Wirtschaft

«Der Job steht nicht zur Verfügung»

Aktualisiert am 11.08.2011

Ungeachtet des Abhörskandals denkt Rupert Murdoch nicht an einen Rückzug von der Spitze seines Medienkonzerns. Auch der in die Kritik geratene Sohn James soll weitermachen.

Will nicht abtreten: Rupert Murdoch vor dem News-Corp-Gebäude in New York.

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Bild: Keystone

News Corp.

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Rupert Murdoch: Skandal um einen Medienmogul

Rupert Murdoch: Skandal um einen Medienmogul
Bespitzelung,Bestechung und Justizbehinderung: Die Verstrickungen zwischen der Politik und dem Medienkonzern News International beschäftigen Grossbritannien.

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Medienmogul Rupert Murdoch hält ungeachtet des Abhörskandals um die inzwischen eingestellte britische Boulevardzeitung «News of the World» an seinem Platz an der Spitze des Medienkonzerns News Corporation fest. «Der Job steht in naher Zukunft nicht zur Verfügung», sagte Murdoch bei einer Telefonkonferenz. Auch der Aufsichtsrat des Unternehmens stehe hinter ihm. Der 80-Jährige drückte zugleich seinem Sohn James das Vertrauen aus, der die Geschäfte des Medienkonzerns in Europa und Asien leitet und in der Abhöraffäre besonders in die Kritik geraten war.

Die Affäre um die «News of the World» erschüttert seit Wochen Grossbritannien. Journalisten der Boulevardzeitung sollen nicht nur Prominente abgehört und Polizisten bestochen, sondern auch Handy-Mailboxen der Angehörigen von getöteten Soldaten sowie eines entführten Mädchens geknackt haben. Die Affäre brachte nicht nur den Konzern ins Wanken, sondern auch Grossbritanniens Premierminister David Cameron in Erklärungsnöte, der enge Beziehungen zur Murdoch-Presse gepflegt hatte. Murdoch betonte am Mittwoch, sein Konzern zeige sich bei «allen Ermittlungen» kooperativ.

News Corp präsentierte am Mittwoch zum Abschluss des Geschäftsjahrs einen Gewinnzuwachs von 7,9 Prozent auf 2,74 Milliarden Dollar (1,92 Milliarden Euro). Im vierten Quartal des Geschäftsjahres sank der Gewinn dagegen um 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Konzern führt das unter anderem auf Verluste mit dem in der Krise steckenden sozialen Netzwerk Myspace zurück, das News Corp inzwischen verkauft hat. (jak/AFP)

Erstellt: 11.08.2011, 10:33 Uhr

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