Wirtschaft

Mehr Umsatz, mehr Gewinn, zufriedene Analysten

Aktualisiert am 30.04.2012

Mit ihrem Quartalsergebnis hat die OC Oerlikon sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn die Prognosen der Analysten übertroffen.

OC Oerlikon


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Bessere Zahlen, weniger Bestellungen: OC Oerlikon.

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Die Industriegruppe OC Oerlikon (OERL 11.6 -0.43%) hat ihren Umsatz im ersten Quartal um sechs Prozent auf 961 Millionen Franken gesteigert und damit Erwartungen der Branchenanalysten übertroffen. Dazu arbeitete das Traditionsunternehmen auch rentabler als gedacht.

Einen Einfluss auf die weltweiten Geschäfte des Unternehmens hatte allerdings der starke Franken. Ohne Wechselkursbewegungen hätte Oerlikon gut 1 Milliarden Franken Umsatz eingefahren, was dann im Vergleich zum Jahresanfang 2011 eine Steigerung von 11 Prozent bedeuten würde, wie am Montag mitgeteilt wurde.

Das Betriebsergebnis (vor Zinsen und Steuern, Ebit) kletterte um 43 auf 152 Millionen Franken in die Höhe, gestützt von 39 Millionen Franken Verkaufserlös aus Firmenimmobilien. Auch wenn Oerlikon die Liegenschaft des 2006 übernommenen Maschinenbauers Saurer in Arbon TG behalten hätte, wäre der Ebit um sieben Prozent gestiegen.

Textilmaschinen gefragt

Die Quartalszahlen sind besser als von Industriefachleuten vorausgesagt. Das Unternehmen, dessen wichtigster Aktionär der russische Grossinvestor Viktor Vekselberg ist, verdankt den Erfolg den Sparten Textilmaschinen und Getriebesysteme. Hier setzte sich der Trend von 2011 fort.

Die vor kurzem noch als Hoffnungssparte gepriesene Abteilung Solar darbt dafür weiterhin. Lange wird das Oerlikon aber nicht mehr stören. Vor einigen Wochen hat die Gruppe angekündigt, dass die Sparte nach Japan verkauft werde.

«Normalisierung»

Die Gruppe, die auch Vakuumkomponenten und Beschichtungen herstellt und in weiteren Technologiebereichen tätig ist, musste in den Monaten Januar bis März auch einen Rückgang des Bestellungseingangs hinnehmen. Im Vergleich zur Vorjahresperiode fiel er um 12 Prozent auf 996 Millionen Franken.

Der Konzern spricht bei diesem Rückgang aber von einer «Normalisierung». Anfang 2011 hätten viele Kunden ihre Lager aufgefüllt und damit besonders viele Anlagen aus dem Hause Oerlikon nachgefragt. Der Rückgang habe schon im zweiten Halbjahr 2011 eingesetzt, hiess es.

Die Anleger störten sich am tieferen Bestelleingang nicht und schickten den Aktienkurs nach oben. An der Schweizer Börse lag der Titel lag am Vormittag um 3,8 Prozent im Plus. (sam/sda)

Erstellt: 30.04.2012, 07:23 Uhr

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