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Miserabler Monat für den Schweizer Tourismus
Aktualisiert am 09.05.2012 104 Kommentare
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Haben weniger Arbeit: Zwei Angestellte in einem Hotelzimmer in Lenzerheide GR. (Bild: Keystone )
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Um ganze 8 Prozent brach die Zahl der Übernachtungen in Schweizer Hotels im März ein. Besonders stark war dabei der Rückgang bei den ausländischen Gästen. Hier gingen die Logiernächte um 12 Prozent auf 1,7 Millionen zurück. Vor allem Deutsche, Belgier und Niederländer fehlten.
Insgesamt wurden im März 3,1 Millionen Logiernächte in der Schweiz gezählt. Davon generierten die inländischen Gäste 1,4 Millionen, wie das Bundesamtes für Statistik (BFS) heute mitteilte. Bei den einheimischen Gästen wurde ein Rückgang um 2,5 Prozent festgestellt.
Einbruch des europäischen Marktes
Im März betrug der Rückgang der Besucher aus Europa (ohne Schweiz) 17 Prozent. Die deutlichste absolute Abnahme aller Herkunftsländer verzeichnete Deutschland mit einem Minus von 24 Prozent. Massive Abnahmen gab es auch aus Belgien (-42 Prozent), den Niederlanden (-27 Prozent) und Italien (-15 Prozent).
Russland dagegen verzeichnete ein Plus von 5,5 Prozent. Die Nachfrage aus Asien erhöhte sich um 13 Prozent, dabei legte China um 30 Prozent zu und wies das stärkste absolute Wachstum aller Herkunftsländer auf. Überraschend sank die Zahl der Übernachtungen von Indern um 4 Prozent. Auch bei einem weiteren Boomland kehrte der Trend: Im März gingen die Logiernächte von Brasilianern um satte 18 Prozent zurück.
Berggebiete verlieren am stärksten
Unter den Tourismusregionen mussten die Berggebiete die grössten Rückgänge hinnehmen: Graubünden verzeichnete im März die deutlichste absolute Abnahme (-17 Prozent oder -121'000 Logiernächte). Das Wallis registrierte eine Abnahme um 65'000 Logiernächte (-13 Prozent) und das Berner Oberland ein Minus von 48'000 Logiernächten (-15 Prozent).
Starke Einbussen erlitten auch die Region Luzern/Vierwaldstättersee (- 9,2 Prozent oder -23'000 Logiernächte) und die Ostschweiz (-9,6 Prozent oder -15'000). Das Tessin hingegen legte um 4,6 Prozent oder 5900 Einheiten zu.
Kumuliert von Januar bis März gingen die Übernachtungen in der Schweizer Hotellerie gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,8 Prozent zurück. Überdurchschnittlich stark war der Rückgang bei den ausländischen Gästen mit 8,4 Prozent. Bei den Gästen aus dem Inland liegen diese Zahlen hingegen noch mit 1,9 Prozent im Plus. (rub/sda)
Erstellt: 09.05.2012, 10:31 Uhr
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104 Kommentare
Man kann halt schon nicht auf der einen Seite die Deutschen Arbeitnehmer fertig machen (Gäll Frau Rickli) und auf der anderen Seite erwarten, dass die deutschen Touristen immer noch gerne in unser Land kommen.... Von überall her hört man es nun von den Deutschen, dass sie drauf verzichten, weiterhin in der Schweiz ferien zu machen, der Negativ-Trend wird sich also fortsetzen ... Antworten
Wundert das jemand? Über die veraltete Infrastruktur, das eher mässig freundliche Personal und die extrem hohen Preise wurde ja schon viel berichtet. Wenn hier nichts unternommen wird, werden die Logiernächte noch viel mehr zurück gehen. Antworten
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