Credit Suisse expandiert in Japan
Fokus auf Vermögensverwaltung: Credit Suisse Logo in Zürich. (Bild: Keystone )
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Laut einem Vertreter der CS entsprechen die akquirierten 2,7 Milliarden Dollar Kundengelder in etwa der Summe an Neugeldern, welche die CS-Kundenbetreuer in einer erfolgreichen Woche anziehen. Im dritten Quartal 2011 hatte die Bank unter dem Strich 7,1 Milliarden Franken Neugeld angezogen, in den ersten neun Monaten des Jahres insgesamt 40,5 Milliarden Franken.
Die CS unterhält in Japan bereits Zweigstellen ihrer Vermögensverwaltung und ihrer Investmentbank. Japan gilt als der weitaus grösste Einzelmarkt für Vermögensverwaltung unter den Ländern in Ostasien und am westlichen Pazifik. Es gibt dort über 1,7 Millionen Haushalte, die über eine Million Dollar besitzen.
Die CS sieht in Japan gute Geschäftsaussichten. «Seit wir 2009 mit unserem Privatkundengeschäft vor Ort begannen, sind wir besser vorangekommen, als wir erwartet hatten, und wir wollen mit diesem Zukauf auf diesem Erfolg aufbauen», lässt sich Junya Tani, Chefin des Privatkundengeschäfts in Japan, in einer Mitteilung zitieren. Dabei sollen die Kunden auch von den Investmentbank-Aktivitäten der CS profitieren können. Die CS hält wie Konkurrentin UBS am integrierten Modell aus Vermögensverwaltung für Privatkunden, institutionelle Kunden und Investmentbank fest.
Kaufpreis unbekannt
Einen Kaufpreis nannten die CS und die HSBC (HSBA 62.8 0.16%) heute nicht. Laut Angaben von HSBC in Japan verkaufen die Briten das Geschäft mit Kunden, die über 200 Millionen Yen (etwa 2,4 Millionen Franken) Vermögen in ihren Depots haben. Kleinere Kunden will die HSBC behalten.
Generell will sich die Bank aber von Märkten verabschieden, wo sie nicht über eine kritische Grösse verfügt. In Japan sieht die historisch in Grossbritannien und Asien verankerte Bank offenbar kein grossen Wachstumspotenzial. Im dritten Quartal ist der HSBC-Gewinn um mehr als ein Drittel gesunken.
(rub/sda)
Erstellt: 21.12.2011, 06:27 Uhr
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