Wirtschaft

Schweizer Wirtschaft fasst wieder Tritt

Aktualisiert am 04.05.2012 22 Kommentare

Mehr Bestellungen, gesteigerter Absatz: Gemäss der ETH rechnen die Unternehmen in den kommenden Monaten mit einem Aufschwung. In der Baubranche ist der Optimismus besonders spürbar.

Die Konjunkturforschungsstelle der ETH befragt vierteljährlich die Schweizer Industrieunternehmen.


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Die düsteren Wolken über der Schweizer Wirtschaft lockern sich auf. Die Geschäftslage der Firmen hat sich gemäss einer Umfrage der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) in den vergangenen Monaten stabilisiert. Die Nachfrage ist nicht weiter gesunken.

Und die Betriebe rechnen mit einer leichten Belebung der Nachfrage in den nächsten Monaten, wie die KOF heute vor den Medien in Zürich bekannt gab. Die Geschäftserwartungen seien nicht mehr so skeptisch wie zu Jahresbeginn, die Schweizer Wirtschaft fasse wieder Tritt.

Wieder Boden unter den Füssen

Die Unternehmen seien wieder etwas zuversichtlicher bezüglich ihrer Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate, sagte KOF-Ökonom Klaus Abberger: «Wir haben den Boden offensichtlich gefunden. Die Wirtschaft hat wieder Boden unter den Füssen. Sie ist aber noch nicht aus dem Tal draussen.»

In der Industrie hat sich die Geschäftslage nicht weiter eingetrübt, wie aus der Umfrage im April bei über 7000 Unternehmen hervorgeht. Der Bestellungseingang habe verlangsamt abgenommen. Die Auslastung der Kapazitäten sei allerdings gesunken und liege nun mit 82,2 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt von etwas mehr als 83 Prozent.

Sowohl die binnen- als auch die exportorientierten Firmen erwarten eine leichte Erholung der Nachfrage in den kommenden drei Monaten. Die Geschäftserwartungen seien nicht mehr so gedämpft wie bisher.

Bau läuft gut

Im Bau sei die Lage sehr gut, sagte Abberger weiter. Nach der Abkühlung in den vergangenen Monaten habe sich die Nachfrage in jüngster Zeit wieder spürbar belebt. Die Detailhändler bewerten ihre Geschäftslage erneut als günstiger. Der Absatz in den Läden habe sich erholt und auch mit Blick auf die kommenden drei Monate seien die Verkaufserwartungen leicht positiv.

Bei Banken und Versicherungen sei die Lage insgesamt gut. Für die Geschäftsentwicklung in der nächsten Zeit seien die Befragen wieder optimistischer. Die Mitarbeiterzahl werde nicht mehr als zu gross eingeschätzt. Der Stellenabbau dürfte sich verlangsamen.

Im Gastgewerbe habe sich die Lage allerdings nochmals leicht verschlechtert. Dies liegt vor allem an der Hotellerie, wo die Zahl der Übernachtungen weiter zurückgegangen sei.

Aufschwung im Detailhandel

Optimistisch stimmen auch die Umsatzzahlen im Detailhandel: Der Schweizer Detailhandel hat im März 1,1 Prozent mehr Umsatz erzielt als im Vorjahr. Unter Berücksichtigung des inzwischen gesunkenen Preisniveaus (reale Entwicklung) resultierte gar ein Umsatzplus von 4,2 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag mitteilte.

Benzin- und Dieselverkäufe nicht mitgerechnet betrug die nominale Veränderung des Umsatzes im Detailhandel 0,9 Prozent, real 3,5 Prozent. Im Geschäft mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren kam es zu einer Zunahme um 1,5 Prozent (real 3,0 Prozent), bei den übrigen Waren zu einem Plus von 0,2 Prozent (real 3,6 Prozent).

Im Vergleich zum Februar stieg der Umsatz der Detailhändler im März um saisonale Effekte bereinigt um 2,8 Prozent. Inflationsbereinigt betrug das Umsatzwachstum im Monatsvergleich 1,9 Prozent. (mrs/sda)

Erstellt: 04.05.2012, 12:24 Uhr

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22 Kommentare

Sacha Meier

04.05.2012, 11:54 Uhr
Melden 21 Empfehlung 0

Das reale Umsatzplus von 4,2 Prozent in einem Jahr korreliert ziemlich gut mit den PFZ-Einwanderungszahlen. (Wohnbevölkerung März 2011 zu März 2012: 8.3 Mio zu 8.7 Mio.) Damit dürften die Ziele der Statistiker (10 Mio per Ende 2015) gut zu erreichen sein und niemand muss eine Immobilienblase befürchten. Selbst die Arbeitslosenzahlen dürften zufolge der verminderten ALV-Bezugsdauer rückläufig sein. Antworten


Hans Meier

04.05.2012, 12:57 Uhr
Melden 19 Empfehlung 0

Der unter der masslosen, von einer profitierenden Pseudo-Elite gesteuerten, Zuwanderung leidende Anteil der Bevölkerung müsste sich zusammen tun und schauen, dass auch die Profiteure die Nachteile spüren. Mein Vorschlag wäre, in den existierenden besseren Quartieren (z.B. Zürichberg) Villen aufzukaufen und anstelle dessen Plattenbauten hinstellen. Antworten



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