Wirtschaft
Diskussion
Serie
Nobelpreise für unsinnige Forschung
Schweizer Ökonomen fühlen in einer Serie für DerBund.ch/Newsnet den Wirtschaftswissenschaften auf den Zahn. Den Auftakt macht der Volkswirtschaftler Mathias Binswanger. Mehr...
Von Mathias Binswanger.
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62 Kommentare
Was ist Wirtschschaft gemäss ihrer Wissenschaft: der Handel (Markt) von Güter + Dienstleistungen. D. h. in der Ökonomie ist nicht die Produktion von Güter + Dienstleistungen der Zweck, sondern ihr Mittel. Der Zweck ist der Handel am Markt, das 2 Funktionen erfüllt: 1. als Verteilungsregel, wieviel Geld oder Anteile erhalten die Leistenden untereinander. 2. Beschleunigung, nicht Gleichgewicht! Antworten
Die Oekonomie ist halt eine unexakte Wissenschaft wie auch die Psychologie: Psychologe Nr. 1 sagt, Breivik ist nicht schuldfähig, Psychologe Nr. 2 sagt wenig später, falsch, er ist schuldfähig. Was zeigt das ? Bei solchen Wissenschaftlern ist alles zu haben, es kommt nur drauf an wer sein Produkt am eindrücklichsten verkauft. Der erhält dann den Nobelpreis. Antworten
Ein Modell ist gerade deshalb wertvoll, weil vereinfachende Annahmen getroffen werden, die es überhaupt erst möglich machen, ein komplexes Problem anzugehen. Wie stark man vereinfachen kann und wie ein Modell zu interpretieren ist, sind andere Fragen. Aber es wäre falsch, das Modelldenken per se zu kritisieren. Eine rein verbale Beschreibung von Sachverhalten ist unübersichtlich und unnütz! Antworten
Vielleicht sollten die lieben Anhanger der walrasianischen Gleichgewichtstheorie zuerst einmal:
- sich mit den Originaltexten! auseinandersetzen
- und mal über den liberalen Tellerrand hinausschauen und
- mal die General Theory von J.M. Keynes lesen
und sich dann Gedanken machen, welche Theorie wohl die plausiblere ist.
Es gibt keine Tendenz zum Gleichgewicht!!!
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Die Zunft der Oekonomen weltweit hat Ihr Ziel insofern erreicht als das die Kapitaleinsätze, also Investitonen und die Aktionäre gegenüber dem Rest der Gesellschaft systemtisch mit Vorteilen bedacht worden ist. Die Idee dahinter ist, das wenn nur die Investitionen und die Profite genügen abgesichert werden dann würde dies wieder zu Investitionen in die Realwirtschaft führen... was nicht zutrifft. Antworten
Ich habe schon vor vielen Jahren gesagt, das Einzige, was an diesen Modellen definiert ist, sei das Rechenverfahren. Das nützt aber nichts. Wenn die Annahmen fehlerhaft sind, läufts nach dem GiGo-Prinzip (Garbage in Garbage out): Mist rein, Mist raus! Antworten
Oekonomie wird heute für wichtig gehalten, weil sie sich mit Geld beschäftigt, dem die primäre gesellschaftliche Relevanz zugestanden wird wie früher der Beschäftigung mit Gott = Theologie. Auch gab es genaue mathematische Modelle, mit denen die Sünden in Ablassbeträge umgerechnet werden konnten ... alles im Staub der Geschichte verfallen, wie auch die Oekonomathematik bald einmal sein wird. Antworten
Was für ein unsägliches Lamentieren über die Unfähigkeit der Forscherkollegen. Schön dass Herr Binswanger entscheiden kann, welche Forschung sinnvoll ist und betrieben werden sollte und wer den Nobelpreis verdient. Wesentlich produktiver wäre es jedoch, wenn sich Herr Binswanger mal mit dem Sinn von Modellen auseinandersetzen würde, hier scheinen gewisse Defizite zu bestehen. Antworten
Die Diskussion ist jetzt endgültig im Populismus angekommen. Aus dem Artikel spricht vor allem der Frust über den fehlenden wissenschaftlichen Erfolg Binswangers. Tragisch, dass so jemand dann ein Zerrbild der Ökonomik an die Wand werfen darf. Und der durchschnittliche Leser, der natürlich nicht wissen kann was die Wirtschaftswissenschaften tatsächlich tun, nimmts für bare Münze. Antworten
...und aus meinem Kommentar von heute morgen spricht natürlich vor allem der Eifer des Gefechts. Ich möchte Herrn Binswanger keinen Frust unterstellen, und auch über wissenschaftlichen Erfolg kann man natürlich trefflich streiten, daher nehme ich meine Formulierung zurück. Trotzdem stellt der Artikel meiner Meinung nach kein adäquates Bild der existierenden Wirtschaftswissenschaften dar.
