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Merkels Kurswende im Kampf gegen die Krise

Nun stimmt auch die deutsche Bundeskanzlerin in den immer lauter werdenden Ruf nach mehr Wachstum für Europa ein. Merkels politische Gegner sehen darin ein «krachendes Scheitern» ihrer Sparpolitik. Mehr...


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51 Kommentare

Ingmar Selbach

30.04.2012, 19:13 Uhr
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Wer steuert Merkel? Antworten


Sacha Meier

30.04.2012, 22:54 Uhr
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Vermutlich die Deutsche Bank - via implantiertem X-Band-Satellitenempfänger.


Hansueli Zürcher

30.04.2012, 10:08 Uhr
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Wenn mehr Wachstum nur auf mehr Konsum der in andern Ländern produziert wurde beruht, so ist das eben KEIN nachhaltiges Wachtum. In jeder Familie stehen heute ungenuzte Handy, PC, Notbooks TV's, Fotoapparate und änlicher Elektroschrott herum und ich frage mich was noch wachsen kann! Das Gegenteil wird der Fall sein, denn die Rentner werden nicht mehr in der Lage sein als Konsumenten aufzutreten Antworten


Walter Kunz

30.04.2012, 09:34 Uhr
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Ob nun der Kommunismuss oder Materialismus herrscht den arbeiteneden bleibt so oder so immer weniger bis gar nicht mehr, ausser die überbordenden Schulden. Antworten


Gregor Surer

30.04.2012, 07:50 Uhr
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Mehr Geld aufnehmen und Schulden machen .. Ciao EU und Euro.
Nehmt den Reichen alles weg und verjagt sie - das gibt Stimmen und Geld für ein Jahr. Bleiben werden die kleinen und mittleren Leute und ein kaputtes System. Zahlen werden dann aber genau die kleinen Leute diese Katastrophe welche nun den Parolen folgen und diese Politiker wählen. Es ist kein Spiel - es ist das Leben.
Antworten


Linus Huber

30.04.2012, 02:08 Uhr
Melden 3 Empfehlung 0

Solange Regierungen und Zentralbanken mit ihrer Politik das Abschreiben von Fehlinvestitionen versuchen zu verhindern und in diesem Prozess das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit verletzt (Förderung des für die Gesellschaft positivem Verhalten und Bestrafung von unethischem, für die Gesellschaft schädliches Verhalten), werden wir keinen nachhaltigen Wachstum erreichen können. Antworten


Max Heinicke sen.

30.04.2012, 01:42 Uhr
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Den Kommentaren entnommen: Spitzensteuersatz unter Herrn Kohl 56%, jetzt "nur" 45%, soll auf bescheidene 50% angehoben werden. Warum hat D sein enormes Problem mit Steuerflüchtlingen ? In der EU soll es einheitliche Steuersätze geben usw. Der Kommunismus ist implodiert, der Kapitalismus in der jetzigen (hässlichen) Form ist am explodieren. Warum geht es uns Schweizern immer noch sehr gut? Weil ALLE Seiten halbwegs vernuenftig und kompromissbereit sind.... Antworten


Res Zaugg

30.04.2012, 08:53 Uhr
Melden 4 Empfehlung 0

Der Kommunissmus ist nicht implodiert. Der Glaube an die Planwirtschaft hat sich einfach von Moskau nach Brüssel verlagert mit entsprechenden Folgen für die Wirtschaft und den individuellen Wohlstand.


Ulrich Schweizer

30.04.2012, 00:17 Uhr
Melden 2 Empfehlung 0

Es ist unglaublich, was da für Vorschläge kommen. Meint man wirklich, man könne Besserverdienende und Vermögende mehr schröpfen und dass diese dann noch neue Arbeitsplätze schaffen ? Kanzlerin Merkel könnte nachgeben betreffs der Sparpolitik aber gleichzeitig müsste sie erklären und auch einhalten, dass Deutschland zu nichts mehr ja sagt, was zusätzliche Euros für Deutschland kosten könnte. Antworten


Nicolas Pidoula

29.04.2012, 22:04 Uhr
Melden 10 Empfehlung 0

Dieses Wachstum wird zweifellos zustande kommen und sich harmonisch in die globalen Bemühungen einreihen: Wachsende Schulden. wachsende Geldmengen und somit wachsende Inflation, die die einfachen Leute in eine Hyperinflation treiben. Folgen: Strassenschlachten, Revolutionen, Kriege, Hunger. Auf diese reife Entscheidung Merkels freuen wir uns schon alle. Antworten


