Wirtschaft

Bericht: UBS könnte noch mehr Stellen streichen

Von Bernhard Fischer. Aktualisiert am 20.10.2011 38 Kommentare

Die Zahl der Kündigungen bei der UBS von insgesamt 3500 könnte auf 4400 steigen, schreibt das «Wall Street Journal». Die Investmentbank solle demnach noch stärker schrumpfen.

Grosses Reinemachen bei der UBS, insgesamt mehr als 3200 Stellen sollen abgebaut werden, vorwiegend im Investmentbanking: Logo der UBS in London.

Grosses Reinemachen bei der UBS, insgesamt mehr als 3200 Stellen sollen abgebaut werden, vorwiegend im Investmentbanking: Logo der UBS in London.
Bild: Keystone

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Auf ein Drittel seiner ursprünglichen Grösse soll das Investmentbanking der UBS (UBSN 11.15 -0.89%) gestutzt werden, berichtet das «Wall Street Journal». Mit ein Grund seien demnach die hohen Verluste, die die riskanten und möglicherweise kriminellen Geschäfte eines Händlers in London der Bank eingebracht haben. Auf Anfrage wollte die UBS die Zahlen nicht kommentieren.

Betroffen sind laut dem Bericht zusätzlich 1700 Investmentbanker, die ihren Job verlieren sollen. Vor gut zwei Monaten hatte die Bank angekündigt, dass voraussichtlich nicht mehr als 1575 im Investmentbanking wegfallen werden. Damit würde die Gesamtzahl der Kündigungen von 3500 auf bis zu 4400 steigen. Die Zeitung beruft sich auf einen leitenden Analysten der Konkurrenzbank JP Morgan sowie auf gut informierte Kreise.

Sollten die Angaben stimmen, wären das noch einmal 1700 Jobs weniger – zusätzlich zu den bisher angekündigten 1575 Jobs, die abgebaut werden sollen. Durch den Rückbau der Sparte und den Abbau von elf Prozent der Mitarbeiter im Investmentbanking könnten rund sieben Milliarden Franken an Kapital freigemacht werden. Das sind rund zehn Prozent des gesamten festverzinslichen Anlagegeschäfts der UBS, sagt der Analyst zum «Wall Street Journal».

Investmentbanking wird nicht ganz abgestossen

Künftig wolle sich die Investmentbank der UBS mehr auf Beratungsleistungen konzentrieren. Die Geschäftseinheit soll dadurch weniger komplex werden. Der Jobabbau folgt der Ankündigung von Interimschef Sergio Ermotti, das Investmentbanking zu reduzieren und den Fokus auf die Vermögensverwaltung zu richten, schreibt das «Wall Street Journal». An der integrierten Grossbank wird laut einem UBS-Sprecher aber nach wie vor festgehalten, «weil eine solide Vermögensverwaltung auch ein Investmentbanking benötigt», sagt UBS-Sprecher Yves Kaufmann gegenüber DerBund.ch/Newsnet.

Beim Investorentag am 17. November wird die Bank ihre Strategie im Detail darlegen. Dort wird auch auf die aktuellen Vorgänge näher eingegangen, meinen Kenner der Bank. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 20.10.2011, 17:45 Uhr

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38 Kommentare

Kurt Dubach

20.10.2011, 18:07 Uhr
Melden 49 Empfehlung

Um wen geht es den, ja richtig die wo schon weniger verdienen! und diejenigen wo Verfehlungen gemacht haben bleiben erhalten! Antworten


Rolf Koch

20.10.2011, 19:23 Uhr
Melden 24 Empfehlung

Finde ich o.k.: je weniger Mitesser, umso höher der Bonus für die anderen. Antworten



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