Aldi mogelte mit Kälber-Plakat
Aktualisiert am 11.11.2009 13 Kommentare
Aldi wirbt gerne mit Schweizer Qualität, wie die Kampagnen zeigen, mit denen der Discounter wirbt, seit er die ersten Filialen eröffnet hat. Zuletzt mit einem idyllischen Foto, das eine Mutterkuh zeigt, die sich auf einer idyllischen Wiese herzig um ihre Kälber kümmert. «CHalbfleisch», lautet der Text zur Anzeige, «täglich frisch aus der Schweiz».
Diese Strategie stösst auf Widerstand, wie die Sendung «Kassensturz» des Schweizer Fernsehens berichtete – von Seiten des Labels «Mutterkuh Schweiz», dessen Lieferanten sich tatsächlich zur Weidehaltung ihrer Kühe verpflichten. Geschäftsführer Urs Vogt sagte im «Kassensturz», das Aldi-Inserat sei eine Täuschung der Kunden: Für das Suisse-Garantie-Label, mit dem Aldi werbe, müssten nur die Minimalanforderungen des Tierschutzes erfüllt werden – nämlich eine reine Stallhaltung.
Nachdem Vogt bei Aldi schriftlich protestierte hatte, reagierte das Unternehmen mit einer Stellungnahme an die Sendung «Kassensturz»: Man habe einfach ein «naturnahes Bild mit einer schönen Landschaft» ausgewählt, um für Schweizer Kalbfleisch Werbung zu machen, wie es in der Sendung hiess. Die Verbreitung der Anzeige werde gestoppt, teilte Aldi weiter mit. (raa)
Erstellt: 11.11.2009, 10:55 Uhr
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13 Kommentare
Jetzt ist natürlich,der Kassensturz schuld, wenn Aldi sich ungewöhnlicher Praktiken bedient.Hier sieht man einmal mehr,was dieser Aldi für eine Sonderstellung geniesst,egal was er anstellt.Kassensturz ist eine SEHR GUTE Sendung,auf die ich NICHTS kommen lasse.Dasselbe gilt für die Zeitschriften Beobachter u.K-Tip,wo ich sehr interessante Artikel fand zum Schutz der Konsumenten! Antworten
Da hat Kassensturz wieder mal einen Kassenfurz gefunden. Es ist zu hoffen, dass dieses staatliche Sendegefäss mal ein Thema findet, dass wirklich bristant ist. Z.B. Yoghurt, wo Erdbeer draufsteht und und nur Chemie drin ist. Das würde die Welt bewegen! Antworten
Das hat mit Manipulation nichts zu tun, sondern mit gewerbmässigem Betrug. Migros, Coop und Denner sind auch um keinen Deut besser. Der Gesetzgeber sollte einmal verwarnen und dann gestaffelt büssen. Beim ersten mal 20 Mio., 40 Mio., 80 Mio. usw. Das Verächtliche von denen ist, dass sie etwaige Bussen schon ins Werbebudget miteinplanen, denn bisweilen sind die Gesetzte dazu viel zu lasch. Antworten
Gar keine Unverschämtheit! Die machen nur, was die anderen (Coop,Denner,Migros etc.) auch machen. Es reicht ja schon, wenn ein Schweizer Bäcker in Kuala Lumpur seinen Finger in den Teig steckt, dann schreiben Sie Swissmade drauf. In Sachen Verbraucherschutz steht die Schweiz GEWOLLT an LETZTER STELLE. Haben Sie sich schon mal gefragt wieso? EU-Richtlinien endlich auch im Verbraucherschutz!! Antworten
Die Firma ist leider bekannt mit allen Mitteln aus den Lieferanten und Angestellten alles herauszupressen was geht. Ohne Rücksicht auf Verluste. Vielleicht mögen jetzt die Grossen wie Migros und Coop Ihre Produkte preissensitiver gestalten. Am Ende leidet die viel gepriesene CH-Qualität bei allen Anbietern. Nur schade, dass man nicht endlich einsieht, dass solche Firmen geschlossen gehören. Antworten
Wirtschaft
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Hans Brunner
@Frau Weiss. Da könnte ich Ihnen aber ein paar Storys vom Kassensturz erzählen. Zum Beispiel illegal gefilmte "Überführungsvideos" oder andere Abhöraktionen. Aber es gibt halt keine Sendung zum Schutz vor Verbraucherschutzsendungen ;-). Antworten