Wirtschaft

Britische Grossbank zahlt 340 Millionen US-Dollar für illegale Iran-Geschäfte

Aktualisiert am 15.08.2012 5 Kommentare

Über Jahre hinweg soll die britische Bank Standard Chartered milliardenschwere Geschäfte mit dem Iran getätigt haben – nun zahlt die Bank 340 Millionen Dollar an die New Yorker Finanzaufsicht.

Soll über Jahre hinweg mit dem iranischen Regime kooperiert haben: Der Ableger der Standard Chartered in New York. (Archivbild)
Bild: Keystone

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Im Streit um mutmasslich illegale Iran-Geschäfte hat sich die britische Grossbank Standard Chartered (STAN 16.685 -4.63%) (StanChart) mit der New Yorker Finanzaufsicht auf einen Vergleich über 340 Millionen Dollar geeinigt. Das Geldhaus stimmte einer Zahlung in dieser Höhe zu.

Dies teilte die Aufsichtsbehörde DFS heute mit. Analysten hatten eine Summe von bis zu einer Milliarde Dollar für möglich gehalten. Laut DFS erklärte sich StanChart ferner zu einer mindestens zweijährigen Überwachung ihrer Geldwäsche-Kontrollen bereit. Die Bank gab dazu zunächst keine Stellungnahme ab.

Die für morgen geplante Anhörung des Geldhauses werde verschoben, teilte die New Yorker Behörde mit. Bei der Vorladung sollte über die gefährdete StanChart-Bankenlizenz in den USA entschieden werden. Ohne Zulassung hätte StanChart keinen direkten Zugang mehr zum US-Finanzmarkt.

Wie eine «Schurken»-Bank agiert?

Die Aufsichtsbehörde wirft Standard Chartered vor, fast zehn Jahre lang trotz Sanktionen Geschäfte mit dem Iran abgewickelt zu haben. Die Rede ist von einem Gesamtvolumen von mindestens 250 Milliarden Dollar. StanChart habe wie eine «Schurken»-Bank agiert und das US-Finanzsystem für Terroristen und Drogenhändler geöffnet.

Die Bank, lange Zeit eines der Vorzeigehäuser der Branche, erklärte daraufhin, dass sie sich nichts vorzuwerfen habe. StanChart ist die dritte britische Grossbank, die sich die US-Behörden vorknöpfen.

Auch HSBC droht Milliardenstrafe

Erst musste Barclays wegen Zins-Manipulationen eine Geldstrafe über eine halbe Milliarde Dollar zahlen. Dann bekam die Konkurrentin HSBC wegen laxer Geldwäsche-Kontrollen eine schallende Ohrfeige vom US-Senat. Auch hier droht eine Milliardenstrafe.

An der Börse war eine Einigung zwischen StanChart und der DFS erwartet worden. Dies trieb den Aktienkurs der Bank in London um 2,7 Prozent in die Höhe. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe vergangene Woche war das Papier um ein Viertel eingebrochen, binnen weniger Stunden verlor das Institut 17 Milliarden Dollar an Börsenwert. (ses/sda)

Erstellt: 14.08.2012, 22:50 Uhr

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5 Kommentare

Roman Knöpfel

15.08.2012, 09:09 Uhr
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Wie im Mittelalter: DER BATZEN IM SAECKEL KLINGT, DIE SEELE AUS DEM FEGEFEUER SPRINGT...........Ergo kann man tun und lassen was man will, denn man kann sich ja freikaufen.
So kommen die grossen Gauner davo, und man hat freie Kapazitäten die Kleinen zu hängen.
Antworten


stefan schneider

15.08.2012, 06:49 Uhr
Melden 3 Empfehlung 0

jö, 340 millionen dollar. wäre es eine ch-bank wären es wohl einige dollars mehr. fast 10 jahre brauchte die aufsichtsbehörde um dies festzustellen? diese behörde taugt wohl nicht allzuviel. Antworten



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