Wirtschaft
Auch Zürich von deutschen Warnstreiks betroffen
Aktualisiert am 27.03.2012 11 Kommentare
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Im Kampf um höhere Löhne im öffentlichen Dienst in Deutschland hat die Gewerkschaft Verdi heute Morgen mit Warnstreiks den Betrieb an den grossen Flughäfen des Landes erheblich gestört. Am Frankfurter Flughafen legte um 5 Uhr morgens ein Teil des Bodenpersonals die Arbeit nieder.
Ein Flughafensprecher schätzte, dass allein dort mehr als 500 Flüge ausfallen werden. Die Streiks sollten bis zum frühen Nachmittag anhalten und dürften Zehntausende Flugreisende betreffen, die sich auch noch danach auf Ausfälle und Verspätungen einstellen müssen.
Allein die Lufthansa (LHA 15.51 -1.43%) streicht 400 Flüge
Die deutschen Flughäfen sind zu grossen Teilen im Besitz der öffentlichen Hand. In Köln/Bonn, einem Flughafen ohne Nachtflugverbot und mit hohem Cargo-Anteil, legten Beschäftigte bereits von Mitternacht an die Arbeit nieder.
Allein Deutschlands grösste Fluggesellschaft Lufthansa wollte rund 400 der normalerweise über 1800 Flüge ausfallen lassen. Nach deren Angaben sind im Laufe des Tages auch München, Düsseldorf und Stuttgart von den Streiks betroffen.
Vorab über Flugstatus informieren
Die Warnstreiks auf den deutschen Flughäfen wirken sich auch auf Flüge von und nach Zürich aus, wie Flughafen-Sprecherin Jasmin Bodmer gegenüber DerBund.ch/Newsnet sagt. Bis 8 Uhr seien bereits 22 Lufthansa-Flüge annulliert worden. «Betroffen sind die Destinationen Frankfurt, Berlin und Köln», so Bodmer. So habe die Airline beispielsweise alle fünf Morgenflüge von und nach Frankfurt gestrichen.
Der Flughafen Zürich kann zurzeit noch keine Angaben darüber machen, wie viele Schweizer Passagiere ihren Flug nicht antreten können – und auch die weitere Entwicklung der Flugausfälle könne zurzeit noch nicht beurteilt werden, sagt Bodmer. Den Passagieren empfehle sie daher, sich per Internet oder Telefon über den Status ihres Flugs zu informieren.
Druck auf die Arbeitgeber erhöhen
Mit den Streiks soll einen Tag vor der dritten Verhandlungsrunde der Druck auf die Arbeitgeber nochmals erhöht werden. Für die rund zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen fordert die Gewerkschaft Verdi 6,5 Prozent mehr Geld.
Das bisherige Angebot der Arbeitgeber von 3,3 Prozent mehr Gehalt auf zwei Jahre lehnte Verdi-Chef Frank Bsirske ab. «3,3 Prozent wären selbst für 12 Monate zu wenig, geschweige denn für 24», sagte er. (rbi/sda)
Erstellt: 27.03.2012, 12:09 Uhr
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11 Kommentare
Sogenannten Warnstreiks der deutschen Gewerkschaften sind im Prinzig reine Sabotage bzw. es wird einfach auf Vorrat gestreikt. Noch stossender wird es, wenn davon primär die Kunden betroffend sind, für die eine Umdisponierung mit sehr grossen Umtrieben verbunden ist. Hierfür fehlt mir jegliches Verständnis, so berechtigt allenfalls die Forderung nach mehr Lohn auch sein mögen. Antworten
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