Peter Lynch, top Fondsmanager während vielen Jahren, hat geschrieben, wenn man alle Ökonomen dieser Welt einfach aneinander reihen würde, wäre es nicht das Dümmste, was man mit ihnen tun kann. Dass sie die Krise nicht voraus gesehen haben, zeigt auch, dass man die Zunft nicht überschätzen soll. Sie kochen halt auch nur mit Wasser.
Die einzigen die weltweit nach wie vor Profitieren, egal was die Oekonomen sagen, egal was die Soziologen sagen, ja das sind in der Tat die obersten Vermögensklassen. Die haben trotz schwankungen anlässlich der Finanzkrise 2007 bereits wiweder mehr als vorher. Um das zu erreichen wird die Banken- und Finanzkrise in eine Finanz-Staatskrise umformuliert und lässt die Bürger Zwangssparen... Räuber. Antworten
Es ist doch immer wieder herrlich anzusehen,wie auch vermeintlich weit vom Fussvolk abgehobene Zeitgenossen auf den Boden der Realität zurückstolpern weil sie Realität und Wunschziel verwechselt und die dazu führenden " Beweise " einfach angepasst haben. Antworten
Wir in der Psychologie arbeiten schon seit etlichen Jahrzehnten mit strengen empirischen Methoden. Habe bei Wirtschaftsleuten schon paar Mal gesehen, dass sie nichts davon verstehen. Die sollten vermehrt mal Know How importieren. Man merkt schon alleine an den Aussagen von Herrn Binswanger, dass er von den emp. Methoden nicht so viel versteht... was er zu Recht an seinem Fach kritisiert. Antworten
Na sicher doch. Die strengen empirischen Methoden, die Breivik an einem Tag schizophren machen und am nächsten völlig zurechnungsfähig.
Sie haben einfach eine sehr begrenzte Vorstellung davon, was in der VWL erforscht wird. Mit ihren Varianzanalysen und Strukturgleichungssmodellen lässt sich nunmal sehr schlecht eine Krise vorhersagen.
Bravo endlich nennt ein anerkannter Experte diese Art der Forschung und Preisverteilung Unsinn! Oftmals habe ich das in der Praxis erlebt und das gibt es nicht nur unter Ökonomen. Verteilt man mathematische Formeln in eine Projektbericht erntet man Respekt und Staunen, Widerworte gibt es selten und wenn hat der Titelträger recht. Hinterfragen und Verstehen wird als Widerstand betrachte! Antworten
Die Beobachtung ökonomischer Kennzahlen lassen auf höchst komplexe Zusammenhänge (Systeme nichtlinearer Diff.gleichungen) schliessen. Modelle, die solche Zusammenhänge abbilden sind sehr rechenintensiv. Trotzdem brauchen Ökonomen nur einen verschwinden kleinen Teil der weltweiten Supercomputer-Ressourcen. Ich frage mich schon länger, ob die ökonomischen Modelle nicht zu stark vereinfacht sind. Antworten
Wenn die einzige Kritik eines Professors an der heutigen Wirtschaftskrise daraus besteht, an den Forschungen von Kollegen rumzunörgeln, dann vermittelt dies für mich das Bild, dass wir gar keine Krise haben, sondern Luxusprobleme. Die Kritik sollte aber viel weiter gehen, nämlich dass wir seit 30 Jahren von neoliberalen Ökonomen-Blendern mit vollmundigen Prophezeiungen verarscht werden. Antworten
