SMI klar fester – DAX schiesst in die Höhe
Aktualisiert am 05.10.2011 1 Kommentar
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Gute Vorgaben aus den USA und die Aussicht auf eine koordinierte Sanierung europäischer Banken hat den SMI (SMI 5865.19 0.22%) gleich zu Handelsbeginn auf Tageshöchstwerte ansteigen lassen.
Nach einem Zwischentief im Handelsverlauf, nahm der Markt gegen Börsenschluss hin dank über Erwarten guten US-Konjunkturdaten wieder an Fahrt auf. Enttäuschende Wirtschaftszahlen aus der Eurozone und die Senkung der Kreditwürdigkeit Italiens durch die Agentur Moody's fanden dagegen weniger Beachtung.
Bis Börsenschluss kletterte der Swiss Market Index (SMI) um 1,11 Prozent auf 5'504,99 Punkte in die Höhe. Der Swiss Performance Index (SPI) gewann 1,20 Prozent auf 4'973,87 Zähler.
DAX legte zu
Die Hoffnung auf Milliardenhilfen des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat für ein Kursfeuerwerk am deutschen Aktienmarkt gesorgt. Auslöser war der IWF-Europa-Direktor Antonio Borges, der in Aussicht stellte, seine Institution werde möglicherweise an der Seite des Eurorettungsschirms EFSF Anleihen von Krisenstaaten aufkaufen. Besonders Finanzwerte haussierten danach. Der DAX gewann 4,9 Prozent auf 5.473 Punkte. Der MDAX legte um 3,6 Prozent auf 8.066 Zähler zu. Der TecDAX stieg um 2,6 Prozent auf 642 Punkte.
Die New Yorker Börse hat den Handel den zweiten Tag in Folge in der Gewinnzone beendet. Der Dow-Jones-Index der 30 führenden Industriewerte stieg um 131 Punkte oder 1,2 Prozent auf 10.940 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte um 56 Punkte oder 2,3 Prozent zu und schloss bei 2.461 Zählern.
Credit Suisse (CSGN 19.09 -1.39%) legte kräftig zu
Bei den Schweizer Blue Chips legten im Finanzsektor Credit-Suisse-Titel ( 4,5 Prozent) kräftig zu. Die Aussicht auf eine Entspannung bei europäischen Banken führte aber auch in anderen Banken- und Versicherungswerten zu grosser Nachfrage: Die Aktien des Versicherers Zurich Financial Services gewannen 3,5 Prozent, jene der Bank Julius Bär 3,1 Prozent, die Papiere von Swiss Re legten um 3,6 Prozent zu.
UBS-Aktien hatten bereits am Vortag als Tagessieger den Platz verlassen, nachdem die Grossbank verlauten liess, dass im dritten Quartal nun doch ein Gewinn erwartet wird. Heute bewegten sich die Avancen mit 2,6 Prozent im Branchenvergleich auf etwas tieferem Niveau.
Swatch-Aktie kletterte in die Höhe
An vorderster Front waren auch konjunkturabhängige Titel zu finden. Die Titel des Spezialitätenchemie-Konzerns Clariant legten mit 5,6 Prozent im SMI/SLI am stärksten zu, Holcim-Titel verteuerten sich um immerhin 4,8 Prozent. Die Aktien des Zementherstellers wurden weder durch die Ratingabstufung der Credit Suisse noch von der Kurszielsenkung von JP Morgan gestoppt.
Auch die zuletzt arg gebeutelte Swatch-Aktie ( 4,7 Prozent) und jene von Luxusgüterhersteller Richemont ( 4,1 Prozent) kletterten stark in die Höhe. Zuletzt hatten Wachstumssorgen in China, einer der wichtigsten Märkte für die Luxusgüterindustrie, die Aktien der beiden weltweit tätigen Konzerne unter Druck gesetzt.
Bei den zyklischen Titeln gewannen die Aktien des Agrochemiekonzerns Syngenta 3,8 Prozent dazu. Die Bank Nomura hatte die Schätzungen für das weltweite Wachstum von Pflanzenschutzmitteln erhöht und daraufhin das Kursziel für die Basler angehoben. Am Nachmittag liessen gute Resultate des US-Konkurrenten Monsanto den Kurs von Syngenta weiter ansteigen.
Roch und Nestlé (NESN 54.8 0.27%) stoppten Aufschwung
Die Abgaben bei den Index-Schwergewichten Roche (ROG 152.4 0.26%) (-0,8 Prozent) und Nestlé (-0,5 Prozent) liessen aber einen stärkeren Anstieg im SMI nicht zu. Die Aktien des Pharmariesen Novartis konnten um immerhin 0,6 Prozent zulegen. Derweil gaben die Titel des Hörgeräteherstellers Sonova mit 4,1 Prozent mit Abstand am stärksten nach. Die UBS hat das Rating für die Sonova-Aktien auf «Neutral» von bisher «Buy» gesenkt.
Im breiten Markt gewannen Temenos-Aktien ( 5,6 Prozent) nach einer Kaufempfehlung durch die UBS deutlich an Wert. Die mit Performance-Problemen kämpfende Bankensoftwarespezialistin könnte zum Übernahmekandidaten werden, hiess es im Kommentar.
Deutlich steigende Kurse verzeichneten im Ölsektor die Aktien von Weatherford ( 7,6 Prozent) und Petroplus ( 7,2 Prozent). Die gesunkenen Rohöllagerbestände in den USA deuten auf eine erhöhte Nachfrage nach Ölprodukten hin, wovon die beiden Titel in der zweiten Handelshälfte stark profitieren konnten. (wid/sda/dapd)
Erstellt: 05.10.2011, 22:26 Uhr
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