Wirtschaft

Bericht: China erteilt Airbus Milliardenauftrag

Aktualisiert am 07.01.2012 6 Kommentare

Die chinesische Fluggesellschaft Hong Kong will laut einem Bericht zehn A380 vom europäischen Flugzeugbauer im Wert von 3,6 Milliarden Franken kaufen. Offenbar ist der Deal kurz vorher fast geplatzt.

Zehn A380 sollen nach China gehen: Ein Modell des Airbus A380 an der Asian Aerospace International Expo in Hongkong. (Archivbild)

Zehn A380 sollen nach China gehen: Ein Modell des Airbus A380 an der Asian Aerospace International Expo in Hongkong. (Archivbild)
Bild: Keystone

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Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat einem Bericht zufolge einen Milliardenauftrag aus China erhalten. Die chinesische Fluggesellschaft Hong Kong Airlines wolle zehn Airbus A380 kaufen, berichtete die «Financial Times» heute unter Berufung auf die Fluggesellschaft.

Der Listenpreis liege bei 3,8 Milliarden Dollar (rund 3,6 Milliarden Franken). Üblich sind bei Flugzeugbestellungen allerdings grosszügige Rabatte. Airbus werde 2015 mit der Auslieferung der Riesenflugzeuge beginnen.

Nicht bestätigt

Der Flugzeugbauer wollte den Bericht nicht bestätigen. Sprecher Stefan Schaffrath sagte, neue Aufträge sollten am 17. Januar bekanntgegeben werden.

Wie die Zeitung weiter berichtete, hatte die chinesische Regierung im Streit um den europäischen Emissionshandel in der Luftfahrt damit gedroht, das Geschäft mit Airbus platzen zu lassen. Seit dem 1. Januar brauchen Airlines Lizenzen für den Ausstoss von Treibhausgasen, wenn sie von, nach oder innerhalb von Europa fliegen.

Der Chef des chinesischen Luftfahrtverbands Cata hatte Medienberichten zufolge angekündigt, China werde sich nicht am EU-Handel mit Luftverschmutzungsrechten beteiligen.

Weltgrösster Flugzeugbauer

Airbus war im vergangenen Jahr erneut der weltgrösste Flugzeugbauer. Zwar konnte der US-Erzrivale Boeing die Zahl seiner Auslieferungen auf 477 Maschinen steigern, wie der Konzern am Donnerstag mitgeteilt hatte. Airbus jedoch kommt nach Angaben aus Branchenkreisen auf mehr als 530 Jets.

Angesichts einer überalterten Flotte, schärferer Umweltauflagen, höherer Kerosinpreise und steigender Passagierzahlen in den Schwellenländern hatten die Fluggesellschaften im vergangenen Jahr massenhaft Bestellungen aufgegeben. Airbus hatte dabei vor allem mit seinem modernisierten Kurz- und Mittelstreckenjet A320neo abgeräumt.

(wid/sda)

Erstellt: 07.01.2012, 22:53 Uhr

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6 Kommentare

Peter Zürcher

08.01.2012, 06:38 Uhr
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Da ist wohl irgendwo ein Komma verrutscht. Ein Airbus kostet natürlich nicht 3.6 Mrd.,sondern wenn schon rund 360 Mio. (abzüglich Mengenrabatten). Also wurden entweder 100 statt nur 10 Flugzeuge bestellt, oder das Auftragsvolumen liegt halt bei nur 3.6 statt bei 36 Mrd., wobei letzteres die korrekte Variante sein dürfte. Antworten


Hans Iseli

08.01.2012, 02:29 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Ich blicke da irgendwie nicht durch: die Schwellenländer expandieren wie wild. In meinem südamerikanischen Heimatland hat sich die Autoflotte innerhalb von 10 Jahren verdoppelt. China kauft jede Menge grosser Flieger. Autos wie Flugzeuge brauchen Benzin, Erdöl. Wie lange reicht dieses denn noch bei solch explodierendem Konsum? Mittelfristig kann das doch nicht gut gehen! Antworten



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