Bossnapping: 3M-Werksleiter freigelassen

Der französische 3M-Werksleiter Luc Rousselet wurde während zwei Nächten von wütenden Angestellten in «Geiselhaft» genommen. Das zeigte Wirkung.

Bewachen ihren Chef: 3M-Angestellte in Pithiviers bei Paris.

Bewachen ihren Chef: 3M-Angestellte in Pithiviers bei Paris.
Bild: Keystone

Das Büro als Zelle: Luc Rousselet.

Das Büro als Zelle: Luc Rousselet. (Bild: Keystone)

Beschäftigte des 3M-Pharmawerks in Pithiviers bei Paris hatten Rousselet am Dienstag festgesetzt, als er das Werk besucht hatte. Er wollte dort die Umstände des geplanten Abbaus von 110 der 235 Arbeitsplätze erklären. Er kam erst nach staatlicher Vermittlung frei.

3M habe sich zu Zugeständnissen bereit erklärt, betonte die Gewerkschaft Force Ouvrière. Die Gewerkschaften fordern die Bezahlung von Streiktagen und Abfindungen in Höhe von zwei bis drei Jahreslöhnen.

Mitte März war im Süden des Landes der Chef von Sony Frankreich wegen einer geplanten Werksschliessung eine Nacht lang von wütenden Arbeitern festgehalten worden. (sam/sda)

Erstellt: 26.03.2009, 14:45 Uhr

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