Wirtschaft
Christoph Franz: «Eine Billigairline ist kein Thema für die Lufthansa»
Von Olivia Raths. Aktualisiert am 05.05.2012 27 Kommentare
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Die Medien lieferten in den letzten Tagen teils widersprüchliche Informationen darüber, ob Lufthansa (LHA 15.975 -1.30%) nun eine Billigairline gründe oder nicht. Als möglicher Name wurde dabei «Direct4u» genannt. Was ist nun an der Geschichte dran?
Bei «Direct4u» handelt es sich nicht um den Namen eines möglichen Low-Cost-Carriers, sondern lediglich um den Namen eines Projekts, wie Lufthansa-Sprecher Andreas Bartels gegenüber DerBund.ch/Newsnet ausführt. Dieses befasst sich mit der Frage, wie Aktivitäten der Lufthansa und ihrer Tochter Germanwings zusammengeführt werden können. Damit reagiere der Luftfahrtkonzern auf die harte Konkurrenz aus dem Billigflieger-Segment, so Bartels.
Doppelt geführte Strecken zusammengelegt
Eine der drei Lufthansa-Divisionen nennt sich «Direct Services». Dazu gehören jene Flüge, mit denen nicht Frankfurt oder München angeflogen werden, sondern die sogenannten dezentralen Flughäfen wie etwa Köln, Stuttgart, Hamburg oder Berlin. Auf diesen Lufthansa-Strecken gab es diverse Doppelspurigkeiten mit der Konzerntochter Germanwings, die von Köln und Stuttgart aus ein grosses Streckennetz bedient.
Seit dem letzten Jahr hat Lufthansa nun einige doppelt geführte Strecken zusammengelegt und bedient sie nur noch mit einem der beiden Carrier. Konkret heisst das: Ab Berlin und Hamburg fliegen nicht mehr beide Airlines an die «dezentralen» Destinationen, sondern nur noch Lufthansa. Ab Köln und Stuttgart übernimmt Germanwings diese Aufgabe.
Zusammenlegung von Germanwings und Eurowings: «eine Ente»
Nun gilt es laut Bartels, dass Lufthansa Direct Services und Germanwings auch im Hintergrund stärker zusammenarbeiten, etwa bei der Planung und Durchführung ihrer Flüge. «Im Backoffice gibt es noch viele Doppelspurigkeiten, die man bereinigen kann», erklärt der Lufthansa-Sprecher.
Teilweise wurde die Meldung verbreitet, dass die Lufthansa-Töchter Germanwings und Eurowings zusammengelegt würden. Dies dementiert Stephan Gemkow, Finanzchef der Lufthansa, an der Medienkonferenz vom Donnerstag: «Das scheint eine Ente zu sein. Wir legen die beiden Airlines nicht zusammen.» Was zusammengelegt werde, seien Strecken von Germanwings mit den dezentralen Kurzstrecken der Lufthansa. Eurowings bleibe davon getrennt.
Namensfrage bis Frühjahr 2013 geklärt
Dass ein neuer Name für die Carrier der dezentralen Strecken entstehe, ist laut Bartels möglich, aber nicht zwingend. Bis Frühjahr 2013 solle ein Entscheid dazu fallen, so Bartels. Wie der österreichische Luftfahrtexperte Kurt Hofmann gegenüber DerBund.ch/Newsnet ausführt, stehen derzeit drei Varianten im Raum: «Erstens: Die Marke Germanwings wird beibehalten. Zweitens: Sie wird aufgelöst und unter einem neuen Namen fliegen. Oder drittens: Sie wird aufgelöst und unter der Marke Lufthansa fliegen.»
Lufthansa-Chef Christoph Franz fasst zusammen: «Eine Billigairline ist für Lufthansa derzeit kein Thema.» Die aktuellen Massnahmen seien eine «konsequente Fortsetzung von dem, was wir letztes Jahr begonnen haben». Das habe nichts mit Billigairline zu tun, sondern mit einer veränderten Aufgabenteilung. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 05.05.2012, 06:17 Uhr
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27 Kommentare
luftverschmutzung,energieverschleudern,
warum müssen wir immer billiger ferien auf den malediven machen können.
warum müssen teenager schnell übers wochenende billig nach paris oder newyork fliegen,
um bei prada oder h+m einzukaufen; wo es diese doch auch zuhause gibt?
alle machen kinder, denkt aber nicht im geringsten an deren zukunft.
wir müssen lernen wieder klar zu denken.
Antworten
Liebe SWISS bzw. deren Führung. Seit der Übernahme durch die Lufthansa seid ihr zwar profitabel, ich bin aber überzeugt das man das auch ohne LH - eventuell ein wenig später - selbst geschafft hätte. Seit in der Kabine bzw. im Cockpit immer öfter deutsches Personal fliegt (was mich zusammenzucken lässt) fühle ich mich recht unwohl..Bitte kommt wieder zurück in die Heimat. Antworten
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