Wirtschaft

Schweizer geben so wenig Geld aus wie seit 2009 nicht mehr

Aktualisiert am 30.08.2011 46 Kommentare

Der Privatkonsum in der Schweiz ist im Juli laut dem Konsumindikator der Grossbank UBS auf den tiefsten Stand seit Dezember 2009 gesunken. Im Vergleich zum Vormonat fiel der Index um 0,23 auf noch 1,29 Punkte.

Die Konsumentenstimmung sinkt: Herr und Frau Schweizer geben weniger Geld aus.(Grafik UBS)

Die Konsumentenstimmung sinkt: Herr und Frau Schweizer geben weniger Geld aus.(Grafik UBS)

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Verantwortlich für den Rückgang des Privatkonsums waren der schlechte Geschäftsgang im Detailhandel und die nachlassende Konsumentenstimmung. Ein wenig Gegensteuer gaben die neu immatrikulierten Fahrzeuge und die steigenden Hotelübernachtungen von Inländern, wie die UBS (UBSN 16.65 0.24%) heute mitteilte.

Zurzeit sei ein deutlicher Unterschied zwischen subjektiven und objektiven Einschätzungen festzustellen, kommentiert die UBS. Die beiden subjektiven Unter-Indikatoren Konsumentenstimmung und Geschäftsgang im Detailhandel waren im Juli deutlich rückläufig und tiefer als die langjährigen Mittelwerte.

Logiernächte steigen leicht an

Die objektiven Unter-Indikatoren stützten das allerdings nicht: Die Logiernächte von Schweizerinnen und Schweizern stiegen leicht an und lagen im ersten Halbjahr praktisch wieder auf dem Rekordstand von 2008.

Und die Zahl der neu zugelassenen Personenwagen hat ihren Vorkrisenstand schon deutlich überschritten. Die Konsumentenstimmung erhebt das Staatssekretariat für Wirtschaft, das Geschäft des Detailhandels die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF).

Krisenmeldungen aus Europa und den USA

Die negative Stimmung erklärt sich gemäss der Bank durch die in den vergangenen Monaten gehäuften Krisenmeldungen aus Europa und den USA. Da Stimmungsindikatoren in der Schweiz in der Vergangenheit grundsätzlich nie gute Konjunkturindikatoren waren, erwartet die Grossbank für 2011 weiterhin ein stabiles Wachstum des Privatkonsums von 1,6 Prozent. (pbe/sda)

Erstellt: 30.08.2011, 09:09 Uhr

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46 Kommentare

Heinz Butz

30.08.2011, 10:17 Uhr
Melden 78 Empfehlung 0

Wo nichts ist kann auch nichts ausgegeben werden! Aber zum Glück bekommen jetzt alle "Unternehmer" Geld vom Bund und dann kann man wieder investieren in Schmuck, heisse Parties oder ein teures Auto. Vielleicht sollte man die Steuern für Arbeiter, kleine Angestellte und Rentner massiv erhöhen, denn die kaufen ja sowieso nix Gescheites und die brauchen auch nichts, die hocken ja nur zuhause rum. Antworten


Manfred Stierli

30.08.2011, 11:45 Uhr
Melden 16 Empfehlung 0

Wäre mal interessant, diese Statistik zusammen mit jener über Ausgaben wie Steuern, KK-Prämien, Mieten etc gegenüber zu stellen. Vielleicht merkt man dann, wieso man in der Schweiz nicht mehr so viel konsumiert wie auch schon... Antworten



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