Wirtschaft
Charles von Graffenried regelt Nachfolge
Von Hans Galli. Aktualisiert am 27.10.2011
Die Von-Graffenried-Gruppe bleibt ein Familienunternehmen. Alleinaktionär Charles von Graffenried hat seine Nachfolge eingeleitet, wie er gestern an einem Firmenanlass in Bern bekannt gab: Nicole von Graffenried, Tochter aus zweiter Ehe, ist neu stellvertretende Vorsitzende der Geschäftsleitung.
Die 35-jährige Fürsprecherin und Notarin arbeitete bisher im Kader des Bereichs Recht der Gruppe. Es ist vorgesehen, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt als Nachfolgerin von Guido Albisetti die Gruppenleitung übernehmen wird. Der 58-jährige Albisetti, ebenfalls ein Familienmitglied, ist neu zusätzlich Vizepräsident des Verwaltungsrats. Sein Sohn Giorgio Albisetti arbeitet auch in der Von-Graffenried-Gruppe.
Der heute 86-jährige Charles von Graffenried blickt auf eine ungewöhnlich erfolgreiche Karriere als Unternehmer zurück. Er hat das einst kleine Notariats- und Sachwalterbüro zu einer Finanzdienstleistungs- und Beratungsgruppe mit 230 Angestellten ausgebaut. Er besitzt in Bern die einzige echte Privatbank, denn sie ist im Gegensatz zu den andern Vermögensverwaltungsbanken immer noch in Familienbesitz, wie auf der Internetseite vermerkt ist. Im Bereich Liegenschaften hat von Graffenried breite Spuren hinterlassen: «Durch seine Hände gingen die halbe Berner Altstadt, Wohnsilos, Einkaufszentren und der Verkauf des Berner Hotels Bellevue an die Nationalbank», schrieb Margrit Sprecher in der Zeitschrift «Schweizer Journalist».
Offen für Beteiligungen
Parallel zur Nachfolgeregelung hat die Von-Graffenried-Gruppe ihre Strategie überarbeitet. Diese sieht vor, dass alle vier Geschäftsbereiche weiter wachsen und das Wachstum grundsätzlich selber finanzieren. Laut Strategiepapier zeigt sich die Gruppe aber auch offen für Kooperationen: «Zu diesem Zweck sind wir ausnahmsweise bereit, auf Stufe Holding Minderheitsbeteiligungen in Kauf zu nehmen.»
Im Jahr 2007 hat Charles von Graffenried seine Beteiligung am Verlagshaus Espace Media Groupe an das Zürcher Medienunternehmen Tamedia verkauft. Er ist aber weiterhin Verleger von «Bund» und «Berner Zeitung», und er gehört dem Verwaltungsrat der Tamedia an. (Der Bund)
Erstellt: 27.10.2011, 10:25 Uhr
Wirtschaft
Abopreise vergleichen
Der Handy-Abovergleich mit Ihrem gewünschten Mobiltelefon und Prepaid-Angeboten.
Online-Wettbewerb
Wir feiern - Sie profitieren. Einen Tag lang freie Fahrt ab CHF 25.- mit Bahn, Bus und Schiff im gesamten BLS-Gebiet.
Jetzt wechseln und sparen
Finden Sie in nur fünf einfachen Schritten die optimale Fahrzeugversicherung.

























