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Städte unter dem Frankenjoch
Als der Franken noch schwach war und zusätzlich tiefe Zinsen lockten, haben sich viele Städte Europas in der Schweizer Währung verschuldet, jetzt müssen sie teuer dafür bezahlen. Mehr...
Von Markus Diem Meier.
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46 Kommentare
Da haben halt ein paar Finanzverantwortliche das Kleingedruckte nicht gelesen,resp. es nicht für nötig gefunden, die ganzen worst-case Szenarien durchzuspielen und jetzt kommt das böse Erwachen, die paar mikrigen Prozentli, die man meinte zu sparen haben sich ins Gegenteil gedreht. Dabei hat der Banker alles so schön präsentiert mit Power-Point-Pi-Pa-Po und es schien ein gutes Geschäft zu sein... Antworten
Diese Städte haben sich nicht "verspekuliert", sondern sie haben genau das getan, was die Deutsche Bank wollte. Dadurch haben sie ihr die hohen Kapitalrenditen ermöglicht. Man kann sagen, dass die Deutsche Bank sich ihre staatliche Unterstützung selber organisiert hat, anstatt auf höchster politischer Ebene um Steuergelder betteln zu gehen (wie zB die UBS beim Bundesrat). Antworten
Wenn mir in einem Nobelgeschaeft die charmante Verkaeuferin
einen Luxuspullover (nur das Beste) andrehen will,
darf ich doch "nein" sagen ....
dDas kapitalitische System wird an seiner Gier nach geld und Rendite nun Stück für Stück demontiert, bzw. ausser Kraft gesetzt und viele müssen wiederum dies mit erhöhten Steuergeldern bezahlt werrden. Aber eben die Politik hat massgeblich das ganze angeheizt, jedoch ohne die Risiken aufzuzeigen. Der BR und Co haben alles unter den Tisch geschoben. Unsere Ur-Enkel bezahlen nun für die Miseere! Antworten
Jedem Kind wird mal gelernt. Nur soviel Geld auszugeben wie man verdient. Würde im Prinzip auch für Städte und Staadten gelten. Keiner hält sich daran, weil zuletzt der dummer Steuerzahler dafür bezahlt. Das ist der Skandal und weniger, dass die Banken solche Produkte anbieten. Antworten
@Steiner 10:11: Sie haben vollkommen recht und ich bin Ihrer Meinung. Aber sind Sie sich bewusst, dass es ohne Schulden auch keine Kapitalrendite mehr gäbe? Und somit keinen Kapitalismus mehr? Die Produkte der Banken wären dann sinnlos und hinfällig. Und unser Alter müssten wir gänzlich anders "absichern" als heute. Ich bin absolut dafür. Aber sind Sie, Hr. Steiner, sich der Konsequenzen bewusst?
Wie heisst es in den Finanz Lehrbüchern: there is no free lunch ! Also tiefere CHF-Zinsen Zahlen und meinen man hat das gleich Risiko wie in der Landeswährung (wo ja das Zinsniveau deutlich höher ist) können wohl nur ganz naive Anleger. Leider sind dabei sogar öffentliche Angestellte welche so das Geld ihrer Gemeinden verspekulieren.... Antworten
@Schmid 9:36: Interessanterweise hält die Hochfinanz selber gar nichts von diesem Spruch. Sie kassiert und kassiert und kassiert immer skrupelloser die Früchte der Realwirtschaft und der Sparer, ohne selber etwas fruchtbares beizutragen. Dieser Spruch gilt offenbar für alle anderen, aber nicht für sie selber.
es wäre relativ einfach: man macht in zukunft keine schulden mehr. jeder normale mensch weiss, dass man sich so unnötig abhängig macht und letztendlich viel mehr bezahlt, als wenn man den betrag zuerst gespart hätte und erst dann ausgibt, anstatt ihn zuerst auszugeben und erst dann anzusparen. warum bloss ist das den politikern nicht klar?? Antworten
Gegenfrage: Warum ist das den Wählern nicht klar? Wer nur für tiefe Steuern stimmt stellt sich selbst das Bein.
