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Peking zeigt die Autos der Zukunft
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Nach einer Abkühlung in China soll es auf dem grössten Automarkt der Welt langfristig wieder steiler aufwärtsgehen. Experten rechnen in diesem Jahr mit rund fünf bis zehn Prozent Wachstum.
2011 waren in dem Land nach Angaben von Chinas Personenwagenvereinigung rund 14,5 Millionen Personenwagen verkauft worden, 5,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor. «Die Talsohle ist erreicht», sagte der Vizegeneraldirektor von Chinas Personenwagenvereinigung, Cui Dongshu, gestern zum Auftakt der Internationalen Automesse in Peking.
Grund zur Freude
Die deutschen Oberklasse-Hersteller haben trotz der jüngsten Abschwächung des Wachstums Grund zur Freude. Daimler will in China mindestens so stark wie das gesamte Premiumsegment wachsen, das um 15 bis 20 Prozent zulegen soll, wie Daimler-Chef Dieter Zetsche sagte.
Ähnlich wie der Konkurrent BMW, der «zweistelliges Wachstum» erwartet, eröffnen die Stuttgarter jede Woche einen neuen Händler in China. BMW-Vertriebsvorstand Ian Robertson äusserte sich zufrieden über den Premium-Markt. Verglichen mit Ländern wie Deutschland, wo das Oberklasse-Segment einen Anteil von 28 Prozent habe, liege es in China erst bei 8,2 Prozent. Es gebe noch Raum zur Entwicklung, sagte Robertson. BMW verkaufe heute schon die Hälfte seiner 7er Limousinen in China.
Der Markt werde sich wieder erholen, weil es grossen Nachholbedarf gebe, sagte Cui Dongshu. «Das Potenzial ist weiter gross.» Doch Wettbewerb und Preiskampf seien Probleme. Vor allem die heimischen chinesischen Marken spürten den Druck. Experten der Unternehmensberatung KPMG warnten vor Überkapazitäten, weil im Reich der Mitte zu viele Autofabriken neu gebaut werden.
Elektroautos als Höhepunkt
Ein Höhepunkt der Messe, auf der bis zum 2. Mai rund 800'000 Zuschauer erwartet werden, war die Präsentation des Konzepts des Denza genannten Elektroautos. Der gemeinsam von Daimler mit dem chinesischen Autobauer und Batteriehersteller BYD (Build Your Dreams) für China entwickelte Viertürer soll 2013 vom Band rollen.
Damit stellten die Stuttgarter als erster ausländischer Autobauer in China ein mit einem chinesischen Partner entwickeltes Elektroauto vor. Im Laufe dieses Jahres will auch BMW seine Ideen für ein Elektroauto in China vorstellen, berichtete Robertson.
Der Markt für Elektroautos entwickle sich weltweit langsamer als ursprünglich erwartet. Wegen der mangelnden Erfahrung mit Elektroautos seien Kunden noch ängstlich, sich darauf einzulassen. «Das ist nicht allein ein chinesisches Problem», sagte Robertson.
Daimler-Chef Zetsche teilt die neuerdings auch in China aufkeimende Skepsis über die langsamer als erwartete Entwicklung der Elektrofahrzeuge nicht. Wegen der starken Unterstützung durch die Regierung, zum Beispiel mit finanziellen Anreizen, seien die Bedingungen in China die besten auf der Welt.
(ami/sda)
Erstellt: 24.04.2012, 09:47 Uhr
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