Wirtschaft

Angestellte spenden 150 Millionen für ihre Firma

Aktualisiert am 08.11.2009

Um ihre Warenhäuser zu retten, legen alle Mitarbeiter von Karstadt zusammen: Sie hoffen so, ihre Arbeitsplätze retten zu können.

Wegen des Konkurses des Mutterhauses Arcandor sind ihre Arbeitsplätze bedroht: Angestellte demonstrieren in München.

Wegen des Konkurses des Mutterhauses Arcandor sind ihre Arbeitsplätze bedroht: Angestellte demonstrieren in München.
Bild: Reuters

Die 28'000 Mitarbeiter des insolventen deutschen Warenhauskonzerns Karstadt wollen sich in den kommenden drei Jahren mit rund 150 Millionen Euro an der Rettung ihres Arbeitgebers beteiligen. Im Gegenzug sollen die Standorte gesichert werden und die Jobs weitgehend erhalten bleiben.

Die nun erzielte Vereinbarung sieht vor, dass die Mitarbeiter für drei Jahre auf 75 Prozent ihres Weihnachtsgelds und ihr Urlaubsgeld sowie tarifliche Vorsorgeleistungen verzichten, wie Mönig-Raane erklärte. Dies sei ein Beitrag von etwa 50 Millionen Euro jährlich. Beschäftigte mit einem Jahresgehalt unter 18'000 Euro seien ausgenommen. Die Beiträge sollten auf ein Treuhandkonto eingezahlt werden, solange Karstadt in der Insolvenz sei.

«Gute Chancen zum Überleben»

Trotzdem bleiben 17 der 126 Häuser von der Schliessung bedroht, wie die stellvertretende Gewerkschaftsvorsitzende Margret Mönig-Raane am Samstag nach einem Gespräch mit der Insolvenzverwaltung sagte. Wesentlicher Grund dafür sind die ausstehenden Mietzahlungen. Für eine vierstellige Zahl an Karstadt-Mitarbeitern könnte das den Arbeitsplatzverlust bedeuten, warnte die Gewerkschafterin.

Der Karstadt-Insolvenzbeauftragte Rolf Weidmann sagte, mit den Arbeitnehmervertretern sei ein ganz wesentlicher Beitrag für eine Sanierung erreicht worden. Mit den anderen Parteien würden weiter Gespräche geführt. «Es sind gute Chancen zum Überleben gegeben», betonte er.

Über alles weitere werde die Gläubigerversammlung entscheiden. Diese trifft am Dienstag in Essen zusammen, um über den Insolvenzplan zu beraten. Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg will die Warenhauskette als Ganzes erhalten und einen Investor für das Unternehmen finden. (oku/sda)

Erstellt: 08.11.2009, 13:22 Uhr

Wirtschaft

Populär auf Facebook Privatsphäre

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen
Grillsaison
homegate Besser grillieren mit unseren Experten-Tipps Mehr

In Partnerschaft mit:

Homegate

Online-Wettbewerb

Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!

Remund führend in Werbetechnik

Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.

Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

DIE AGENDA

Informieren Sie sich über aktuelle Kulturveranstaltungen in der Stadt und Umgebung.