Wirtschaft

Spanien schlittert in die zweite Rezession in drei Jahren

Aktualisiert am 30.04.2012 48 Kommentare

Nun ist es offiziell: Spanien ist im ersten Quartal 2012 schon wieder in die Rezession gerutscht. Standard & Poor's hat die Einstufung für das Land und zahlreiche spanische Banken gesenkt.

Stürmische Zeiten: Wolken über einer Baustelle in Madrid. (19, April 2012)

Stürmische Zeiten: Wolken über einer Baustelle in Madrid. (19, April 2012)
Bild: Reuters

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In den ersten drei Monaten sank die Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent, wie das spanische Statistikamt mitteilt. Schon im Schlussquartal 2011 war die spanische Wirtschaft erstmals seit Ende 2009 wieder geschrumpft. Das Minus lag ebenfalls bei 0,3 Prozent. Damit ist die gängige Definition für eine Rezession – zwei Quartale mit negativen Wachstumsraten in Folge – nunmehr erfüllt. Es ist bereits die zweite Rezession in den letzten drei Jahren.

Vor einer Woche hatte bereits die Notenbank Spaniens eine Vorabschätzung für das Wachstum im ersten Quartal veröffentlicht. Die Notenbanker waren allerdings zu einem etwas schwächeren Ergebnis als die Statistiker gekommen. Die Notenbank hatte eine Rate von minus 0,4 Prozent ermittelt.

Tieferes Rating

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat die Einstufung für das Land und zahlreiche spanische Banken gesenkt. Die Bonitätsnoten für die beiden Grossbanken BBVA und Santander würden dabei wie für das Land Spanien selbst um zwei Stufen reduziert, teilte S&P am Montag in Madrid mit.

Santanders langfristige Schulden werden jetzt mit der Note «A-« und damit etwas besser als die Verbindlichkeiten Spaniens eingestuft. BBVA habe jetzt mit «BBB » die gleiche Bewertung wie Spanien.

Die spanischen Banken leiden unter dem Zusammenbruch des heimischen Immobilienmarkts und gelten derzeit als einer der grössten Problemfälle innerhalb der europäischen Schuldenkrise. Der Sektor ist geprägt von den beiden Grossbanken sowie zahlreichen kleineren Instituten, die grösstenteils regional tätig sind.

Zudem hat das Land einen grossen Sparkassensektor. Von den vielen Sparkassen mussten in der Schuldenkrise bereits einige Institute vom Staat gerettet werden. Der gesamte Bereich soll grösstenteils neu sortiert werden.

(bru/sda)

Erstellt: 30.04.2012, 10:53 Uhr

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48 Kommentare

markus karrer

30.04.2012, 11:39 Uhr
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Derweil kauft die SNB weiter in verantwortungsloser Grenzenlosigkeit Euros auf, die sonst niemand mehr haben will. Die SNB gefährdet damit das Kapital der Schweiz und die Zukunft unserer Kinder. Kritische Kommentar dazu sind wohl nicht erwünscht. Antworten


Andreas Meier

30.04.2012, 11:12 Uhr
Melden 65 Empfehlung 0

Die "Schönfärberei" der EU Regierung in Brüssel - von wegen Fortschritten in Spanien - wird immer mehr zur Farce für die betroffenen EU Bürger! Pausenlose Lügen, haben eben am Schluss immer kurze Beine! Antworten



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