Wirtschaft

Seco korrigiert Prognose kräftig nach oben

Aktualisiert am 22.09.2009 4 Kommentare

Die Ökonomen des Bundes sehen eine positive Wende – und loben die Konjunkturprogramme des Staates. Der Export hingegen bereitet weiterhin Sorgen.

Erstarkte Schweizer Wirtschaft: Eine Verdichtungswalze in einem Maschinenbauwerk in Langenthal.

Erstarkte Schweizer Wirtschaft: Eine Verdichtungswalze in einem Maschinenbauwerk in Langenthal.
Bild: Keystone

Die Ökonomen des Bundes erwarten für das zweite Halbjahr eine positive Wende. Sie haben ihre Konjunkturprognosen daher deutlich nach oben korrigiert: Demnach schrumpft die Wirtschaftsleistung der Schweiz im laufenden Jahr um 1,7 Prozent. Vor drei Monaten hatte die Expertengruppe des Bundes noch einen Rückgang von 2,7 Prozent prognostiziert. Nächstes Jahr dürfte die Wirtschaft bereits wieder leicht um 0,4 Prozent wachsen. Bislang war ein Minus von 0,4 Prozent vorhergesagt worden.

Die Weltkonjunktur erhole sich schneller als erwartet, heisst es in der Mitteilung des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) vom Dienstag. Diese Erholung sei nicht zuletzt den staatlichen Konjunkturprogrammen zu verdanken. Zudem sei in vielen Ländern der Lagerabbau der Unternehmen weitgehend beendet, so dass eine steigende Nachfrage rasch auf die Produktion durchschlagen sollte.

Der Export krankt weiterhin

Das Seco befürchtet aber, dass die internationale Konjunktur nach der ersten kräftigen Aufholbewegung im Verlauf von 2010 wieder an Schwung verlieren wird. Das bremst auch die Schweizer Wirtschaft. Entsprechend bleiben die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt düster: Die durchschnittliche Arbeitslosenquote beträgt im laufenden Jahr 3,8 Prozent und klettert demnach nächstes Jahr auf 5,2 Prozent.

Auch der Schweizer Aussenhandel zeigt ebenfalls noch keine Anzeichen der Erholung. Im August gingen die Exporte wertmässig um 14,0 Prozent auf 12,961 Milliarden Franken zurück. Die Importe sackten um 18,1 Prozent auf 11,176 Milliarden Franken ab. Damit vergrösserte sich der Überschuss in der Handelsbilanz im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent auf 1,785 Milliarden Franken. Einzig die Pharma-Industrie sowie die Nahrungs- und Genussmittelindustrie konnten mehr ausführen, wie die Eidgenössische Zollverwaltung am Dienstag mitteilte. (oku/sda)

Erstellt: 22.09.2009, 09:05 Uhr

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4 Kommentare

Heinz Köhli

22.09.2009, 11:41 Uhr
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Eine Krise versucht man ja immer durch massiv erhöhte Staatsausgaben zumindest symptomwirksam zu bekämpfen. Im Aufschwung schränkt sich der Staat dann leider nie ein und so werden munter Probleme den nächsten Generationen aufgebürdet. War schon immer so, wird auch immer so bleiben und ist problematisch, weil es so ständig ein massives Up and Down gibt anstelle einer steten Wachstumsentwicklung. Antworten


Danny Meier

22.09.2009, 09:47 Uhr
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Diese Einrichtung ist doch eine einzige Farce. Wiedereinmal die Meinung geändert. Die Konjunkturstelle mit ihrer dauernden Widersprüchlichkeit kommt mir vor wie eine Person die gerade von jenem Club Fan ist, welcher gerade auf Platz eis liegt. Antworten



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