Wirtschaft

Teuerung in der Eurozone rückläufig

Aktualisiert am 04.01.2012 3 Kommentare

Die Inflation in der Eurozone hat ihren Höhepunkt überschritten. Experten sehen nun einen grösseren Spielraum für weitere Zinsreduktionen.

Preise stiegen nur noch um 2,8 Prozent: Winterschlussverkauf in Rom. (3. Januar 2010)

Preise stiegen nur noch um 2,8 Prozent: Winterschlussverkauf in Rom. (3. Januar 2010)
Bild: AFP

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Die Inflation in der Eurozone hat ihren Höhepunkt vorerst überschritten. Die Konsumentenpreise stiegen im Dezember im Vergleich zum Vorjahresmonat nur noch um 2,8 Prozent, wie das europäische Statistikamt Eurostat heute mitteilte.

Die drei Monate davor hatte die Teuerungsrate auf dem Drei-Jahres-Hoch von 3,0 Prozent verharrt. Ökonomen hatten mit dem Rückgang gerechnet.

Stabile Preise

Dieser wird sich gemäss den Erwartungen der Europäischen Zentralbank (EZB) 2012 fortsetzen. Die Zentralbank geht von einem deutlichen Absinken der Inflationsrate auf durchschnittlich zwei Prozent aus. Bis zu dieser Marke spricht sie von stabilen Preisen.

Die EZB hatte in zwei Schritten im November und Dezember den Leitzins auf 1,0 Prozent gedrückt, obwohl die Teuerungsrate damals noch auf dem Drei-Jahres-Hoch lag. Kritiker warfen der Notenbank vor, die Inflation mit einer Politik des billigen Geldes noch weiter anzuheizen.

Experten sehen dank der rückläufigen Inflation nun einen grösseren Spielraum für weitere Zinsreduktionen. Eine Senkung auf 0,75 Prozent bereits in der ersten Sitzung des EZB-Rats am 12. Januar sei aber nicht zu erwarten, sagte ein Ökonom gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

(kle/sda)

Erstellt: 04.01.2012, 16:08 Uhr

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3 Kommentare

Roman Huber

04.01.2012, 16:53 Uhr
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Kann mir einer dieser niemals näher spezifizierten Experten aufzeigen, wie denn das Geld in der Wirtschaft ankommt? Wo zb die 489 Mia. Euro sind, welche von der EZB am 21.12.2011 bei einer Laufzeit von 3 Jahren und einem Zins von 1% (gegen jegliche Sicherheiten) ausgegeben hat? Sowas müsste man ja merken, es sei denn sie versickern eben in den Bilanzen (da gibts ja ein "paar Löcher"). Antworten


Jean Roth

04.01.2012, 17:32 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Interessant wäre zu erfahren, welche Preise in Betracht gezogen werden um die Inflationsrate zu errechnen.
Vieleicht die Produktion von Turnschuhen oder Etiketten von Essigflaschen oder Verpackungen von Tulpenzwiebeln ähnliches ?
Obwohl das alles nicht unbedingt lebensnotwendig ist, wäre es durchaus möglich !
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