Wirtschaft

Osec-Chef: Schweizer Firmen müssen neue Märkte erschliessen

Aktualisiert am 12.08.2012 48 Kommentare

Die Wirtschaftslage werde sich in absehbarer Zeit nicht verbessern. Dieser Meinung ist Daniel Küng, Direktor der Organisation für Exportförderung. Schweizer Firmen sollen ihr Glück deshalb selber in die Hand nehmen.

Die Schweiz muss mehr in die Forschung investieren: Daniel Küng, Direktor der Exportförderungsorganisation Osec.

Die Schweiz muss mehr in die Forschung investieren: Daniel Küng, Direktor der Exportförderungsorganisation Osec.
Bild: Keystone

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Daniel Küng, Direktor der Exportförderungsorganisation Osec, sieht keine Anzeichen für eine absehbare Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in Europa. Er ermuntert Schweizer Firmen deshalb, ausserhalb der Eurozone neue Absatzmärkte zu erschliessen.

Wenn die Unternehmen zuwarteten, bis sich der Schweizer Franken abgeschwächt habe, dann werde es zu spät sein, um zu handeln, sagte Küng in einem Interview in der der Westschweizer Tageszeitung «Le Temps». Die Nationalbank müsse weiterhin dafür sorgen, dass der Euro-/Franken-Kurs nicht unter 1.20 Franken falle.

Freihandelsabkommen mit China

Die Schweiz sollte nach Auffassung Küngs zudem neue Freihandelsabkommen abschliessen. Entsprechende Verhandlungen sind derzeit etwa mit China, Indien oder Russland im Gang. Solche Abkommen könnten die Schweizer Exporte stark begünstigen, sagte Küng.

Gelinge es der Schweiz, noch vor der EU mit China ein Freihandelsabkommen abzuschliessen, dann wäre dies für die Schweizer Unternehmen von grossem Vorteil. Die Nachfrage in China nehme ständig zu, zumal jährlich rund 20 bis 30 Millionen Chinesen die Armutsgrenze in Richtung mehr Wohlstand überschritten. Die Schweiz müsse zudem mehr in Forschung und Innovation investieren, sagte Küng. (kpn/sda)

Erstellt: 12.08.2012, 07:31 Uhr

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48 Kommentare

Reto Burgener

12.08.2012, 08:12 Uhr
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Hat man gutbezahlte Jobs in der Schweiz, gehen sie in gewissen Branchen fast zu 100 Prozent an Ausländer (z.Bsp. Oel-Händler); Top-Managements sind grösstenteils mit Ausländern besetzt. Der Erfolg dieser Firmen geht also an den meisten Schweizern vorbei. Die Umverteilung der Reichen an die unteren findet vollkommen ungenügend statt. Das ist alles nicht nachhaltig. Antworten


Emil Roduner

12.08.2012, 08:30 Uhr
Melden 57 Empfehlung 0

Herr Küng hat völlig Recht. Manche unserer Firmen beschränken sich zu sehr auf die EU. Dies macht uns abhängig und immer mehr auch politisch erpressbar. Wenn wir auch nur einem von tausend Chinesen oder Indern etwas verkaufen, macht dies ein immenses Handelsvolumen aus. Antworten



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