Nun ja, so kam es das die Finanzmarkt- und Bankenkrise zu einer Krise der Staatsfinanzen umformuliert worden ist. Mit dem üblen Resultat das die Verursacher so weitermachen können wie bisher und die Bürger in den als Bankrott deklarierten Ländern zu Zwangssparmassnahmen und Ausverkauf von Gemeinschaftseigentum verurteilt worden sind... das ganze ist eine massive Lügen- und Raubgeschichte
Ob Exbeamter, Arzt, Anwalt, Oekolog oder Oekonom, die von den Dividendengeilen geschmierten und hirngewaschenen Politponzen wissen es eh besser. Sei es die Lohndoemperschwemme mit den nur kurzichtigen und kurzfristigen und erst noch bescheidenen privaten Gewinnen und den immensen sozialisierten Folgekosten fuer Generationen, sei es der Teuro fuer traditionelle Weichwaehrungslaender, usw. pp.... Antworten
Vo0doo Economics in Vo0doo Times-wenn das jährliche Weltbruttosozialprodukt 1200% durch derivative Instrumente verwettet ist und 10-20% als ökonomisch sinnvoll bezeichnet werden könnte, dann müssen wir uns über nichts mehr wundern - warum verleiht man nicht einfach dem gesunden Menschenvestand den Nobelpreis anstelle irgendwelcher Schaumschläger, welche die Krise in ihren Modellen nicht sehen Antworten
Dieses Fabulieren über die Wirtschaft an den "Hochschulen" als Wissenschaft zu bezeichnen, ist schon massive Selbstüberschätzung. Immerhin lässt sich mit keiner der dort vertretenen Theorien die regelmässig alle 60 bis 80 Jahre auftretenden Wirtschaftskrisen vermeiden. Dass diese universitären Brutstätten egoistischer Ausbeuter noch durch Steuergelder finanziert werden, ist einfach der Hammer! Antworten
Die meisten heutigen Modelle und Lösungen offeriert um die gegenwärtige Krise zu meistern, basieren auf weiteres Wachstum und fallen in sich zusammen, sollte dieses ausbleiben. Es gibt einen Ausdruck für solche Systeme: Ponzi Scheme.
Leider sind noch immer jene in verantwortlichen Positionen, welche die Krise nie kommen sahen. Somit bleibt auch das gleiche fehlerhafte Gedankengut bestimmend.
Antworten
Danke für diesen Beitrag. Diesen ganzen "Experten"-Müll kann man gar nicht genug diskreditieren. Heute sind wir in einer Situation, wo die ganze akademische Welt in einem kaum fassbaren Ausmass verludert ist. Dies betrifft ganz besonders auch die nur noch auf Gewinnmaximierung ausgerichtete und technologisch immer mehr aufgerüstete Schulmedizin mit sehr zweifelhaften Erfolgen, aber enormen Kosten. Antworten
Irgendwie haben ich den Verdacht, dass diese TA Serie auf eine "Alle lieben Krugman" Serie herauslaufen wird. Nicht dass die Punkte in dem Artikel hier völlig falsch sind, aber es gibt auch noch andere, durchaus beachtenswerte, Gegenargumente. Kommt dazu auch jemand zu Wort? Ich glaube die meisten Ökonomen wissen schon, dass die Modelle nicht die Realität sind (wie das hier behauptet wird)... Antworten
Ihre Verteidigung der Oekonomen (sie wüssten schon, dass ihre Modelle nicht real seien) tönt etwas lahm, fast wie ein Bankräuber, der sich damit verteidigt, die Pistole sei ja nicht geladen gewesen. Hat er es am Schalter gesagt? Natürlich nicht! "Die Oekonomen" tun so und ziehen ihre Schlussfolgerungen und geben der Politik Empfehlungen ab, als ob irgendetwas an den Modellen stimmen würde.
