang von der Wirtschaft vorgelebt wurde, wo ich für mich den besten Deal bekomme. Soziale Verantwortung wurde der Gesellschaft doch längst abgewöhnt. Ellbogen raus. Nicht nur bei der Arbeit sondern auch beim Portemonaie. Antworten
Wenn die Kassiererinnen aus dem Elsass statt in der Migros in Basel ennet der Grenze angestellt werden, dann ist das für die Schweiz nicht so schlimm, und die Kassiererinnen haben einen kürzeren Arbeitsweg (aber wohl etwas weniger Lohn). Die Migros und Coop, die eigentlich den Kunden gehört, sollte zuschauen, dass diese gute Preise bekommen. Aber diese Firmen sind längs zu Bürokratien verkommen. Antworten
Herr Winter, vielleicht sollten sie das günstigere Industriebrot von der Migros kaufen. Das hat Feuchthaltemittel drin (E420-Sorbitsirup, E422-Glycerin, E965-Maltit, E1103-Invertase). Erstens spart man Geld und zweitens hält das Brot eine Woche lang und drittens sie müssen Sie sich das nie mehr antun, Nägel mittels Migros-Broten einzuschlagen. Einzige Nebenwirkung: Mögliche leichte Blähungen. Antworten
Der Gehaltsabau des Top-Kaders wäre sicherlich erstrangig zu bewerkstelligen. Dies produzierte einen grossen Image-Gewinn für Migros. Dass dies nicht als Massnahme erwogen wird, zeigt woran die Manager am meisten interessiert sind (Selbstbereicherung). trüb Antworten
Herr Bollinger die Leute gehen nicht grundlos über die Grenze sondern weil dort die Preise günstiger sind,wenn sie also mit dem Gesetzgeber einen weg finden die Preise in der CH runter zu bringen z.b in dem man die Importeure zwingt den billigfsten Preis anzubieten dann werden die Leute auch keinen Grund haben diese Reisen in Kauf zu nehmen. Antworten
Bin nach wie vor begeistert von (meiner) Migros. Gemüse immer tadellos und frisch. Aufgeräumt und ordentlich. Nicht nur die Regale - auch das Verkaufspersonal. Auch in der Migros Zentrale werden Kunden mehr als ernst genommen. Anregungen geprüft und wenn machbar schnell umgesetzt. Dankeschön. Antworten
Die Konsequenzen des Einkaufstourismus: Am Ende des Monats mehr Geld in der Tasche. Und erst noch mehr Freude am Einkaufen dank freundlichem, hilfsbereiten und kompetentem Personal. Alkohol: Die Migros selber verkauft schon lange Alkohol, eingepackt in Schokolade. Antworten
Schade, dass Migros nicht einsieht, dass Tradition in der Schweiz - von politisch links bis rechts stehenden - eine immer wichtiger werdende Funktion in einer zunehmend orientierungsloseren weil trendorientierten Gesellschaft einnimmt. Stehen einmal die Weinflaschen in der Migros, verliert die Migros ihre Seele. Migrolino reicht. Aber eben, nicht Alkohol ist mehrheitsfähig, sondern die Droge Geld Antworten
Die Aufholjagd passiert tatsächlich. Viele der 2011 mit lautem Geschrei vollzogenen Preisabschläge werden wieder stillschweigend Schritt auf Schritt aufgehoben, dazu wird das Sortiment Schritt auf Schritt mit überteuerten BIO-Produkten angereichert. Auffällig sind die hohen Preisaufschläge auf dem Fischsortiment, trotz schwachem Euro. Antworten
Migros und Coop haben es lange Jahre schön gehabt. Mit dem Eintritt der deutschen Discounter ist das Leben härter geworden. Am Anfang hat man die Nase aber noch hoch getragen und gemeint, man fürchte diese Konkurrenz nicht. Inzwischen ist der Hochmut etwas verraucht und wird vermutlich mit der flächendeckenden Ausbreitung von Aldi und Lidl noch mehr verrauchen. Kundenorientierung ist angesagt! Antworten
Ich wundere mich immer wieder, dass die Migros mit der Hypothek des Alkohol-Verbots klar kommt. Ein durchschnittlicher Schweizer kauft vielleicht 3 Mal pro Woche ein, alle zwei Wochen auch etwas alkoholisches. Bei jedem sechsten Einkauf kann der Kunde also nicht in die Migros, das ist ein Verlust von bis zu 16% der Kundschaft. Antworten
Für mich Einkaufen eine Sache des Vertrauens. Und dieses Vertrauen hat die Migros von mir. Was die Qualität angeht bin ich voll und ganz zufrieden. Backwaren z.b einfach herrlich einen Migros Butterzopf auf dem Sonntagstisch zu wissen.Macht nur weiter so mit dieser Geiz ist Geil Metalität, dann können wir auch das Hartz V System von Deutschland übernehmen. Unsere Familie liebt die Migros...... Antworten
Es sind zunehmend grössere Anschaffungen,die es sich lohnt in Ausland zu tätigen.Dies weil darauf die Einsparungen immens sind und nicht einmal Schweizer Firmen zu Gute kommen, sondern z.B. Deutschen gehörende Unternehmen in der Schweiz,die hier Mehrmargen einkassieren.Dass bei solchen Einkäufen "en passant" auch noch Lebensmittel eingekauft werden hat auch noch Einsprarungen um die 30% in sich. Antworten
