Bankchef verzichtet auf Millionenbonus
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Der Chef der Royal Bank of Scotland (RBS) will auf seinen Millionenbonus verzichten. Stephen Hester reagierte am Sonntag auch auf Drängen des britischen Finanzministers Peter Mandelson, der zuvor zum Verzicht auf den Jahresbonus aufgerufen hatte. Dem RBS-Chef hätten 1,6 Millionen Pfund (knapp 2,7 Mio Franken) trotz eines sehr schlechten Geschäftsjahres zugestanden. In der Bilanz, die am Donnerstag bekannt gegeben wird, erwarten Analysten einen Verlust von 5,3 Milliarden Pfund.
Mandelson sagte, es sei nicht an der Zeit, eine Belohnung für die Arbeit bei der Bank einzustreichen, die mit Milliardenhilfe vor einem Bankrott gerettet wurde. Hester hatte den Chefposten auf der Höhe der Finanzkrise von Fred Goodwin übernommen, der mit völlig überzogenen Pensionsforderungen Schlagzeilen machte. Der neue Chef soll die Bank innerhalb von fünf Jahren wieder fit machen. Dafür kann er bis zu 9,7 Millionen Pfund Vergütung bekommen.
Boni von etwa 1,5 Milliarden Pfund
Neben RBS-Chef Hester hat ausserdem der Chef der Lloyds Bankengruppe, Eric Daniels, über seinen Bonus zu entscheiden. Beide Finanzinstitute werden ihren Mitarbeitern nach Schätzungen in der Branche Bonuszahlungen von etwa 1,5 Milliarden Pfund geben. Damit werden auch Überstunden abgegolten. RBS gehört dem Staat zu 84 Prozent, Lloyds zu 77 Prozent. Aus der britischen Staatskasse wurden mehr als eine Billion Euro an Hilfen in die Finanzbranche gesteckt. Den Löwenanteil davon bekamen RBS und Lloyds.
Die Manager der Bank Barclays, die ohne staatliche Rettung auskam, hatten ihrerseits bereits auf Bonuszahlungen verzichtet. Sie wollten damit ein Signal in die Branche schicken und gleichzeitig die Diskussion um Banker-Boni anführen. (vin/sda/)
Erstellt: 21.02.2010, 19:16 Uhr
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