Wirtschaft

Anleger reagieren erfreut auf Novartis-Zahlen

Von Olivia Kühni. Aktualisiert am 19.07.2011 3 Kommentare

Die Börse hat nach der Veröffentlichung des Quartalsberichts stark zugelegt. Und auch die Analysten zeigen sich beeindruckt.

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Die Aktien der Novartis (NOVN 49.92 0.89%) haben heute Morgen nach der Publikation der jüngsten Quartalszahlen stark zugelegt. Um 10 Uhr stand der Kurs mit 51 Franken 3,15 Prozent höher als am Vorabend. Da Novartis knapp 17 Prozent am Swiss Market Index ausmacht – als zweitwichtigster Konzern nach Nestlé –, zog auch der SMI um 1,07 Prozent an.

Auch die Analysten reagieren positiv auf den Bericht des Pharmakonzerns. Die Resultate überzeugten «auf der ganzen Linie», schreibt etwa Andrew Weiss von der Bank Vontobel. «Insgesamt gute, solide Zahlen», zitiert Bloomberg den Analysten Amit Roy von Nomura International. «Gute Unternehmenszahlen sind allemal ein Mittel gegen Tristesse», schreibt das «Wirtschaftsblatt».

Aktie gilt als unterbewertet

Besonders lobend wird seitens der Analysten erwähnt, dass Novartis die niedrigeren Preise und den Druck von Generika mit neuen Produkten auffangen konnten. Der Umsatzzuwachs über die neuen Produkte sei «erfreulich», schreibt die Bank Wegelin. Die Analysten von Nomura sowie Jefferies halten insbesondere die Entwicklung von Gilenya für vielversprechend.

«Wir glauben, dass diese Resultate die Bedenken mildern, dass die unerwartet frühe generic erosion von Diovan und Femara die Margen drückt», schreibt die Analystin von Helvea. Die beiden Kassenschlager verlieren dieses Jahr ihren Patentschutz und werden wegen neuer Generika voraussichtlich starken Einbussen ausgesetzt sein. Das «starke neue Produktwachstum» fange das jedoch auf, findet Helvea.

Tatsächlich hat die Novartis-Aktie nach Ansicht einer Mehrheit der Analysten noch Potenzial: Sie halten alle einen Zielkurs von zwischen 60 und 65 Franken für einen fairen Wert für die Novartis-Aktie – und den Konzern demnach nach wie vor für unterbewertet. Das trifft jedoch für sämtliche Unternehmen der Branche zu, die mit Unsicherheit bezüglich Forschungsergebnissen und Regulatorien leben muss.

(DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 19.07.2011, 10:14 Uhr

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3 Kommentare

Sven Treibhaus

19.07.2011, 10:44 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Ich glaube eher, dass die Pensionskassen wieder die monatlichen Prämien investieren müssen. Wenn sie könnten, würden sie eher verzichten, aber es ist ja nicht ihr Geld und sie müssen eine Verwaltungsgebühr verrechnen, um ihre Löhne zu gerechtfertigen.
Warten wir mal ab, wenn die Schuldenlimite (USA) erhöht wird, dann gibt's ein richtigen Kursfeuerwerk - was eigentlich Paradox ist - Wahnsinn ?
Antworten


Peter A HENZI

19.07.2011, 14:10 Uhr
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Logisch, diese unverschämten Gewinne auf unserem BUCKEL. Aber logisch, mit einem solchen Parlament müssen die NIE und NIMMER ihre Preise anpassen. Ich « freue » mich schon jetzt auf die nächste Prämienerhöhung! Es ist natürlich einfacher die Aerzte zu kritisieren! Antworten



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