Alex Renge

29.04.2012, 20:12 Uhr
Melden 9 Empfehlung 0

Merkel und die EU haben leider aus dem japanischen Krisenjahrzehnt nichts gelernt: Nach dem Platzen einer gigantischen Immobilienblase hat Japan immer neue Riesen-Konjunkturpakete geschnürt, die aber allesamt nichts gebracht haben. Dafür hat Japan jetzt die mit Abstand höchste Verschuldung aller Industrieländer. Merke: Schuldenkrisen konnte man noch nie mit neuen Schulden lösen. Antworten


Alain Burky

30.04.2012, 06:33 Uhr
Melden 1 Empfehlung 0

Vielleicht will Frau Merkel einfach nicht die "Boese" sein (menschlich);
oder mit Blick auf die kommenden Wahlen (taktisch).
Aber, mit (noch) mehr Schulden machen, wird es sicher nicht besser.


Bruno Bänninger

29.04.2012, 19:52 Uhr
Melden 7 Empfehlung 0

Keine Ahnung ob Frau Merkel klug ist, aber ganz sicher ist sie schlau. Mit Raffinesse macht sie suksesszive die Hauptthemen der Opposition zu ihren eigenen und zieht der SP und den Grünen den Boden unter den Füssen weg.
Genau betrachtet ist sie eine Politikerin, die ihren Bleistift an beiden Enden spitzt.
Antworten


Henri Lapin

29.04.2012, 17:57 Uhr
Melden 14 Empfehlung 0

Offensichtlich hat Frau Merkel Hernn Sarkozy abgeschrieben und biedert sich nun bei Herrn Hollande an. Antworten


Alex Renge

29.04.2012, 20:03 Uhr
Melden 2 Empfehlung 0

@H. Lapin: Das hat sie mit Sicherheit nicht nötig. Eher umgekehrt: Frankreich biedert sich eindeutig bei Merkel an. Aber im Vordergrund stand nun mal die Beruhigung der Finanzmärkte. Wenn dort das Vertrauen fehlt, wird die Krise immer wieder hochkochen. Und das hat Merkel (oder ihr Berater) klar erkannt.


Andreas Meier

29.04.2012, 17:25 Uhr
Melden 32 Empfehlung 0

Und wieder das alte, völlig untaugliche Rezept - mehr Wachstum mit mehr Schulden erreichen zu wollen! Die verantwortlichen Regierungschef's und Politiker lernen wahrlich nichts dazu - die Finanzmärkte + Investoren werden in den nächsten Wochen und Monaten solche neue Schuldenpolitik mit Sicherheit entsprechend abstrafen! Es braucht endlich gute Ideen für neue nachhaltige Arbeitsplätze in der EU! Antworten


Sacha Meier

29.04.2012, 18:33 Uhr
Melden 17 Empfehlung 0

@G. Berger Was bitteschön wollen sie wie «ankurbeln»? Dummerweise können sie keine Kurbel ins Unkraut zwischen die Betonplatten einer Industriebrache rammen, daran drehen und dann darauf zählen, dass Geld hervorsprudelt. Eine nachhaltige Volkswirtschaft setzt innovative Güterproduktion voraus, die sich auch das eigene Volk leisten kann. Nur so zirkuliert der Taler - statt dass ihn Wenige horten.


Gerhard Berger

29.04.2012, 18:02 Uhr
Melden 7 Empfehlung 0

Das wäre ein untaugliches Rezept. Es geht nicht um planlos Geld rauszuwerfen, um Renten ab 50 und solche Scherze zu bezahlen. So soll es ja auch nicht geschehen. Einsparungen durch Veränderung der Strukturen müssen erfolgen. Im selben Moment müssen Investitionen zur Ankurbelung der eigenen Wirtschaft erfolgen.


