Wirtschaft

Rundherum herrscht Krise, doch die Schweizer Industrie wächst

Aktualisiert am 02.04.2012 24 Kommentare

Die Industrie in Europa verliert weiter an Schwung. Die Schweiz scheint von dieser Krise weniger betroffen – im März konnte ihre Industrie zulegen.

Die Schweizer Industrie kann bei der Produktion wieder zulegen: Mitarbeiter von Stadler Rail. (Archivbild)

Die Schweizer Industrie kann bei der Produktion wieder zulegen: Mitarbeiter von Stadler Rail. (Archivbild)
Bild: Keystone

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Die Schweizer Industrie befindet sich wieder auf Wachstumskurs. Der Einkaufsmanager-Index (PMI) ist im März wieder über die Wachstumsschwelle von 50 Punkten geklettert. Er zeigte 52,7 Punkte an, nachdem er im Februar noch knapp unter 49,5 und im Januar bei 47,4 lag.

Angesichts der kurzfristigen Schwankungen des Index sollte ein einzelner Monatswert nicht überinterpretiert werden, hiess es heute im Communiqué der Credit Suisse. Gleichzeitig sprachen die Ökonomen der Grossbank, die den Index in Zusammenarbeit mit dem Fachverband für Einkauf und Supply Management (procure.ch) berechnet, aber auch von einer Bodenbildung.

So ist der Indexanstieg nämlich breit abgestützt: Die Einkaufsverantwortlichen der Schweizer Industrieunternehmen haben sowohl eine Zunahme der Produktion als auch des Auftragsbestands gemeldet. Die kürzeren Lieferfristen und die Reduktion des Personals zeugen dagegen von einer nach wie vor geringen Auslastung der Unternehmen.

Industrie in der Eurozone steht schlechter da

Die Industrie in der Euro-Zone hat im hingegen März an Schwung verloren. Der Einkaufsmanager-Index (PMI) fiel gegenüber dem Februar um 1,3 auf 47,7 Punkte, teilte das Markit-Institut heute mit. Das Barometer entfernte sich damit weiter von der Marke von 50 Zählern, ab der Wachstum angezeigt wird.

Erstmals seit Dezember war die Produktion wieder rückläufig. Auch die Aufträge der Industrieunternehmen in der Euro-Zone gingen zurück - und zwar sowohl in der Konsum- als auch in der Investitionsgüterbranche. Die Unternehmen bauten deshalb den zweiten Monat in Folge Arbeitsplätze ab.

«Zur anhaltenden Misere in den Peripherie-Ländern kommt nun auch die neuerliche Schwäche in Kernländern wie Deutschland und Frankreich hinzu», sagte Markit-Chefökonom Chris Williamson. Die Industrie habe sich im ersten Quartal als Wachstumsbremse erwiesen und dürfte ein Abgleiten des Euro-Raums in eine Rezession nicht verhindert haben. (mrs/sda)

Erstellt: 02.04.2012, 11:00 Uhr

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24 Kommentare

Andreas Meier

02.04.2012, 11:10 Uhr
Melden 81 Empfehlung 0

Damit dürften die Kritiker eines harten Frankens wohl entgültig verstummen! Im Gegenteil - der harte Franken hat die Industrie fit gemacht für den globalen Wettbewerb! Europa wird eher schwach bleiben - die Ausrichtung nach Asien, Russland und andere Märkte zahlt sich zunehmend aus! Die Schweiz kann ihre Exportpolitik unabhängig gestalten - mit der EU hätten wir nur einen Betonklotz am Bein! Antworten


Laurence Sunita

02.04.2012, 11:16 Uhr
Melden 52 Empfehlung 0

Und trotzdem schreien sie nach 1.30 of 1.40 für den Euro.....Die Zeiten sind sicher hart aber immer noch besser, dass sich die Unternehmen anpassen anstatt, dass der Steuerzahler wieder mal einspringt Antworten



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