"In den Migros-Filialen sei der Abbau von Arbeitsplätzen jedoch kein Thema. Die Umsatzeinbussen würden über die natürliche Fluktuation von bis zu 15 Prozent aufgefangen." 15% Arbeitsplatz-Abbau also? Zudem: Alkohol-Verkauf in der MIGROS muss kein Thema sein, weil DENNER dies für die MIGROS erledigt. Grausam, wie schlaumeierisch und durchtrieben unsere Wirtschaftskapitäne agieren und kommunizieren. Antworten
Den Konsequenzen des Einkaufstourismus bin ich mir bewusst: mehr Geld im Portemonnaie am Ende des Monats. Was den Verkauf von Alkohol anbetrifft: klar, warum nicht! Wirklich glaubwürdig ist man ja bereits dann nicht mehr, wenn das Management laut über einen Richtungswechsel darüber nachdenkt;-). Ein totaler Fauxpas der PR-Abteilung. Zudem wird die Philosophie via Denner eh untergraben :-) Antworten
Der Migros-Boss: "Die Konsumenten müssen frei sein, sich aber der Konsequenzen bewusst sein". Genau wie die Migros. Sie war und ist in ihrer Geschäftspolitik frei, war sich aber der Konsequenzen ihrer falschen Preis- und Verkaufspolitk zu lange nicht bewusst. Wer seine Kunden nicht als mündige Partner behandelt sondern als mit Werbesprüchen lenkbares Übel abfertigt, trägt die Konsequenzen. Antworten
Und immer kommt die Drohung des Arbeitsplatzabbaus (wenn auch Herr Bolliger dies hier ein weniger diskreter anspricht), sorry liebe Einzelhändler, Pharma, etc... 1.) spätestens, wenn man zum 3ten mal "Wolf" gerufen hat, wird's einem nicht mehr geglaubt und 2.) macht endlich mal eure Hausaufgaben - loyale Kunden gewinnt man nicht mit Marketinggimmicks, Minderqualität, Cumulus, Nanos, etc... Antworten
Das Problem der Migros ist, dass sie ihre Konsumenten seit längerem immer wieder verärgert. Laufend werden bekannte und beliebte Produkte anders verpackt, das Design geändert, qualitativ verändert usw. Es gäbe zahllose Beispiele aus dem Bereich Kosmetik oder Lebensmittel. Gestern habe ich mich über "Mayonnaise mit Senf" geärgert. 2x in kuzer Zeit Tube hässlicher gemacht, und jetzt auch den Inhalt. Antworten
Was ich an der Migros gar nicht mag, sind diese Unehrlichkeiten, da gibt man in Werbung und Berichten vor, die Preise nur moderat oder gar nicht zu erhöhen, Schaut man seinen Einkauf an stellt man einfach fest, das einzelne Preise gesunken andere aber massiv erhöht wurden. Gleichzeitig wurde die Qualität massiv gesenkt; Beispiel Papiernastücher:Vorher genügend, nachher dünn und schwach. Antworten
Migros kommt für mich erst wieder als Einkaufsdestination in Frage wenn die schleichende Qualitätsminderung endlich aufhört. Die Produkte, welche ich über Jahre hinweg dort gekauft habe, haben sich qualitativ stetig verschlechtert. Ganz vorne: Brot und Backwaren. Ein Brot frisch gekauft kann man bereits am nächsten Tag nicht mehr brauchen. Nach 2 Tagen kann man sie nutzen um Nägel einzuschlagen. Antworten
Viel sympathischer als sein Kollege von Coop, aber wie der Rest des Detailhandels wird auch die Migros preislich darauf reagieren müssen, dass die Zahlungsbereitschaft für Importprodukte weiterhin sinkt. Es ist schlicht nicht zu rechtfertigen, dass z.B. ein Paar in Asien hergestellter Sportschuhe in DE €90, in den USA $75 aber hier CHF 160 kostet. Und die Kunden sind immer besser informiert... Antworten
Herr Bolliger könnte den ersten Schritt machen u Migros wieder zu einer richtigen Genossenschaft machen.Die heutigen überrissenen Managersaläre v ü 800'000 massiv reduzieren u damit beginnen die Gewinne auch mal an Kunden weiterzugeben,statt bei den Margen immer mehr abzuzocken! Dann würden sicher wieder mehr Leute bei Migros einkaufen! Antworten
Migros kommt für mich erst wieder als Einkaufsdestination in Frage wenn die schleichende Qualitätsminderung endlich aufhört. Die Produkte, welche ich über Jahre hinweg dort gekauft habe, haben sich qualitativ stetig verschlechtert. Ganz vorne: Brot und Backwaren. Ein Brot frisch gekauft kann man bereits am nächsten Tag nicht mehr brauchen. Nach 2 Tagen kann man sie nutzen um Nägel einzuschlagen. Antworten
Wenn Herr Bolliger sagt, dass die Konsumenten frei sein müssen, ist das richtig. Wenn er aber mit dem Bewusstsein der Folgen Angst schühren will, ist das arrogant und föllig falsch. Mit dem Ablassen von "Dampf" liegt er jedoch eher auf der Erfolgslinie. "Die Konsumenten sind frei und kaufen dort ein, wo das Preis-Leistungsverhältnis eben stimmt, was man in der Schweiz eben nicht behaupten kann!" Antworten
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Walter Kunz
Würde MIGROS auch heute noch, nach der edlen Gesinnung von Gottlieb Duttweiler weiter geführt, wäre gar nie so weit gekommen, so wie es gegenwärtig der Fall ist. Antworten