Michael Bischoff

29.04.2012, 17:17 Uhr
Melden 15 Empfehlung 0

Wenn man jahrzehntelang Schulden aufgebaut hat, dauert es JAHRZENTE PLUS X (Zinsen), bis die Staatshaushalte wieder im Lot sind. Da kann man nicht nach wenigen Monaten Wunder erwarten. Wachstum fuer die naechsten 30 Jahre ist in den letzten 30 Jahren mit Schulden vorkonsumiert worden. Das muss jetzt halt fuer Jahzehnte gebuesst werden. So einfach ist es, M. Hollande und andere Fruehaufgeber. Antworten


Sacha Meier

29.04.2012, 20:28 Uhr
Melden 9 Empfehlung 0

@M. Bischoff Es ist noch viel schlimmer als Sie denken: Weil die Globalisierung samt westlicher Deindustrialisierung und Bildungsabbau ohne Rückspultaste geliefert wurde, wird es eine zweite franz. Revolution zur Rück-Umverteilung brauchen. Leider trennen sich die 1% höchst ungern von ihren zusammengerafften Vermögen. Nicht umsonst musste da 1789 ein Dr. J.-I.Guillotin therapeutisch eingreifen.


Albert Muri

29.04.2012, 19:35 Uhr
Melden 5 Empfehlung 0

Glauben Sie wirklich, dass die Leier mit dem "Schuldenmachen" etc. laut genug ist, verständige Leute davon abzuhalten, sich auch einmal die Einnahmenseite anzuschauen?
Allein mit der Wiedereinführung der 1991 abgeschafften Börsenumsatzsteuer hätte D auf einen Schlag 50 MRD Euro mehr. Aber so kalt, wie Neoliberale 3,5 Mio Armutskinder in D lassen, so mitleidig werden sie bei Zockern, nicht wahr?


Walter Kunz

29.04.2012, 17:09 Uhr
Melden 5 Empfehlung 0

Inzwischen steht es um die Desaströsen Finanzen der EU, wie der BRD derart arg dass nun auch der grösste Euro - Spender zum Sparen gezwungen ist. Antworten


Alex Renge

29.04.2012, 20:07 Uhr
Melden 5 Empfehlung 0

@W. Kunz: Die Staatsverschuldung in den beiden Problemländern Spanien und Irland war sehr gering. Beide gerieten in die Krise, weil ihre Immobilienmärkte zusammenbrachen und daraufhin die Banken ins Trudeln gerieten. Wir können uns gerne weiter unterhalten, wenn die Schweizer Immobilienblase in 5 Jahren geplatzt ist. Dann wird es auch so manche schillernde CH-Bank nicht mehr geben.


Maria Baumann

29.04.2012, 16:35 Uhr
Melden 22 Empfehlung 0

Merkel hat absolut Notwendiges in der EU getan und einer Tugend Ausdruck gegeben, an der es schon lange mangelt, vorallem auf öffentlicher als auch auf privater Ebene: dem Sparen. Natürlich ist dies allein aber nicht hinreichend. Es braucht Wirtschaftswachstum. Das weiss sie auch, doch eines nach dem anderen. Aber noch immer lagern wir zu viel unserer guten europäischen Industrie nach Fernost aus. Antworten


Sacha Meier

29.04.2012, 20:54 Uhr
Melden 8 Empfehlung 0

(ff2)...Übrigens ist es ein Fehlschluss, dass bloss grosse Firmen Arbeitsplätze generierten. Die Grossen haben ganz einfach die Kleinfirmen systematisch verdrängt. Das war nur möglich, weil unsere Politiker lobbyistischen Schalmeienklängen aufsitzen. Sobald wieder Kaufkraft-Ausgleichszölle eingeführt würden, hätten wir wieder freie Marktwirtschaft und alle Marktteilnehmer gleich lange Spiesse.


Sacha Meier

29.04.2012, 20:43 Uhr
Melden 8 Empfehlung 0

@Maria Baumann Vor der franz. Revolution hatte Europa das gleiche Problem wie sich auch heute abzeichnet: Verarmte Massen, eine unglaublich reiche 1%-Elite, fehlende Bildung und kaum Wertschöpfung. Per 20.3.1792 wurden diese 1% mechanisch von ihren zusammengerafften Vermögen mittels eines medizinischen Gerätes eines Dr.Josephe-Ignace Guillotin getrennt. Daraus liess sich alles bequem finanzieren.


Maria Baumann

29.04.2012, 20:25 Uhr
Melden 3 Empfehlung 0

Hmm, Sacha Meier: Gegen wen sollte sich den die frz. Revolution II richten? Gegen den chnesischen Staatspräsidenten, der soviel Wohlstand fürs chines. Volk derzeit generiert? Gegen unsere Regierungen, die ja bereits weitgehend ihre Macht verloren haben, speziell in der Schweiz? Gegen die letzten grossen Firmen, die in diesem Land noch Arbeitsplätze generieren? Gegen Brüssels lähmende Bürokraten?


