Wirtschaft

Coop wächst im Onlinehandel – Migros stagniert

Aktualisiert am 03.01.2012 4 Kommentare

Beim Einkauf via Mausklick sind die beiden Detail-Riesen unterschiedlich weit. Sowohl Migros als auch Coop setzen aber auf das Onlinegeschäft – und experimentieren mit dem Kundenverhalten der Zukunft.

Trotz dem Umsatzrückgang überschreitet LeShop.ch die Rentabilitätsschwelle: Drei Frauen verpacken bestellte Waren im Logistikzentrum in Bremgarten.

Trotz dem Umsatzrückgang überschreitet LeShop.ch die Rentabilitätsschwelle: Drei Frauen verpacken bestellte Waren im Logistikzentrum in Bremgarten.
Bild: Keystone

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Beim Einkauf per Mausklick und Touchscreen ist Coop mit dem Portal coop-at-home im vergangenen Jahr um rund 10 Prozent gewachsen. Konkurrent und Marktleader Migros muss mit LeShop.ch hingegen einen leichten Rückgang des Umsatzes um 0,7 Prozent bekanntgeben.

Coop-at-home erzielte 85 Millionen Franken Umsatz und gewann rund 30'000 Neukunden, wie der Handelskonzern gestern mitteilte. LeShop.ch gab einen Umsatz von 150 Millionen Franken bekannt und zählte im Lauf des Jahres knapp 31'000 Neukunden. Sowohl Coop als auch Migros glauben, das der Trend zum Online-Einkauf weiter geht.

«Coop-at-home ist heute noch eine Nische und macht nur etwa 1 Prozent unseres Umsatzes aus», sagte Sprecherin Denise Stadler der Nachrichtenagentur sda. Dies sei etwa so viel, wie ein grosser Supermarkt im Jahr einnehme. Coop will weiter wachsen und baut daher das Sortiment für coop-at-home weiter aus.

Migros rentabel

Auch LeShop.ch erwartet für die nächsten Jahre «eine weiterhin deutliche Entwicklung der Umsatzzahlen». LeShop.ch habe allerdings nach erfolgreichen ersten Monaten im zweiten Halbjahr 2011 die Krise gespürt, unter anderem wegen des Einkaufstourismus im grenznahen Ausland, sagte Marketingchef Dominique Locher: «Wir sehen das direkt an den Postleitzahlen bei den Bestellungen.»

LeShop.ch befinde sich ein einem anderen Stadium des Wachstums als der Konkurrent aus Basel: «Als wir im Online-Handel so gross waren wie Coop, wuchsen wir um 43 Prozent», sagte Locher. LeShop.ch werfe inzwischen Gewinn ab. Konkurrent Coop macht für 2011 derzeit keine Angaben über die Rentabilität.

Einkauf mit «klugem» Handy

Um nutzerfreundlicher zu werden, lassen sich Coop und Migros einiges einfallen. Die Pionierleistung, Apps für die Alleskönnerhandys und Tablets eingeführt zu haben, nimmt Coop für sich in Anspruch. Seit November unterhält Coop auch eine Drive-In Abholstation in Zürich.

Bei LeShop.ch haben sich die Bestellungen via Smartphone und Tabletcomputer mehr als verdoppelt. 2011 hätten bereits 11 Prozent der Kunden ihre Aufträge über mobile Geräte aufgegeben, hiess es. Auch die Migros-Tocher prüft neue Kundenbedürfnisse, neue Wege des Bestellens und den Ausbau des Sortiments laufend. (wid/sda)

Erstellt: 03.01.2012, 11:34 Uhr

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4 Kommentare

Ralf Beyeler

03.01.2012, 12:19 Uhr
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Wie wäre es mit mehr Auswahl, weniger Mindestumsatz und weniger Gebühren. So lange ich die Produkte, die ich möchte, nicht online finde, werde ich nicht online Lebensmittel einkaufen. Und der Mindestumsatz ist mir viel zu hoch, ebenso die Gebühren für die Hauslieferung. Also kaufe ich weiterhin im normalen Supermarkt ein. Antworten


Wolfgang Pohle

03.01.2012, 12:34 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Es waere interessant zu wissen wieviel by COOP die Weine,etc ausmachen. Die fuehrt Migros ja nicht. Antworten



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