Da schwingt wohl ein deutliches Mass an Frust eines Ökonomen mit, der sich im Wettbewerb nicht durchsetzen konnte. Natürlich sind die peer reviewed journals schlecht, wenn man selber nur eine einzige Publikation vorzuweisen hat. Ein Kritiker, der sich unter Seinesgleichen hat beweisen können wäre glaubwürdiger. So bleibt sein Text die Polemik eines Enttäuschten. Antworten
Herzlichen Dank! Die aktuelle ökonomische Wissenschaft ist wirklich absurd. Um ein menschliches Verhalten zu "beweisen", reicht es aus, ein in sich stimmiges mathematisches Modell zu präsentieren (was mit geeigneten Annahmen von fast jedem Verhalten möglich ist). So als würden Philosophen alles zur "Wahrheit" erklären, was sich reimt. Antworten
Aus diesen Gründen ist es wichtig den Lehrgang "Political Economy" in die Schweiz zu übernehmen. Dieser Lehrgang wird vor Allem in den englisch sprachigen Ländern angeboten und verbindet verschiedene Teile einer Wirtschaft --> Ökonomie, Politik, Soziale Strukturen. Antworten
Die meisten Modelle erzeugen wenig Nutzen. Preisverleihungen sagen mehr aus über die Verleiher und den Zeitgeist, als über Sinn oder Nutzen der beurteilten Modelle. Geldpolitik hat einiges mit Illusion und Erwartungshaltung zu tun, genau so wie Geld eine starke Projektion auf der individuellen Ebene darstellt. Ich freue mich auf die Fortsetzung dieser Serie und bin auf Lösungsansätze gespannt. Antworten
Es ist mal an der Zeit eines richtig zu stellen: ES GIBT KEINEN NOBELPREIS FÜR WIRTSCHAFT resp. ÖKONOMIE. Es handlet sich da um einen von der Schwedischen Reichsbank verliehenen Preis "in Memory" von Alfred Nobel, dies seit 1968. Der Nobelpreis im richtigen Sinne ist von der Nobel-Stiftung verliehen. Elementar, Dr. Watson! Antworten
Selbst Absolvent eines VW-Studiums habe ich mich nach meinem akademischen Studium der Geschichte dieser Disziplin gewidmet und gefunden, dass sie rein interessengelenkt ist. Seit Adam Smith vertrat sie die Perspektive der aufstrebenden Schicht.Das technische Vehikel dazu ist die Statistik-¨die einst treffender "politische Arithmetik" genannt wurde. Aber das Jonglieren mit Zahlen klappt nicht mehr. Antworten
Einen Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften gibt es nicht. Seit 1969 gibt es den "Preis der schwedischen Nationalbank im Gedenken an Alfred Nobel". Dieser steht in keiner Beziehung zur Stiftung des Erfinders Alfred Nobel. Es ist ein PR Coup der Voodoo-Wissenschaft. Antworten
Wissenschaft, das Feigenblatt für "idiotisches", Qualitätsmanagement! Wissenschaft ist heute, wie Bildung zum Produkt degradiert. Kein "Verkauf", kein Gewinn, keine Subventionen-> WEG....Wichtig ist nicht deren Nützlichkeit, sondern deren "Gewinnerwartung" in einem sinn/hirnlosen veranstalteten Wettbewerb. Es geht nur noch um Interessen und Macht (=Seilschaften). Wissenschaft? "Antwort 42"lol.... Antworten
Jedes ökonomische Modell bedarf Restriktionen/Vereinfachungen. Wenn es ein gutes Modell ist, hilft es, gewisse Phänomene zu verstehen und bleibt doch nur dann gut, wenn die entspr. Entscheidungsträger diese Modelle/Annahmen verstehen und nicht blind anwenden. Dafür die Wissenschaft zu verballhornen, ist populistisch, insb. für jemanden, der Cobb-Douglas-Produktionsfunktionen nach der Zeit ableitet Antworten
Sie haben so recht, Herr Meier. Aber leider kommt es hier längst nicht mehr auf Argumente an, sondern nur noch auf blanken Populismus.