Sacha Meier

29.04.2012, 19:59 Uhr
Melden 5 Empfehlung 0

@M. Baumann Ich muss Sie erneut überraschen: So etwas, wie «Investitionsschleusen» gibt es nicht. Die schlechte Nachricht ist, die westliche Schuldenkrise ist das Resultat der Globalisierung. Um das wieder rückgängig zu machen, muss wieder ein Systemkollaps mit darauffolgender zweiter franz. Revolution (mitsamt Guillotinen, Wiederausbildung etc.) erfolgen. Das wird nun einmal Jahrhunderte dauern.


Maria Baumann

29.04.2012, 19:18 Uhr
Melden 4 Empfehlung 0

Ja Sacha Meier, im Prinzip einverstanden. Es geht nicht eins ohne das andere. Aber was hätte AM umgekehrt anfangen sollen? Zuerst alle Investitionsschleusen öffnen, das letzte Kapital von GR, E , P usw. in irgendwelche Projekte pumpen, dazu noch weiteres EU-Geld, das dann nach alter Gewohnheit in allen möglichen Schlünden verschwindet? Vielleicht war das Signal "Jetzt ist fertig so" angebracht...


Sacha Meier

29.04.2012, 17:18 Uhr
Melden 13 Empfehlung 0

@Maria Baumann Möglicherweise wird es Sie völlig überraschen - aber in der gesamten Menschheitsgeschichte gab es noch nie einen Fall, in dem sich eine Zivilisation zuerst totgespart hat - um danach den plötzlichen Ausbruch von Wohlstand durch Wirtschaftwachstum feiern zu können. Das Problem des Westens ist nicht ein völlig überbordender Staatssektor, sondern die fehlende produktive Wertschöpfung.


Markus Reichmuth

29.04.2012, 16:30 Uhr
Melden 6 Empfehlung 0

Frau Merkel hat völlig recht. Gott sei Dank haben wir solche Top-Politikerinnen auf gesamteuropäischer Ebene! Antworten


Hans Iseli

29.04.2012, 16:12 Uhr
Melden 9 Empfehlung 0

Staatliche Wachstumsimpule haben immer zu noch grösseren Schuldenbergen geführt.
Andererseits kommt man ohne Wachstum wohl kaum aus der Misere raus.
Mir scheint, wieder einmal haben beide Parteien recht, was natürlich Gabriel in seiner politischen Beschränktheit nicht anerkennen kann.
Zusammenarbeit in der Lösung der fast unlösbaren Probleme wäre besser als die übliche dümmliche Pöbelei.
Antworten


Max Heinicke sen.

29.04.2012, 15:47 Uhr
Melden 9 Empfehlung 0

Der Wind, und damit die Windfahnen beginnen sich zu drehen, Richtung Wahlen 2013... Antworten


Ian John

29.04.2012, 15:34 Uhr
Melden 4 Empfehlung 0

SPD und Schulz haben Recht.
Die angestossenen Reformen und das Sparen werden konsequent fortgesetzt.
Allein mit dem Fiskalpakt kommen die Sued-Länder (auch FR und IR) aber nicht aus der Krise. Er muss um den Wachstums- und Beschäftigungspakt ergänzt werden.
Antworten


Ian John

29.04.2012, 22:18 Uhr
Melden 3 Empfehlung 0

Der Export von KnowHow an Asien bezahlt Europa teuer.
Die Lohnkosten in Südeuropa sind am Sinken und Lohnkosten in Osteuropa sind nicht viel höher als in China.
Neue Schulden braucht es nicht, es braucht mehr Effizienz.
Senken der Kosten beim Staat und Investieren dieses Geld an Forschung und Entwicklung. Und jeder Europäer könnte auch mehr europäischen statt asiatischen Produkten kaufen.


Sacha Meier

29.04.2012, 22:56 Uhr
Melden 2 Empfehlung 0

@Ian John Leider immer noch nicht ganz richtig: Eine nachhaltige Volkswirtschaft kreiert man nicht durch Effizienz (sonst wäre Japan schuldenfrei), noch durch Tea-Party-Parolen (sonst wäre z.B. Südsudan mit extrem niedriger Staatsquote absolut top), sondern mit MINT-Bildung, Innovation und Güterproduktion. Der Wiederaufbau des Westens kostet Billionen €. Dieses Geld haben die sich die 1% gekrallt.


