Da die Post spart, schlagen Briefe nicht auf
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Da das Sparpotenzial nach Abschluss diverser Grossprojekte jedoch bald einmal ausgeschöpft ist, dürften die Tarife mittelfristig steigen. «Wenn die Qualität hoch bleiben soll und die Löhne weiter steigen, ist eine Preiserhöhung in Zukunft denkbar», sagte Post- Konzernchef Jürg Bucher in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA. Letztmals hat die Post die Briefpost-Tarife Anfang 2004 erhöht.
Indem sie im letzten Jahr die Mehrwertsteuer nicht auf die Preise aufschlug, vergünstigte sie die Tarife sogar. Ein anderer Trend ist jedoch gegenläufig: Weil immer weniger Briefe verschickt werden, steigen die Kosten pro Brief.
Briefpreise bleiben dank Einsparungen durch Post-Reorganisation konstant
Für 2011 ist laut Bucher eine Preiserhöhung bei den Briefen kein Thema. Noch könne die Post von Kostensenkungen profitieren, namentlich vom Reorganisationsprojekt REMA, dessen Spareffekt von jährlich 170 Millionen Franken erstmals voll zum Tragen komme. Weitere Massnahmen zur Effizienzsteigerung - wie die teilweise maschinelle Vorsortierung - testet die Post nun.
«Im Briefmarkt sind die Möglichkeiten für Kosteneinsparungen aber begrenzt», sagte Bucher. Dieses Geschäft sei sehr personalintensiv, im Gegensatz zu kapitalintensiven Branchen wie Telekommunikation oder Elektrizität. Diese profitierten viel mehr vom technischen Fortschritt.
Bei der Post entfielen rund zwei Drittel der Kosten auf das Personal. Bei kapitalintensiven Firmen sei es umgekehrt. «Der Briefträger kann innerorts nunmal nicht schneller als mit Tempo 50 fahren.» Keine wesentliche Rolle bei den Preisen spielt für Bucher die Frage, ob der Postmarkt vollständig geöffnet wird oder nicht. (mt/sda)
Erstellt: 22.06.2010, 17:28 Uhr
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