British Airways: Flugbegleiter streiken in der Weihnachtszeit

Aktualisiert am 14.12.2009

Wer vom 22. Dezember bis am 2. Januar mit der britischen Airline fliegt, muss mit Unannehmlichkeiten rechnen.

Wie andere Fluggesellschaften angeschlagen: British Airways.

Wie andere Fluggesellschaften angeschlagen: British Airways.
Bild: Keystone

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Pünktlich zur Hauptreisezeit rund um die Weihnachtsfeiertage wollen die Flugbegleiter von British Airways streiken. Das bei der Gewerkschaft Unite organisierte Kabinenpersonal stimmte am Montag mit einer überwältigenden Mehrheit von 92,5 Prozent für einen Ausstand. Die Mitglieder wollen am 22. Dezember die Arbeit niederlegen, um gegen ein Sparprogramm der Fluglinie zu protestieren. Der Streik soll zwölf Tage dauern. Es wäre der erste Ausstand seit einem dreitägigen Streik 1997.

Der Vorstandsvorsitzende der zuletzt defizitären Fluglinie, Willi Walsh, warf dem Kabinenpersonal mangelnden Realitätssinn vor. Sie «weigern sich, anzuerkennen, was um sie herum passiert», sagte er im Hinblick auf den Umsatzeinruch infolge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise. «Das kann nicht funktionieren.» Auch wenn die Gewerkschaften auf Selbstzerstörung aus sein, werde er nicht erlauben, dass sie British Airways in den Abgrund rissen, sagte Walsh.

Massiver Stellenabbau

Die angeschlagene British Airways will zur Senkung der Kosten 1700 Stellen streichen, die Gehälter der aktuell Beschäftigten einfrieren und neue Mitarbeiter nur zu niedrigeren Löhnen einstellen. Die Fluglinie wurde von der globalen Wirtschaftskrise hart getroffen. In den sechs Monaten bis September häufte sich ein Verlust von 208 Millionen Pfund (230 Millionen Euro) an, der Umsatz brach um 13,7 Prozent ein. Es war das erste Mal, dass BA in diesem Zeitraum einen Verlust einflog. Zudem gab die Fluggesellschaft am Montag bekannt, dass sich das Defizit der Pensionskasse von 2,1 Milliarden Pfund im Jahr 2006 auf nunmehr 3,7 Milliarden Pfund (4,1 Milliarden Pfund) erhöht habe. (vin/ap/sda)

Erstellt: 14.12.2009, 20:18 Uhr

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