Gerhard Berger

29.04.2012, 17:50 Uhr
Melden 5 Empfehlung 0

Das ist schon so. Die Chinesen sind sich das Arbeiten gewöhnt. Sie werden ein Stück vom Kuchen wollen und dann weiter arbeiten. Die Strukturen stimmen dort ja. Griechenland müsste innovativ Exportmöglichkeiten finden neben dem Tourismus und darin investieren, das Rentenalter erhöhen, den Staat schlanker gestalten etc. Da möchte ich mit den Verantwortlichen nicht tauschen.


Sacha Meier

29.04.2012, 17:29 Uhr
Melden 4 Empfehlung 0

@G. Berger Natürlich gebe ich Ihnen Recht, dass man mit exzessiven Ausgaben vieles kaputt machen kann. Allerdings würde die chinesische Volkswirtschaft nicht dadurch ins Verderben gestürzt, indem z.B. das Rentenalter um ein paar Jahre herabgesetzt würde, sondern, indem das Land seine innovativ-wertschöpfende gegen eine Finanz-Industrie eintauschen würde. Wo nur umverteilt wird, fehlen die Erträge.


Gerhard Berger

29.04.2012, 16:16 Uhr
Melden 3 Empfehlung 0

Es benötigt gleichwohl beides. Dieser Meinung bin ich auch. Wann wird ein Chinese pensioniert, wie viel Ferien hat er. Gut, in China wird mit dem Wachstum auch der Wunsch nach mehr Lebenswert kommen und alles ein wenig relativieren. Aber um Strukturänderungen werden GR u.a. nicht herumkommen. Investieren und Strukturen verändern. Eine Riesenherausforderung bei den verschiedenen Ansprüchen.


Sacha Meier

29.04.2012, 15:50 Uhr
Melden 13 Empfehlung 0

@Ian John Wie soll nach Ihrer Meinung nach Beschäftung und Wachstum erzeugt werden - ohne neue Schulden zu machen? Nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung gibt es nun einmal nur aus Forschung, Wissenschaft, Innovation und wertschöpfende Güterproduktion, die sich auch das eigene Volk leisten kann. Genau diese Voraussetzungen haben wir aber nach China exportiert. Da bleiben nur noch schöne Worte.


Sacha Meier

29.04.2012, 18:19 Uhr
Melden 3 Empfehlung 0

@G. Berger Mit Export bauen sie auch keine nachhaltige Volkswirtschaft auf - wenn Sie nicht gerade ein Billiglohnland sind oder 1€-Jobs subventionieren können. Selbst China fokussiert sich deshalb gerade auf den eigenen Binnenmarkt. Im Westen fehlt die Voraussetzung für echte Wertschöpfung: Technisch-naturwissenschaftliche Bildung und Forschung, sowie Produktionskapital. Leider alles unbezahlbar.


Sacha Meier

29.04.2012, 15:33 Uhr
Melden 31 Empfehlung 0

Unangenehmer Fakt ist, die ganze westl. Zivilisation befindet sich aufgrund der aufgegebenen innovativen produktiv-wertschöpfenden Güterproduktion in der Schuldenfalle. Ohne einen neuen Zivilisationszyklus - der ausweislich unserer Geschichtsschreibung Jahrhunderte dauert, gibt es kein Entrinnen. Merkels Konsumfinanzierungs-Initiative aus der Notenpresse ist Beschäftigungstherapie; im freien Fall. Antworten


Reto Stadelman

30.04.2012, 08:32 Uhr
Melden

"innovativen produktiv-wertschöpfenden Güterproduktion" HALT, das stimmt nicht und lässt durchblicken das sie scheinbar kein Ökonome sind. Die Wertschöpfung der heutigen Industrie findet nicht in der Produktion statt sondern der Forschung. Ich weis das Sie sich das kaum vorstellen können. Aber die Produktion hilft nur weniger gut Ausgebildeten einen Job zu geben, wertschöpfend ist sie kaum...


