Neue Geldnoten kommen frühestens 2013
Aktualisiert am 09.02.2012 49 Kommentare
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Die neuen Schweizer Banknoten lassen weiter auf sich warten. Wegen technischer Probleme in der Produktion verschiebt die Schweizerische Nationalbank (SNB) die Ausgabe der neuen Banknotenserie um mindestens ein Jahr. Der Grund der Verzögerung liegt bei gewissen Sicherheitsmerkmalen, die weiterentwickelt und verbessert werden müssen. Ein Lieferant hat die Vorgaben der SNB (SNBN 1089 2.06%) für die neuen Schweizer Banknoten nicht ganz erfüllen können. Die SNB braucht eine Vorlaufzeit von sechs bis neun Monate nach dem Druck, bis sie die neuen Banknoten in Umlauf gibt.
Sie werde den neuen Emissionstermin bekannt geben, sobald der erste Notenwert ausgabebereit sei, teilte die SNB mit. Bis vor kurzem war die SNB davon ausgegangen, die neuen Banknoten gegen Ende 2012 in Umlauf bringen zu können. Schon zuvor hatte die Nationalbank den Ausgabetermin verschieben müssen. Die Sicherheitsmerkmale mussten weiterentwickelt und verbessert werden.
Genaues Design bleibt Geheimnis
Gedruckt wird der Entwurf der Designerin und Grafikerin Manuela Pfrunder. Diese erlangte im Wettbewerb von 2005 den zweiten Platz. Doch der zunächst siegreiche Vorschlag der Grafiker Manuel Krebs und Dimitri Bruni unterlag in einer zweiten Begutachtungsrunde dem Konzept von Pfrunder. Die von ihr gewählten Motive hatten sich nach Ansicht der SNB als besonders geeignet für die Realisierung, auch im Hinblick auf Sicherheitsmerkmale, erwiesen.
Wie die Banknoten letztlich im Detail aussehen werden, wird die SNB erst kurz vor der Veröffentlichung bekannt geben – zusammen mit den neuen Sicherheitsstandards.
Farben bleiben
Die neuen Noten sollen das Bild der Schweiz als Stätte der Begegnung abbilden und Themen wie Organisation, Kreativität, Erlebnis, Menschlichkeit, Fortschritt und Dialog hervorheben.
Gleich bleiben werden auf jeden Fall die Notenwerte (10, 20, 50, 100, 200 und 1000 Franken) und die Farben. Auf Porträts historischer Personen verzichtet die SNB künftig. Dies sei rückwärtsgewandt, finden die Währungshüter. Auch die Darstellung lebender Personen auf Noten ist laut SNB ungeeignet. Hersteller der Schweizer Banknoten ist das Zürcher Unternehmen Orell Füssli.
Keine Engpässe befürchtet
Trotz dieser erneuten Verschiebung ist die Versorgung der Wirtschaft mit Banknoten laut SNB jederzeit gewährleistet. Die aktuellen Banknoten weisen einen hohen Sicherheitsstandard aus und können in der benötigten Menge hergestellt werden, wie die SNB schreibt. (kpn/sda)
Erstellt: 09.02.2012, 12:09 Uhr
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49 Kommentare
In Zukunft gibt es keine Portraits mehr von historischen Schweizern. Dies wäre ein Zeichen von Rückständigkeit meint die Nationalbank. Es wäre nach meiner Meinung aber auch ein Zeichen von nationalem Selbstbewusstsein, Stolz auf die Heimat, Verbundenheit mit der eigenen Geschichte und Tradition. Alles Werte, die in unserem Land keine Bedeutung mehr haben. Intellektuell ein absolutes Armutszeugnis! Antworten
"Auf Porträts historischer Personen verzichtet die SNB künftig. Dies sei rückwärtsgewandt, finden die Währungshüter."
Ich zweifle, ob Währungshüter die Kapazität haben, solche grundlegende Fragen zu beurteilen. Gewiss dürfte jedoch sein, dass es immer schwieriger wird, sich auf Personen zu einigen, welche abgebildet werden sollen, und man die Auseinandersetzung über diese Fragen scheut.
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