Es ist doch völlig ohne Belang, WORAUF die Käufer solcher Konstrukte gewettet und dann verloren haben: Im Falle öffentlicher Verwaltungen müssen sie sich so oder so die Frage gefallen lassen, ob das noch getreue Geschäftsführung war. Ein Kurs von 1.50 bis 1.65 von Euro zu Franken ist im übrigen nicht "derart hoch", sondern wäre etwa der normale. Antworten
Jetzt sehen all die "Spekulanten-Schimpfer", wer eigentlich tatsächlich hinter diesen massiven Kursbewegungen sitzt. Nicht Hedgefunds. Nicht kleine Mikro-Trader, die die Hebelwirkung ausnutzen wollen, um mit wenig Einsatz etwas zu verdienen. Nein, unsere AHV, unsere Pensionskassen, die Nationalbanken, Banken im KUNDENAUFTRAG, die Städte und die Häuslebauer rund um den Globus... Antworten
Sie bringen es auf den Punkt. Die angeblich bösen Hedge-Funds können nur operieren, wenn es liebe Investoren (wie unsere Versicherer und PKs) gibt, die das Geld geben und den grossen Reibach machen wollen. Also bitte nicht immer den Sack schlagen, wenn man den Esel nicht sieht.
Mit Spekulaten sind nicht wirklich Spekulaten gemeint. Die meisten Leute können nicht mal erklären, was ein Hedge Fund ist. Mit Spekulaten wird einfach ein nicht zuordnungsbarer Begriff verwendet um jemandem die Schuld zu geben ohne Verantwortung für sich selbst übernehmen zu müssen. Anstatt Spekulanten wird auch gerne Banker, Ausländer oder ähnliches verwendet...
Ich will ja kein Spielverderber sein - aber so ein grosses Thema ist Wien und der Frankenkredit in den österr.Medien nicht. Oder lese ich mit Die Presse und Der Standard die falschen Qualitätszeitungen? Hingegen ist das Thema für Linz doch medienwirksam ausgebreitet worden. Aber das Thema ist eigentlich ja schon lange bekannt und weniger staubaufwirbelnd als es hier in der BAZ nun erscheinen mag. Antworten
Dann lesen Sie mal die OÖN. Da ist der Kuchen noch lange nicht gebacken. Es rumpelt in Linz nämlich ganz gehörig.
Die paar Milliönchen kann St.Tropez allein mit den Hafengbühren der Jachten reinholen.. ein bischen anheben und schon ist das Problem gelöst und weh tut es auch niemandem.
Ist die Frage ob die tausende Millionäre dort überhaupt Steuern zahlen! Wenn diese mit niedrigeren Steuern angelockt werden ist das für die Gemeinde schon ein Problem (Seh ich da Parallelen zur Schweiz?)
Wenn sie dort in St. Tropez, wo heute nur die Russen-Oligarchen und Milliardäre wohnen so richtig besteuern würden, dann werden in die Kasseli der Gemeinde einige Hunderte von Millionen gespüllt werden. Die andere Frage ist, wieso mussten sie in den CHF und nicht in der eigenen Währung Kredite aufnehmmen. CHF missbrauchen ist doch nichts als Spekulation. Dafür müssen sie holt heute zahlen.
Das Spiel vom Gewinnen und Verlieren wird immer dramatischer aufgelegt: Von Banken die ich zunehmend Spielbanken benenne. Die Abgaben von Spielbanken betragen 50 % für wohltätige Zwecke. Oder soll dies für Schaden verwendet werden, für den sich Banken oder deren Spitzenverdiener bzw. -einnehmer, partout nicht einstehen wollen? Ich nenns Rattenfängerei auf dem Spielplatz, letzterer genannt Markt. Antworten
Und was will uns der Tagi damit sagen? Das Politiker von Finanzen nichts verstehen? Das ist nicht neu und trifft auf ganz Europa zu. Siehe Euro Kriese. Und wo waren den die Journalisten als diese Entscheide gefallen sind? Und hat man das Volk gefragt? Eben... Antworten
Herr Steiner, Ihre besserwisserische Art ist anmassend. Dies vor allem weil sie selbst nicht einmal fähig sind KRISE richtig zu schreiben.
Zuerst vielleicht einmal vor der eigenen Haustüre wischen!!!
Man kann es nicht genug betonen: Die enge Verflechtung der modernen Finanzindustrie mit Politik, Staat und deren Kreditwirtschaft. Für politische Journalisten, gerade von links, ist dieser Hinweis so unsexy, dass er oft zensuriert wird. Antworten
In diesem Artikel haben sich einige Fehler eingeschlichen: Franz. Gemeinden haben nicht in riskanten Anleihen investiert, sondern sich via dessen verschuldet. Europäische Städte wollten sicher zu keiner Zeit an irgendwelcher Frankenspekulation teilnehmen, sondern sich vermeintlicht günstig, da niedrige Zinssätze, in CHF verschulden. Antworten
In kürze können wir wenn wir wollen die Städte übernehmen die uns interessieren. Nur genug lang warten bis diese Überschuldet sind und dann zuschlagen…. Ist doch Geil!!! Ich würde mal so sagen – Finger weg lassen vom Süden und Osten wobei Wien gut ist. Sowie Finger weg von den Franzosen aber über den Rest kann man reden. Antworten
Ich teile Ihre Meinung nicht. Gerade 2-3 französiche AKWs wären hochinteressant, um einen künftigen Stromengpass in der Schweiz zu vermeiden. Bitte zuerst genau analysieren und eine gesamtheitliche Betrachtung, bevor man Perlen vom Tisch schiebt (oder Schrott akzeptiert).