Roman Günter

29.04.2012, 18:02 Uhr
Melden 2 Empfehlung 0

Der moderne Mensch isst, trinkt und lässt sich von hinten und vorne bedienen, entsprechend hat halt heute die Dienstleistungsindustrie einen höheren Stellenwert als früher. Was früher ein ganzes Dorf ein paar Monate beschäftigte, macht heute ein Bauer in Amerika mit seinem Fuhrpark an einem Tag. Die alte Güterindustrieleier kann nicht 1:1 in die moderne Welt übertragen werden, Herr Meier.


Sacha Meier

29.04.2012, 15:41 Uhr
Melden 16 Empfehlung 0

(ff2)...Natürlich wird es keinen instantanen Zusammenbruch geben. Auch der Untergang des römischen Reiches dauerte fast 200 Jahre. Für die nächsten Jahrzehnte werden wir uns daran gewöhnen müssen, dass westliche Nationen (wie jetzt schon GR und ES) reihenweise zu Drittwelt-Ländern werden. Arbeit wird immer mehr zum Luxus; während die 1% immer reicher werden. Der grosse Gewinner ist dabei Asien.


Sacha Meier

29.04.2012, 18:53 Uhr
Melden 3 Empfehlung 0

@R.Günter Da wiederspreche ich in aller Höflichkeit: Egal wie effizient eine wertschöpfend-produzierende Industrie auch ist, sie kann nicht weggelassen oder durch reine Dienstleistung ersetzt werden, sonst zirkuliert Geld zuwenig, d.h. es wird in Kapitalanlagen gesteckt statt reinvestiert. Würde Ihre These stimmen, gäbe es in der Weltgeschichte mindestens eine nachhaltig-erfolgreiche DL-Nation.


Dan Horber

29.04.2012, 15:24 Uhr
Melden 8 Empfehlung 0

Mich würde einfach interessieren, wann der "richtige" Zeitpunkt zum Sparen ist? Nach dem Verständnis der praktisch allesamt überschuldeten EU-Staaten nie. Sie finden immer Gründe, weshalb nicht gespart werden darf. Permanent die Steuern zu erhöhen ist keine Lösung und geht irgendwann nicht mehr. Uneinlösbare Wahlversprechen abgeben hilft auch nicht weiter. Antworten


will williamson

29.04.2012, 21:49 Uhr
Melden 3 Empfehlung 0

Joseph im alten Aegypten kannte den richtigen Zeitpunkt. Er hat in den sieben fetten Jahren Vorräte anlegen lassen, die dann in den sieben mageren Jahren verzehrt werden konnten. Das Rezept von Keynes ist dasselbe. Aber wie sie feststellen, für die heutigen Politiker gibts diesen Zeitpunkt nie. Zum Ablenken sagen sie dann, Keynes funktioniere nicht mehr.


Alexander Keberle

29.04.2012, 15:19 Uhr
Melden 5 Empfehlung 0

Schon Keynes wusste, dass es schlicht unmöglich ist sich aus der Krise "herauszusparen". Schuldenabbau und Entspannung ist nur möglich durch Wachstum. Wachstum hingegen steht dem Sparen diametral gegenüber. Antworten


Hermann Hoffmann

29.04.2012, 18:19 Uhr
Melden 16 Empfehlung 0

Die SPD möchte die Sparpolitik beibehalten und einen Wachstumspolitik. Dazu gehören auch zusätzl. Ausgaben die mit Vermögenssteuern u. höheren Steuersätzen für Gutverdiener finanziert werden.
Zu Zeiten Kohls gab es einen Spitzensteuersatz von 56%, heute sinds ca 45%. Den will man auf 50% erhöhen. Man muß ja sehen daß Dtl 2,1 Bio Schulden hat, dt. Privatleute aber 10 Bio Vermögen aufgebaut haben.
Antworten


Bruno Schnider

29.04.2012, 20:47 Uhr
Melden 9 Empfehlung 0

Präzisieren Sie bitte, Herr Hoffmann. 10 Billionen Vermögen - was beinhaltet dies? Vermutlich auch sehr viele Einfamilienhäuschen und Schrebergärten hineinmultipliziert, nicht wahr? Vielleicht auch Renten, die zu erwarten sind. Mit solchen Milchbüchleinrechnungen lassen sich leider viele Menschen blenden.
Viele Mediterraner hoffen jetzt auf die Erhaltung ihrer überdimensionierten Beamtenpfründe!



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