Wirtschaft

Aldi mogelte mit Kälber-Plakat

Mit einem Foto von Kälbern in idyllischer Umgebung pries der deutsche Discounter sein Schweizer Kalbfleisch an – zu Unrecht. Und zog nun die Konsequenz.

Bei Aldi nicht erhältlich: Fleisch von Kühen, die auf der Weide leben.

Aldi

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Aldi wirbt gerne mit Schweizer Qualität, wie die Kampagnen zeigen, mit denen der Discounter wirbt, seit er die ersten Filialen eröffnet hat. Zuletzt mit einem idyllischen Foto, das eine Mutterkuh zeigt, die sich auf einer idyllischen Wiese herzig um ihre Kälber kümmert. «CHalbfleisch», lautet der Text zur Anzeige, «täglich frisch aus der Schweiz».

Diese Strategie stösst auf Widerstand, wie die Sendung «Kassensturz» des Schweizer Fernsehens berichtete – von Seiten des Labels «Mutterkuh Schweiz», dessen Lieferanten sich tatsächlich zur Weidehaltung ihrer Kühe verpflichten. Geschäftsführer Urs Vogt sagte im «Kassensturz», das Aldi-Inserat sei eine Täuschung der Kunden: Für das Suisse-Garantie-Label, mit dem Aldi werbe, müssten nur die Minimalanforderungen des Tierschutzes erfüllt werden – nämlich eine reine Stallhaltung.

Nachdem Vogt bei Aldi schriftlich protestierte hatte, reagierte das Unternehmen mit einer Stellungnahme an die Sendung «Kassensturz»: Man habe einfach ein «naturnahes Bild mit einer schönen Landschaft» ausgewählt, um für Schweizer Kalbfleisch Werbung zu machen, wie es in der Sendung hiess. Die Verbreitung der Anzeige werde gestoppt, teilte Aldi weiter mit. (raa)

Erstellt: 11.11.2009, 10:55 Uhr

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13 Kommentare

Hans Brunner

11.11.2009, 16:26 Uhr
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@Frau Weiss. Da könnte ich Ihnen aber ein paar Storys vom Kassensturz erzählen. Zum Beispiel illegal gefilmte "Überführungsvideos" oder andere Abhöraktionen. Aber es gibt halt keine Sendung zum Schutz vor Verbraucherschutzsendungen ;-). Antworten


Sibylle Weiss

11.11.2009, 14:01 Uhr
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Jetzt ist natürlich,der Kassensturz schuld, wenn Aldi sich ungewöhnlicher Praktiken bedient.Hier sieht man einmal mehr,was dieser Aldi für eine Sonderstellung geniesst,egal was er anstellt.Kassensturz ist eine SEHR GUTE Sendung,auf die ich NICHTS kommen lasse.Dasselbe gilt für die Zeitschriften Beobachter u.K-Tip,wo ich sehr interessante Artikel fand zum Schutz der Konsumenten! Antworten


Res Zaugg

11.11.2009, 13:08 Uhr
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Da hat Kassensturz wieder mal einen Kassenfurz gefunden. Es ist zu hoffen, dass dieses staatliche Sendegefäss mal ein Thema findet, dass wirklich bristant ist. Z.B. Yoghurt, wo Erdbeer draufsteht und und nur Chemie drin ist. Das würde die Welt bewegen! Antworten


Frederik Degen

11.11.2009, 12:55 Uhr
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Das hat mit Manipulation nichts zu tun, sondern mit gewerbmässigem Betrug. Migros, Coop und Denner sind auch um keinen Deut besser. Der Gesetzgeber sollte einmal verwarnen und dann gestaffelt büssen. Beim ersten mal 20 Mio., 40 Mio., 80 Mio. usw. Das Verächtliche von denen ist, dass sie etwaige Bussen schon ins Werbebudget miteinplanen, denn bisweilen sind die Gesetzte dazu viel zu lasch. Antworten


Hans Velten

11.11.2009, 12:45 Uhr
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Wenigstens musste Aldi nicht gemassregelt werden wegen arglistiger Täuschung von Kühen. Antworten


Freddy Luger

11.11.2009, 11:25 Uhr
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Ich geh weiterhin im Aldi einkaufen in diversen kantinen wird am Mittagstisch auch das billigste was der Markt hergibt verköstigt, tun wir nicht so scheinheilig bitte!! Antworten


Ernst Bolliger

11.11.2009, 11:15 Uhr
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Nur naive Zeitgenossen glauben an solche Bilder. Jeder der sich einigermassen informiert weiss wie in der Regel die Kälber gemästet werden. Das Fleisch unserer Schweizer Bauern verdient in jedem Fall Lob. Antworten


Tom Müller

11.11.2009, 11:08 Uhr
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Auf Geflügelaufschnitt aus Migros/Coop steht auch "Hergestellt in der SCHWEIZ", aber das Fleisch kommt aus Brasilien. Das sieht man nur, wenn man hinten die Zusammensetzung liest. Antworten


Alfredo Garcia

11.11.2009, 11:02 Uhr
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Werbung ist immer Manipulation, so auch bei Aldi. Antworten


Romeo Zolin

11.11.2009, 10:50 Uhr
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Gar keine Unverschämtheit! Die machen nur, was die anderen (Coop,Denner,Migros etc.) auch machen. Es reicht ja schon, wenn ein Schweizer Bäcker in Kuala Lumpur seinen Finger in den Teig steckt, dann schreiben Sie Swissmade drauf. In Sachen Verbraucherschutz steht die Schweiz GEWOLLT an LETZTER STELLE. Haben Sie sich schon mal gefragt wieso? EU-Richtlinien endlich auch im Verbraucherschutz!! Antworten


Michael Sold

11.11.2009, 10:46 Uhr
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Die Firma ist leider bekannt mit allen Mitteln aus den Lieferanten und Angestellten alles herauszupressen was geht. Ohne Rücksicht auf Verluste. Vielleicht mögen jetzt die Grossen wie Migros und Coop Ihre Produkte preissensitiver gestalten. Am Ende leidet die viel gepriesene CH-Qualität bei allen Anbietern. Nur schade, dass man nicht endlich einsieht, dass solche Firmen geschlossen gehören. Antworten


Reinhold Birgmann

11.11.2009, 10:33 Uhr
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Die Migros wirbt damit, bei 500 Artikeln die Preise zu senken und zählt bei den Kleidern jedes Kleidungsstück einzeln mit der Grösse. Wer der Werbung glaubt, ist eben selbst dran schuld. Antworten


majo naef

11.11.2009, 10:17 Uhr
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Man habe nur .. Unverschämtheit. Die probieren wirklich alles, dabei sind die Deutschen- bezw. EU-Richtlinien auch nicht ohne. Antworten



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