Na ja, von selbst sind die Stadtkämmerer wohl nicht auf die Idee gekommen. Gut, haben sie sich an den örtlichen, regionalen, nationalen oder internationalen Banker ihres Vertrauens gewandt, um solch nachhaltige Geschäfte zu tätigen. Antworten
Klein-Greenspan vom Bürkliplatz treibt eben schon lange sein Unwesen:
Der CHF wurde durch tiefe Zinsen absichtlich geschwächt bis zu einem EUR Kurs von 1.68. Damit wurden die Exporte subventioniert, Immobilienpreise aufgeblasen und Niederzins-Spekulanten angelockt. Und was macht die SNB jetzt? Alle Manipulationen kommen zu einem Ende und die Rechnung wird dann uns allen präsentiert.
Antworten
Es werden wohl schon bald die ersten posts auftauchen, das sei auch nur die "Schuld" der Schweizer Rosinenpicker-Profiteure und nicht der "armen und ausgenutzten" Finanzkonstrukteure in ganz Europa, die eigtl. ganz unschuldig uns bösen Anti-EU-taisten auf den Leim gekrochen sind..
Bitte, bitte (auch wenn's heiss ist draussen) ^versucht nicht einfach drauflos zu plärren, "WIR" haben nix davon, ok?
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was ist ihre meinung und ihr vorschlag? von wegen warm und geplärr!
Die Banken sind wie immer komplett unschuldig. Völlig egal ob diese eine zentrale Rolle bei der Verteilung von Krediten einnehmen... Nur schon deswegen sind diese Entiäten über alle Zweifel ihres Geschäftsmodells erhaben. Kritik unerwünscht, Zweifel unerwünscht, Alternativen unerwünscht...
Naja, Sie sind nun ja wieder mal der erste der stets wieder in die gleiche Kerbe schlägt...
... und darum soll der CHF jetzt schwächer werden ???? Lasst den CHF staerker werden entsprechend ihrer Wirtschaftskraft. Es muss halt wieder auf Qualität geachtet werden und nicht auf Quantitaet. Das hier beschriebene Problem mit den Frankenkrediten (ost)europaeischer Staedte krazt mich sonstwo... (sie hatten ja auch anfaenglich enorm verdient ). Antworten
Ist halt so das nicht nur die Menschen sondern auch Regierungen, Unternehmen, Regionen usw. unfähig sind mit der aktuellen Form der Globaliserung und Liberalisierung umzugehen. Viele machen das nicht freiwillig sondern werden durch zahllose Systematiken dazu gezwungen sich auf immer kreativeren Wegen Kredite zu suchen. Ultimative Profiteure sind die üblichen steuerbefreiten Finanzhaie und Banken. Antworten
Weil alle mit Geld nicht umgehen können und ständig mehr ausgegeben haben als eingenommen, sind solch hochspekulative Wetten eingegangen worden, um nicht sparen zu müssen.
Typisch Politik: Probleme werden nicht gelöst, sondern einfach in die Zukunft verschoben und damit noch schlimmer als sie schon sind.
Antworten
Als alles nach Wunsch lief, gab es ja keine Klagen. Nun, da die Situation etwas anders ist, sind wir natürlich in der Schuld. Man erwartet wohl, dass wir zumindest moralisch mitverantwortlich sind. Wir waren ja so rücksichtslos und haben unseren Finanzhaushalt in Ordnung gehalten. Warum waren wir so blöd und haben auch noch Steuern bezahlt? Jetzt haben wir den Salat. Wien schmollt, verfixt nochmal Antworten
Die Stadt Linz (A) jammert huete schon über Zinslasten auf dem Franken, welche keine vernünftigen Budgets mehr zulassen, Die Zinslast ist bereits mehr als 50% der Steuereinnahmen. Dcoh auch hier verdient sich jemand eine goldene Nase und wen interesiert es wirklich? Die Politik hat geschlafen als solche Produkte zugelassen wurden und schläft auch heute und zwar weltweit. Antworten
Na und? Beim Spekulieren gibt's meistens Verlierer. Wenn man nicht für's worst case scenario gerüstet ist, sollte man es bleiben lassen. Vielleicht kommt einmal die Zeit, in der ruchlose Berater zur Rechenschaft gezogen werden können. Doch bis anhin tragen die Anleger das ganze Risiko, und daran sind sie selber Schuld. Antworten
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