260 Jahre nach D. Hume, 39 nach R. Lucas Analyse hat der Autor, die zentralen Aussagen der monetären Ökonomie nicht verstanden. Die Modelle, dienen der gedanklichen Stringenz, die Relevanz dieser Theorien für die Realität wurde in hunderten von Untersuchungen nachgewiesen. Wie man so im Elfenbeinturm leben kann ist unverständlich. Smith, Ricardo, Fisher, Keynes, Friedman, Usw. nicht verstanden? Antworten
Lesen sie Lucas(2000) Eonometrica, 68(2), dann sehen sie die [fehlende] Relevanz einer Geldnachfragefunktion. Statt eines negativen Zusammenhangs zw Realkassa und Zinssatz 13J positiv, 31J null, 4J neg, 35J neg mit steigender Varianz, bevor sie 25J (1982-2006) fast vertikal wird, bricht er die Datenreihe ab.
Auf Grund seiner Ignoranz kommt er zu völlig irrelavanten Ergebnissen.
Das Problem ist, dass das Experiment nicht angewendet wird als Beweismittel für diese Theorien. Aber wäre z.B. die Österreichische Schule erfolgreicher gewesen? z.B. Ludwig von Mises war es sich nicht zu schade stets das Handeln der Individuen verstehen zu wollen. Antworten
Die Experimentalökonomik ist heute einer der wichtigsten Gebiete der Wirtschaftswissenschaften. Aber Unwissen hat noch nie jemanden davon abgehalten, sich lautstark zu Wort zu melden.
Oekonomie ist noch eine Sozialwissenschaft; keine Naturwissenschaft, auch keine Geisteswissenschaft. Allerdings scheint in zunehmendem Masse die Frage an Diskussionswürdigkeit zu gewinnen, ob die Oekonomie nicht doch besser als Untersparte der Theologie betrachtet werden sollte - die keine Wissenschaft ist.
Es ist an der Zeit, die Kaiser und deren Büttel nackt zu sehen.
Antworten
Ich kann Herrn Binswanger zu diesem Artikel nur gratulieren. Es gibt meines Erachtens drei Hauptkritikpunkte an der heutigen Ökonomie:
1. Viele Ökonomen verstecken sich hinter ihren mathematischen Modellen um damit den Eindruck einer exakten Wissenschaft vorzutäuschen. Als ich den Wechsel vom Physik/Mathematik Studium zur Wirtschaftswissenschaft vollzog, war ich ungemein erstaunt, wie wenig
Antworten
Dem kann ich nur zustimmen. Die Prämissen sind falsch und wie jeder mit ein wenig Mathematikkentnissen weiß, kann man aus falschen Vorausetzungen alles folgern. Der Homo oeconomicus existiert nicht und somit ist jede darauf aufbauende Theorie blanker Unsinn, egal wie herausragend und klug die Mathematik genutzt wird. Antworten
Die ökonomische Wissenschaft...Sie, Herr Binswanger, meinen wahrscheinlich ...die Wissenschaft der Ökonomie...sollte einfach mehr in Bezug auf Wissenschaftlichkeit untersucht werden. Das Experiment entscheidet schlussendlich über Relevanz und Wert des Untersuchten. Eine vorzügliche Hilfestellung bietet z.B. der Nobelpreisträger Richard Feynman und seine Sicht über Pseudowissenschaften. Antworten
Die Leistungsbilanz und die Staatsverschuldung (inkl. Kantone und Gemeinden), die Vielfältigkeit und die Robustheit der Unternehmen, die starke Streuung der Absatzländer und nicht zuletzt die langfristige Bevölkerungsentwicklu?ng mit nicht zu grossen Schwankungen des Anteils der Nichterwebstätigen sind einige der wichtigsten, eine Volkswirtschaft beeinflussenden Faktoren. Antworten
Wer ist eigentlich dieser Mathias Binswanger? Ist er böse, weil er selbst noch nie eine Publikation in einem A-/B-/C-Journal bekommen hat? Oder ist er enttäuscht, weil er die mathematischen Modelle der gegenwärtigen Forschung mit seiner dünnen HSG-Mathe-Ausbildung nicht versteht? Fragen über Fragen... Antworten
Oder angepisst weil man ihm andauern mit so psychologischen Kriterien unter die Gürtellinie haut, ein Zeichen ausgeprägter Dummheit übrigens.
