US-Leitzins bleibt wie erwartet auf dem Tiefstand
Der Leitzins bleibt unverändert: Der Sitz der US-Notenbank Federal Reserve in Washington.
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Die US-Notenbank Fed sieht Signale für eine Schwächung der Konjunktur in den USA. Die Erholung in der Wirtschaft und auf dem Arbeitsmarkt habe sich «in den vergangenen Monaten verlangsamt», erklärte der Offenmarktausschuss der Fed zum Abschluss. Um die konjunkturelle Erholung abzustützen, will die Fed die Einkünfte ihrer hypothekenbesicherten Wertpapiere, die sie im Zuge der Finanzkrise erworben hatte, in langfristige US-Staatsanleihen investieren.
Den Leitzins beliess sie unverändert im Bereich von null bis 0,25 Prozent. In ihrer Erklärung nahm die Fed eine behutsame Änderung ihrer Konjunktureinschätzungen aus vergangenen Sitzungen vor. Nach seiner letzten Sitzung im Juni hatte der Offenmarktausschuss von zunehmenden Signalen für eine Stärkung der Konjunktur und eine Verbesserung am Arbeitsmarkt gesprochen. In der Erklärung hiess es nun: «Das Tempo der wirtschaftlichen Erholung wird kurzfristig wahrscheinlich moderater ausfallen als erwartet.»
Keine Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt
Anders als in vorangegangenen Sitzungen gab es in der aktuellen Erklärungen keinen Hinweis darauf, dass die Fed-Experten eine allmähliche Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt erwarten. Stattdessen wird vermerkt, dass Arbeitgeber bei Neueinstellungen weiterhin «zögerlich» seien.
Angesichts des ohnehin niedrigen Leitzins-Satzes bleiben der Fed zur Stimulierung der Konjunktur vor allem unkonventionelle Methoden. Die Notenbank will nun wie bereits nach Beginn der Finanzkrise 2008 Staatsanleihen des US-Finanzministeriums kaufen. Dazu will die Fed Einkünfte aus ihrem gewaltigen Paket an immobilienbesicherten Anleihen verwenden, die sie im Kampf gegen die Finanzkrise in einem Volumen von etwa 1,25 Billionen Dollar erworben hatte.
Die Ankündigung der Fed konnte auch als Signal verstanden werden, dass Exit-Strategien aus der gelockerten Geldpolitik, wie sie noch vor Wochen diskutiert worden waren, zunächst eher nicht eingeschlagen werden. (bru/AFP/sda/)
Erstellt: 10.08.2010, 20:39 Uhr
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