Das Gleiche gilt übrigens auch für andere Sozialwissenschaften: Statistiken über Statistiken, die dann Resultate zu Tage fördern, die sich vielfach widersprechen. Das wird dann als Fortschritt gepriesen. Man muss sich ja auch fragen, weshalb nur Artikel in Journals erscheinen, welche die aufgestellten Thesen angeblich perfekt statistisch erklären. Das kann nicht stimmen. Antworten
Was in den Theorien vor allem nicht berücksichtigt wird, ist die Beeinflussung durch mächtige und korrupte Kräfte, die im Hintergrund wirken. Unser Geldsystem liegt in privaten Händen, die mit den Zentralbanken die Kontrolle darüber haben und sich wirkungsvoll jeglicher demokratischer Kontrolle entziehen. Antworten
Eine richtige ökonomische Theorie passt den herrschenden Profitinteressen nicht und darum bildet der Staat Apologeten aus, die den Kapitalismus mit lächerlichen Theorien beklatschen. Die Ökonomie kann ihre gegenwärtige Blindheit nur überwinden wenn sie sich dazu durchringen kann die richtigen Erkenntnisse, die sie schon vor langer Zeit hatte, nicht vor Schreck gleich wieder zu verdrängen. Antworten
Der Nobel-Preis kommt eigentlich von den Naturwissenschaften.
Also, exakte "harte" Wissenschaften.
Nobel = Firma, wo aus Nitroglyzerin (Tri-nitroglyzerin mit Kieselgur)
das Dynamit "erfunden" wurde. Zu Recht bekam Madame Curie 'Immigrante von Polen in F'
gleich zwei davon (in Chemie und Physik).
Warum, dieser immer mehr auf "unexakte Wissenschaften" ausgeweitet wird, ja warum ???
Antworten
@B. Engler: Hatte im Moment uebersehen.
Aber natuerlich dient auch die Literatur (Kunst/Kultur) dem Fortschritt. Und es ist mir wieder eingefallen: Hermann Hesse 1946 fuer sein Gesamtwerk.
Ich bin nur gegen den inflationaeren Gebrauch des Begriffes
"Nobelpreis"...
@Hans Muller:
Nur muessen diese Modelle in der Praxis beweisen, dass sie funktionieren; und eben auch wiederholbar sind;
wenn nicht - wird man von den kritischen Berufskollegen rag zerzaust... (falsiifiziern, zum Beispiel).
Nobel wollte den allgemein den Fortschritt fördern, und es gab von Anfang an einen Literatur-Nobelpreis. Es gibt aber gar keinen Oekonomie-Nobelpreis. Es handelt sich um einen Preis der schwedischen Staatsbank. Die Journalisten verkürzen das dann auf einen "Nobelpreis".
verstehen sie wirklich, was sie da schreiben? auch ihre "exakten" wissenschaften arbeiten mit modellen...die methodik ist ansich ähnlich...allgemein: natürlich verstehen wir, dass man beim versuch die wirklichkeit in ihrer komplexität in einem modell zu erfassen scheitern wird...aber sollte man deswegen auf erklärungsversuche verzichten? - sie waren während der finanzkrise sehr hilfreich...
"Aber immerhin Unsinn, für den man Nobelpreise bekommt."
Man bekommt ihn auch bevor man etwas geleistet hat (Obama)- oder man bekommt ihn wenn man ein Terrorist ist (Arafat).
In den letzten Jahren wurden Nobelpreise ausgeteilt an Leute die weder für Frieden noch für Wissenschaft etwas geleistet haben- entweder gibt es nicht mehr genügend Würdige oder der Preis ist wertlos. ehre-klein geschrieben!
Antworten
Dieser Artikel ist einfach nur ein peinlicher Beleg für Inkompetenz: waren gerade die Erkenntnisse (Modelle) von Lucas und Prescott wegweisend für die Zentralbanken der Welt ihre Politik langfristig auszurichten. Die kurzfristig Zinspolitik von B. Bernanke 2003/4 war mit ein wesentlicher Faktor für die Krise 2007/8, was ihm auch beinahe seinen Job gekostet hätte. Antworten
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